Constantin Schreiber, Kinder des Koran
„»Schulbücher spiegeln den Stand einer Gesellschaft, auf dem sie sich aktuell befindet«, sagt die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes Susanne Lin-Klitzing. Wer also wissen will, wo sich muslimische Gesellschaften in Sachen Freiheiten, Grundhaltungen und Werten heute befinden, der sollt sich ansehen, was der jungen Generation dort beigebracht wird. Genau das, habe ich mir mit diesem Buch vorgenommen.“ (S. 7)
Der ARD-Fernsehjournalist Constantin Schreiber untersucht unter Mithilfe zahlreicher Experten Schulbücher aus fünf muslimischen Ländern und gibt damit einen Einblick in eine unbekannte Gesellschaft mit einem vielfach anderen Blick und Verständnis für die Welt der Gegenwart.
„Dieses Buch ist islamkritisch, aber nicht islamfeindlich. Jeder, der nicht zwischen Kritik an einer Religion – oder besser gesagt: an ihrer derzeit dominierenden Interpretation – und Rassismus unterscheiden kann, sollte dieses Buch beiseitelegen.“ (S. 9)
„Es ist eine Schwelle, die die wenigsten Deutschen überschreiten: die in eine der zahlreichen Moscheen in unserem Land. Wir wissen sehr wenig über das, was sich in diesen Moscheen wirklich abspielt, und spekulieren doch so häufig darüber – etwa dann, wenn verstörende Videos und Predigten uns aufschrecken.“ (S. 11)
Die Dolomiten gelten mittlerweile als über-erschlossenes Touristengebiet, das an manchen Tagen so von Menschen überwuselt ist, dass nichts mehr vom „bleichen Stein“ zu sehen ist, wie der Dolomit vor seiner Entdeckung durch Dolomieu 1789 geheißen hat. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass dieses Gebirge einmal leer und wild gewirkt hat wie heute vielleicht der Kaukasus.
„Das vorliegende Handbuch dient genau diesen beiden Zwecken: Auf der einen Seite kann es als ein Glossarium der Diskurse über radikale Demokratie gelesen werden, auf der anderen Seite glättet es aber die teils erheblichen Differenzen nicht, sondern sucht stattdessen die wesentlichen Kontroversen auszuleuchten.“ (S. 16)
Wo Tourismus ist, gibt es auch das Tourismus-Bashing. Das hat damit zu tun, dass alle verunsichert sind, wie sie über ein Phänomen diskutieren sollen, das als Industrie die Ausmaße eines Zeitalters erreicht hat. Jeder mit schlechtem Gewissen findet zumindest immer einen, der noch schlechteren Tourismus betreibt.
Wenn im Land an manchen Tagen nur mehr Krimis und Reiseführer ausgeliefert werden, wird man fast noch katholisch und liest das Buch des neuen Bischofs.
„Ob sie nun bereits Erfahrung haben oder ein absoluter Anfänger sind – ich hoffe, Sie werden sich inspiriert fühlen, Ihre eigenen Designs zu entwerfen und ihre verborgenen Talente zu entdecken.“ (S. 9)
„Thema dieses Buches ist das Spannungsverhältnis von Größe und Demokratie. Leitend dabei ist die These, dass ab einer bestimmten Größe der Bevölkerung oder des Staatsgebietes sich die Qualität der Demokratie verschlechtert und in sehr großen Herrschaftsverbänden nur in einem sehr schwachen Sinne von der Existenz demokratischer Institutionen und Praktiken ausgegangen werden kann.“ (S. 20)
„Dieses Buch beschäftigt sich mit den Babenbergern und ihren Nachbarn. Eine der Entwicklungslinien erreicht ihr Ziel, wenn im Herrschaftsgebiet der Babenberger die »Unsrigen« leben und diese sich den Bayern entfremdet haben.“ (S. 13)