Marian Moschen, Brot für jeden Tag
„Frische, knusprige Brötchen zum Frühstück. Mal ehrlich, es gibt nichts Besseres. Aber während Bäcker die Nächte durcharbeiten, damit wir frisch gebackene Brötchen auf dem Frühstückstisch haben, wollen wir keine Minute zu früh aufstehen, aber trotzdem nicht darauf verzichten. Damit das problemlos klappt, gibt es genau dieses Rezept. Abends zubereiten, morgens nur noch formen und backen.“ (S. 64)
Es gibt wahrscheinlich wenig Befriedigenderes als sein eigenes Brot zu backen und gemeinsam mit anderen zu genießen. Marian Moschen bietet einen informativen Einblick in die Grundlagen des Brotbackens und zahlreiche verschiedene Rezepte, die vom Frühstückbrötchen, über das Kartoffelbrot bis hin zum Wurzelbrot und Roggenvollkornbrot reichen.
„In diesem Buch wird die Geschichte Griechenlands erzählt – von der Frühzeit vor rund 400000 Jahren bis zum Ende des Byzantinischen Reiches im 15. Jh. Mit »Griechenland« meinen wir nicht nur das heutige Territorium, sondern die Gebiete, in denen die griechische Kultur damals erblühte.“ (S. 9)
In der Rezensionstechnik gilt eine magere Empfehlung, wonach man aus Respekt vor dem Kunstwerk Superlative nur ironisch verwenden soll. So ist auch die Behauptung zu verstehen: „Alois Schild gilt in Tirol als der Künstler mit dem größten Verkehrswert.“ Diese Anspielung beruht auf der Tatsache, dass an ein paar wesentlichen Verkehrsknoten und Kreisverkehren Tirols tatsächlich Skulpturen von Alois Schild aufgestellt sind.
Was immer das Leben unvergessen machen kann, es gleicht einer Sanduhr, die ein paar Mal gedreht wird, ehe der Sand in der Zeit verschwunden ist.
„Die in diesem Band vorgestellten Personen hatten eine sehr unterschiedliche Sicht auf die Welt, auf uns und davon, wie wir unser Leben führen sollten. Zuweilen stellt sie Denkkonstrukte auf, von denen einige Bestand haben und andere der Zeit, dem Licht neuer Erfahrungen oder weiterer Überlegungen zum Opfer fielen. Doch alle waren sich der Bedeutung ihrer Aufgabe bewusst.“ (S. 9)
Wenn etwas als Luftikus-Ereignis für gute Laune sorgen soll, steht es der Wissenschaft nicht gut an, durch tiefernste Forschung die Stimmung zu vermasseln. Das Dirndl ist ein Dresscode für gute Laune, Freizeit und ausgelassene Stimmung, das bevorzugte Einsatzgebiet ist das Münchner Oktoberfest, auf dem vermutlich niemand wegen seiner großer Gedanken unterwegs ist.
Das Jahr ist ein Teig, aus dem der Künstler unermüdlich seine Kekse heraussticht. Allmählich bildet sich daraus ein Selbst, eingespannt zwischen den Kunst-Schaffenden und den Kunst-Konsumierenden.
Die größte Glaubwürdigkeit über die Verfasstheit einer Botschaft, Nachricht oder Erzählung erweckt die Zauberformel 1: 1. Nicht nur vor Gericht erweckt eine Aussage große Authentizität, wenn sie angeblich im Maßstab 1:1 wiedergegeben wird, auch in der Weltliteratur erreicht die Glaubwürdigkeit beim Erzählen ihren Peak, als Jorges Luis Borges von einer Landkarte 1:1 spricht, die durch ihre Maßzahl an Genauigkeit nicht übertroffen werden kann. Von dieser Überlegung leitet sich auch die These ab, dass die ideale Bibliothek eins zu eins der Welt entsprechen müsse, um sie abzubilden.
pätestens seit Daniel Defoe gilt ein entlegenes Eiland als ideale Erzählfläche, um darauf Lebens- und Weltentwürfe spielen zu lassen. Wenn diese Insel dann noch einer definitiven Zeit entrückt wird, indem quasi jede Zeit auf der Insel Platz hat, dann erweist sich die „Zeitinsel“ als höchst verdichtetes Material, das astrophysikalisch vielleicht an ein schwarzes Loch herankommt.
Im Zeitalter der Digitalisierung ist es vielleicht die Hauptaufgabe eines Buches, haptisch unterwegs zu sein. Viele Sinneseindrücke lassen sich digital erregen, das taktile Aufschreien der Sensoren freilich, wenn Kunst auf den Körper trifft, lässt sich nur haptisch analog produzieren.