Vorlesestudie: Leselust kann soziale Unterschiede ausgleichen
Selten herrscht eine so große Übereinstimmung zwischen Experten wie über die Bedeutung des Vorlesens für die individuelle sprachliche und soziale Entwicklung von Kindern.
Lesen ist als Voraussetzung für das Lernen und Verstehen und als wesentliche Grundlage für die Kommunikationsfähigkeit der einzelnen Menschen ebenso unverzichtbar, wie für das gesamte schulische und berufliche Leben. Nur wer lesen kann, dem steht auch der Zugang zu Informationen in unserer Mediengesellschaft offen und nur wer lesen kann, ist in der Lage aktiv am politischen Leben in einer Demokratie teilnehmen.
Wann spricht man eigentlich von einer Leserechtschreibstörung (LRS), was sind ihre Charakteristika, woher kommt sie eigentlich und wie kann man sie erkennen? Wichtige Fragen, die vor allem für TherapeutInnen, LehrerInnen und Eltern betroffener Kinder von besonderem Interesse sind.


Ein großer Teil der verschiedenen Lernstörungen in der Schule haben eine Lese-Rechtschreibschwäche als Ursache. Die Forschungen zu diesem Phänomens reichen bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurück und brachten zahlreiche Hypothesen und unterschiedliche Behandlungsansätze hervor. Was aber die Ursachen der Lese-Rechtschreibschwäche sind, darüber geben Wissenschaftler bis heute keine klare Antwort.