Lesekompetenz

Lesen im Fadenkreuz der Politik: –Die EU-Ziele von Lissabon - Teil 2

andreas.markt-huter - 19.04.2007

Zur Halbzeit auf dem Weg zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt musste die Europäische Kommission eingestehen: die ehrgeizig gesteckten Ziele lassen sich nicht mehr erreichen. Der größte Stolperstein, um auf dem Weg zur wissensbasierten Wirtschaft weltweit die Führungsrolle zu übernehmen, liegt im Bereich des Lesens.

Die Feiern anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Europäischen Union sind vor kurzem abgeklungen. Grund genug, um das Verhältnis der EU zum Themenbereich "Lesen" ein wenig unter die Lupe zu nehmen.

Lesen im Fadenkreuz der Politik: –Die EU-Ziele von Lissabon - Teil 1

andreas.markt-huter - 11.04.2007

Zur Halbzeit auf dem Weg zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt musste die Europäische Kommission eingestehen: die ehrgeizig gesteckten Ziele lassen sich nicht mehr erreichen. Der größte Stolperstein, um auf dem Weg zur wissensbasierten Wirtschaft weltweit die Führungsrolle zu übernehmen, liegt im Bereich des Lesens.

Die Feiern anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Europäischen Union sind vor kurzem abgeklungen. Grund genug, um das Verhältnis der EU zum Themenbereich "Lesen" ein wenig unter die Lupe zu nehmen.

Sind Österreicher lesefaul - Lesekultur im europäischen Vergleich

andreas.markt-huter - 15.11.2006

Ländervergleiche im Bereich der Bildung erfreuen sich seit den beiden PISA-Studien großer Aufmerksamkeit. Ein guter Grund einmal das Leseverhalten der Österreicherinnen und Österreich mit dem Leseverhalten in anderen Staaten der Europäischen Union zu vergleichen.

Während die PISA-Studie die Testergebnisse von SchülerInnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 16 Jahren international vergleicht, soll im folgenden Fragen nach der „Lesekultur“ europäischer Bürger ab dem 15. Lebensjahr näher nachgegangen werden. Wie unterscheidet sich das Leseverhalten in Österreich vom Leseverhalten in anderen europäischen Ländern? Wie viele Bücher lesen Herr und Frau Österreicher im Durchschnitt, aus welchen Gründen lesen sie und wie oft besuchen sie eine Bibliothek? Liegt Österreich im europaweiten Vergleich bei den Erwachsenen besser als die 15-/16-jährigen bei der PISA-Studie?

Lese-Rechtschreibschwächen bei Kindern

andreas.markt-huter - 10.10.2006

schüler schreibt auf tafelEin großer Teil der verschiedenen Lernstörungen in der Schule haben eine Lese-Rechtschreibschwäche als Ursache. Die Forschungen zu diesem Phänomens reichen bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurück und brachten zahlreiche Hypothesen und unterschiedliche Behandlungsansätze hervor. Was aber die Ursachen der Lese-Rechtschreibschwäche sind, darüber geben Wissenschaftler bis heute keine klare Antwort.

Wurde früher von "Legasthenie" oder "Teilleistungsschwäche" gesprochen, werden heute die Begriffe "Lese-Rechtschreibschwäche" oder "Dyslexie" vorgezogen. Gerade der Begriff Legasthenie ist durch eine Reihe von Gerüchten erheblich vorbelastet. Dr. Heinz Zangerle, Lehrbeauftragter für Legasthenie, Lern- und Verhaltensstörungen an der Pädagogischen Akademie in Innsbruck, nannte 1987 drei Gerüchte, "die - obwohl in der Praxis immer noch lebendig - längst überholt sind:

Alphabetisierungskurse für MigrantInnen, Teil 1

andreas.markt-huter - 23.03.2006

Mit der Neuregelung der Integrationsvereinbarung seit Anfang 2006 sind in Österreich Kenntnisse der deutschen Sprache für Migrantinnen und  Migranten verpflichtend vorgeschrieben. Für jene TeilnehmerInnen der Deutsch-Integrationskurse die das lateinische Alphabet nicht beherrschen oder nicht schreiben können, ist zunächst ein Alphabetisierungskurs verpflichtend vorgeschrieben, um Lesen und Schreiben zu lernen.

Die seit 1. Jänner 2006 in Kraft getretene Integrationsvereinbarung hat bereits im Vorfeld für heftige Diskussionen gesorgt. Dabei standen vor allem die Zwangsverpflichtung zum Besuch des Deutsch-Integrationskurses und die drohenden Sanktionen bei einem Misserfolg im Mittelpunkt der Kritik. Ihre Befürworter sehen im Beherrschen der Landessprache die  Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Folgende Lernziele der Deutsch-Integrationskurse werden in der Verordnung der Bundesministerin für Inneres u.a. genannt:

Alphabetisierungskurse für MigrantInnen, Teil 2

andreas.markt-huter - 23.03.2006

Mit der Neuregelung der Integrationsvereinbarung seit Anfang 2006 sind in Österreich Kenntnisse der deutschen Sprache für Migrantinnen und  Migranten verpflichtend vorgeschrieben. Für jene TeilnehmerInnen der Deutsch-Integrationskurse die das lateinische Alphabet nicht beherrschen oder nicht schreiben können, ist zunächst ein Alphabetisierungskurs verpflichtend vorgeschrieben, um Lesen und Schreiben zu lernen.

Die seit 1. Jänner 2006 in Kraft getretene Integrationsvereinbarung hat bereits im Vorfeld für heftige Diskussionen gesorgt. Dabei standen vor allem die Zwangsverpflichtung zum Besuch des Deutsch-Integrationskurses und die drohenden Sanktionen bei einem Misserfolg im Mittelpunkt der Kritik. Ihre Befürworter sehen im Beherrschen der Landessprache die  Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Einrichtungen wie z.B. das „AlphaZentrum für MigrantInnen“ an der Volkshochschule Ottakring kritisieren, dass "die Last des Integrationsprozesses einseitig den ImmigrantInnen aufgebürdet".

Analphabetismus in Tirol

andreas.markt-huter - 23.03.2006

In Österreich gelten seit Jahren offiziell 300.000 Menschen als funktionale AnalphabetInnen, ExpertInnen gehen jedoch von einer rund doppelt so hohen Zahl aus. Während es in ganz Österreich derzeit vier Alphabetisierungsinitiativen gibt, befinden sich in Tirol Alphabetisierungskurse für Menschen die Lesen und Schreiben verlernt haben, erst im Planungsstadium.

Für Salzburg schätzt der Verein ABC die Zahl der Erwachsenen die Lesen und Schreiben nicht mehr beherrschen auf ca. 20.000 Menschen. Die Anzahl der funktionalen AnalphabetInnen in Tirol dürfte auf einem vergleichbaren Niveau liegen. In Tirol haben Einrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut oder die Volkshochschule die Notwendigkeit von Kursangeboten für diese Zielgruppe erkannt und mit der Planung von Kursen für funktionale AnalphabetInnen begonnen.

Lese-/Rechtschreibschwäche: Wenn Lesen und Schreiben zum Alptraum wird. Teil 2

andreas.markt-huter - 10.08.2005

Viele Kinder haben gewisse Startprobleme beim Lesen- und Schreibenlernen. Bei ungefähr 6 % aller österreichischen SchülerInnen liegt eine Lese-/Rechtschreibschwäche vor. Diesen Kindern kann durch eine fachgerechte Förderung geholfen werden.

Im 2. Teil des Interviews spricht Dr. Brigitte Thöny von der Schulpsychologischen Beratungsstelle Innsbruck-Land West über die Förderungsmöglichkeiten von Lese-/Rechtschreibschwächen, ihre Erfolgschancen aber auch über die Leiden der betroffenen Kinder und Reaktionen von Eltern.

Lese-/Rechtschreibschwäche: Wenn Lesen und Schreiben zum Alptraum wird. Teil 1

andreas.markt-huter - 03.08.2005

Es gibt Kinder, die geradezu als lesesüchtig bezeichnet werden können. Es gibt aber auch Kinder, die mit körperlichen Beschwerden reagieren, wenn es gilt auch nur kürzere Texte zu lesen; von dicken Büchern ganz zu schweigen. Die Abneigung gegen das Lesen geht meist auf massive Probleme beim Lesen zurück.

Im 1. Teil des Interviews spricht Dr. Brigitte Thöny von der Schulpsychologischen Beratungsstelle Innsbruck-Land West wann eine Lese-/Rechtschreibschwäche vorliegt, was die Anzeichen und Folgen einer Lese-/Rechtschreibschwächeund sindd und wie sie erkannt werden kann.

Die Tiroler Lesekompetenz: Leseschwachen Kindern kann geholfen werden. Teil 1

andreas.markt-huter - 10.05.2005

Seit Weihnachten 2004 gibt es in Tirol die Einrichtung "Tiroler Lesekompetenz" mit dem Ziel, Hilfestellungen für Schülerinnen und Schüler im Bereich "Lesen" anzubieten.

Seit Frühjahr dieses Jahres ist die Durchführung des Salzburger-Lese-Screenings (SLS), was ursprünglich als freiwilliges Angebot geplant war, verpflichtend für alle österreichischen Volksschulen vorgesehen worden. Das Angebot der "Tiroler Lesekompetenz" geht aber über die Durchführung des SLS weit hinaus und beinhaltet derzeit auch die direkte Arbeit mit den Kindern, die Beratung von Lehrerinnen und Lehrern sowie die Einbeziehung der Eltern in den Leselernprozess.