Marian Moschen, Brot für jeden Tag
„Frische, knusprige Brötchen zum Frühstück. Mal ehrlich, es gibt nichts Besseres. Aber während Bäcker die Nächte durcharbeiten, damit wir frisch gebackene Brötchen auf dem Frühstückstisch haben, wollen wir keine Minute zu früh aufstehen, aber trotzdem nicht darauf verzichten. Damit das problemlos klappt, gibt es genau dieses Rezept. Abends zubereiten, morgens nur noch formen und backen.“ (S. 64)
Es gibt wahrscheinlich wenig Befriedigenderes als sein eigenes Brot zu backen und gemeinsam mit anderen zu genießen. Marian Moschen bietet einen informativen Einblick in die Grundlagen des Brotbackens und zahlreiche verschiedene Rezepte, die vom Frühstückbrötchen, über das Kartoffelbrot bis hin zum Wurzelbrot und Roggenvollkornbrot reichen.
Aria – etwas zwischen Luft und Lied. Denk dir, die Sonne war da, heißt es zudem im Eingangsspruch zu den Gedichten. Anne Marie Pircher lässt knapp siebzig Gedichte auffliegen aus ihrem Band, sie sitzen locker und springen aus dem Untergrund, dem Wetter, dem Gehölz heraus, oder versammeln sich vogelähnlich in der Windströmung, ehe sie sich dann zu einem lyrischen Motiv verklumpen und als Blatt zu Boden segeln.
Noch Generationen nach der sogenannten Option bricht in Südtirol an patriotischen Tagen die große Wunde auf: Wem gelingt die Heimat besser, den Dableibern oder den Weggehern?
„Den maßgeblichen Rahmen, wer wie zu behandeln war, bot die »Rassenhierarchie«, wonach das NS-Regime Menschen je nach Herkunft oder Religion in bessere und schlechtere, wertvolle und »minderwertige« einteilte.“ (S. 51)
Dürfen Widerstandskämpfer ihren Kampf als Abenteuer erleben, darin eine schöne Skitour einbauen und am Schluss gar heiraten?
Wenn die Stimmung im Land wieder einmal bedrückend wird, hilft manchmal ein Roman nach der Vorlage von Kleists Michael Kohlhaas, damit man sich mit dem Helden identifizieren, mit ihm kämpfen und mit ihm in Würde untergehen kann.
Mit fünfzig hält ein sensibler Künstler meist öffentlich inne, um sein Werkeln zu reflektieren und seinem Publikum fallweise darzulegen, welche Entwicklungskurven seine Kunst genommen hat. Denn in der Kunst ist nichts geradlinig.
Widerstand, Eigenart und Selbstbewusstsein der Südtiroler resultieren aus dem täglichen Überlebenskampf des Individuums inmitten der Massen. Josef Oberhollenzer zeigt in seinen Romanen immer wieder, dass es sich lohnt, ein Individuum zu sein. Denn es sind immer die Massen, die einsam sind, ‒ die Einzelgänger sind nämlich umkost von Kunst und Literatur.
In der naiven Malerei sind die Grenzen zwischen Handwerk, Kunst, Autodidaktik und Akademie aufgehoben. Was als schlichte künstlerische Äußerung erscheint, ist in Wirklichkeit eine Handhabung der Realität unter dem Filter der Lebenserfahrung.
Zuerst liest man aus einer vagen Erinnerung heraus von einem Marterpfahl, aber dann schärft sich der Blick nach und es löst sich der Begriff „Auf Marterpfaden“ vom Cover.