Lesen lernen Kinder in der Schule
So lautet eine der zahlreichen Aussagen, die Prof. Dr. Anita Schilcher, Deutschdidaktikerin an der Universität Regensburg, im Rahmen eines Seminartages mit rund 150 Volksschul- und Sek-1-Lehrer/innen an der PH Tirol in Innsbruck deponierte.
„Es ist wertvoll, wenn es Eltern gelingt, zu Hause eine leseförderliche Atmosphäre zu schaffen, die Verantwortung für einen gelingenden Schriftspracherwerb liegt aber eindeutig in der Schule. Kommt es seitens der Lehrkräfte zu einer Verlagerung ins Elternhaus, wird das System noch ungerechter!“, führte Prof. Schilcher weiter aus. Sie als Mutter eines Schulanfängers, wisse genau, was es bedeutet, zu Hause täglich zehn Minuten zu lesen.




Wurde die Diagnose Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) einmal diagnostiziert, fühlen sich häufig die betroffenen SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen mit dem Problem alleine gelassen.
Selten herrscht eine so große Übereinstimmung zwischen Experten wie über die Bedeutung des Vorlesens für die individuelle sprachliche und soziale Entwicklung von Kindern.
Wann spricht man eigentlich von einer Leserechtschreibstörung (LRS), was sind ihre Charakteristika, woher kommt sie eigentlich und wie kann man sie erkennen? Wichtige Fragen, die vor allem für TherapeutInnen, LehrerInnen und Eltern betroffener Kinder von besonderem Interesse sind.