Sachbuch

Jörg Kayser / Ulrich Hagemann, Urteilsbildung im Geschichts- und Politikunterricht

andreas.markt-huter - 10.05.2010

Buch-Cover

"Man soll nie auf den ersten Blick urteilen, weil man sich beim zweiten Blick nur zu oft vom Gegenteil überzeugt", heißt es bei Johann Nepomuk Nestroy, der schon andeutet, wie problematisch eine Urteilsbildung aus dem Bauch heraus sein kann.

Jörg Kayser und Ulrich Hagemann haben sich in ihrem Buch Urteilsbildung im Geschichts-und Politikunterricht aus didaktischer Sicht mit einem der anspruchsvollsten Anforderungsbereich der schulischen Ausbildung auseinander gesetzt: der kritischen Urteilsbildung.

Hemma und Hartmut Häfele, Praktische Maßnahmen für zu Hause

d.ueberall - 04.04.2010

Buch-CoverWurde die Diagnose Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) einmal diagnostiziert, fühlen sich häufig die betroffenen SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen mit dem Problem alleine gelassen.

Welche Maßnahmen können das Lernen in der Schule und zuhause erleichtern? Welche Methoden, aus einer Fülle an angebotenen Förderprogrammen, sind wissenschaftlich fundiert und greifen in der Praxis? Gibt es alternative Therapien und wie groß ist deren Lernerfolg? Braucht das Kind zum Unterricht und zum Üben zuhause zusätzlich eine LRS Therapie? Hätte man der LRS eventuell präventiv vorbeugen können?

Hans Karl Peterlini, Freiheitskämpfer auf der Couch

h.schoenauer - 30.03.2010

Buch-CoverIn der Wissenschaft gilt manchmal noch das gute Rezept der Alchimisten. Man nehme zwei Stoffe, vermenge sie ordentlich und erhalte das Gold der Wissenschaft in Gestalt einer Diplomarbeit.

Hans Karl Peterlini hat letztlich das naheliegendste Forschungsgebiet in Tirol für seine Studie (und sein Studium) ausgewählt. Er hat den Stoff der Tiroler Bummser- und Zeitgeschichte über die Grundlagen der Psychoanalyse gestülpt, und herausgekommen ist eine wunderbare, süffisant zu lesende Demontage großen Heldentums.

Wendelin Schmidt-Dengler, Bruchlinien

h.schoenauer - 20.03.2010

Buch-CoverWas ein gelungener Staat sein will, braucht lebenslüsterne Bewohner, eine reale Verfassung und eine Literaturgeschichte. Alle drei lassen sich nicht am Reißbrett planen sondern nur mehr oder weniger aufwändig beschreiben.

Wendelin Schmidt-Dengler hat mit seinen Bruchlinien die österreichische Literaturgeschichte schlechthin geschrieben - frech, selbstbewusst und selbstkritisch.

Thomas Havranek, Verraten & verkauft

h.schoenauer - 19.03.2010

Buch-CoverMeistens denken wir an groß gemachte Helden und aufgepumpte Persönlichkeiten, wenn von verraten und verkauft die Rede ist.

Andreas Hofer beispielsweise braucht zu seinem Mythos unbedingt einen Verräter, der ihn an den Feind verkauft, damit er heroisch hingerichtet werden kann.

Markus Henrik, Copy Man

h.schoenauer - 10.03.2010

Buch-CoverJe mieser die Jobs sind, umso seltsamer wird die Berufsbezeichnung. So gibt es einerseits für die goldenen Jobs, wo man eigentlich nichts tun muss außer regelmäßig den Bonus zu kassieren, Phantasieabkürzungen wie CEO, CAO oder CCO, andererseits werden auf der untersten Ebene Reinigungsdienste als Facility-Service angeboten und Handlangerdienste am Kopierer als Copy-Management dargestellt.

In Markus Henriks Praktikanten-Roman geht es um diese Verhöhnung auf der untersten Stufe. Anton Kiewicz hat eine Schullaufbahn so halbwegs abgeschlossen und drängt nun auf den Arbeitsmarkt.

Martin Maier u.a., Wege ins Berufsleben

andreas.markt-huter - 03.03.2010

Buch-CoverFür das Schul- und Berufsleben gibt es zwar jede Menge Ratgeber und pädagogische Nachschlagewerke, für diesen entscheidenden Zeitraum jedoch, wo Eltern zusammen mit den Kindern deren Berufswahl betreuen sollen, gibt es so gut wie nichts.

Im Rahmen eines Leonardo da Vinci Projektes haben sich Teams aus einigen EU-Staaten zusammengetan und einen Strategie-Führer entwickelt, der den Einstieg ins Berufsleben erleichtern soll. Den Österreichischen Teil hat der Innsbrucker Autor Martin Maier übernommen, der zusammen mit dem Institut Hafelekar den Leitfaden redigiert hat.

Mario Andreotti, Die Struktur der modernen Literatur

h.schoenauer - 20.02.2010

Buch-CoverAn manchen Tagen wird in Bibliotheken über alles geredet, außer über Literatur. Für das Bibliothekswesen gibt es ohnehin nur die Unterscheidung zwischen freiwilligem Lesen und Prüfungslesen. Daher tut es zwischendurch äußerst gut, wenn man sich als Bibliothekar einen Meister der Literaturkunde zu Gemüte führt.

Mario Andreottis Struktur der modernen Literatur gilt längst als didaktisches Meisterwerk, ganze Generationen von Literaturkundlern sind anhand seiner Struktur ausgebildet worden. Die aktuelle 4. Auflage führt zudem herauf bis ins aktuelle Jahr 2010.

Peter Matejka (Hrsg.), Ich hoffe, ich störe

h.schoenauer - 07.02.2010

Buch-Cover

So eine Festschrift ist immer ein Luder, alle lachen darüber, und wen es betrifft, der ist kaputt im Spagat zwischen Ironie und Ehrfurcht.

Dass Gerhard Jaschke zum 60sten eine Festschrift "braucht" und "kriegt", ist der Literaturszene längst klar gewesen, die Frage war nur, wie kriegt man den geschwindesten Formulierer, den verbalsten Recycler und den politischen Laserstrahl des österreichischen Diffusums auf eine Reihe.

Frank MacShane, Raymond Chandler

h.schoenauer - 22.12.2009

Buch-CoverHintennach ist es oft gar nicht so leicht, zu begründen, warum ein Schriftsteller ein Klassiker geworden ist, denn ein echter Klassiker passiert ohne Gesetzmäßigkeiten.

Raymond Chandler gilt als Klassiker der Privatdetektiv-Literatur, sein Held Philip Marlowe hat nicht nur Kultstatus sondern auch das dramaturgische Outfit einer Shakespeare-Figur.