Anette Thumser, Ritter Ragnar Drachenherz - Es ist kalt im Buckelwald
„Auf dem Turm von Burg Königsbart knattern die Fahnen lustig im Wind. »Uff«, schnauft Ragnar, »das waren viele Stufen!« Elmi kichert. Vor der sonnigen Landschaft sieht das Hermelin aus wie eine Wolke am Himmel. »Aber von hier oben kann man den Buckelwald sehen«, antwortet es. »Und da liegt tatsächlich Schnee – mitten im Sommer!«
Im Königreich herrschte ein seltsamer Frost, der den ganzen Buckelwald in tiefen Schnee hüllt. Vom Burgturm aus betrachten Ragnar und sein Freund, das Hermelin Elmi, die merkwürdige Naturerscheinung. Dass ein Zauberer vom König der Auftrag erhält, den Frost zu beseitigen, gefällt den beiden überhaupt nicht. Sie müssen dabei an den unangenehmen Zauberer Magus Magnus denken, von dem Elmi fortlaufen hat können.
„»Bist du dir sicher, dass sie nur schläft?«, flüsterte Peregrine. »Und nicht … du weißt schon …« Sie schielte zu der Bibliothekarin, deren Stirn auf dem Schreibtisch ruhte. Der jungen Frau war ihr Melonenhut vom Kopf gerutscht und ein Paar spitze Ohren mit grünem Rand lugten aus ihrer schwarzen Lockenpracht hervor. »Was? Tot?« Peregrines Patenonkel, Daedalus Bloom, hob das schlaffe Handgelenk der Bibliothekarin an, holte seine Taschenuhr hervor und prüfte ihren Puls.“ (S. 11)
„Zack und Coco sehen sich an und grinsen. Seitdem sie die kleine Krähe Rotza aus den Fängen der zickigen Zwerge befreit haben, hat sie nur noch gute Laune. Sogar jetzt beim Abräumen des Frühstücks in der Speisehalle singt und pfeift sie, was das Zeug hält. Zack ist das fast schon ein bisschen unheimlich.“ (S. 5)
„Ein Maultier, eine Milchkuh und ein Minipferd stehen unter dem Stalltor und warten, dass die Sonne aufgeht. In allem liegt eine Stille – im feuchten Holz des Stalls, in den Geräten, die an den Wänden hängen, in dem dunklen Himmel über dem Stall. Wenn der Wind bläst, macht die Wetterfahne ein stetes Quiek-quiek-quiek und auch darin liegt eine Stille.
„Eine kleine pelzige Pfote presste sich auf Antons Mund und verschloss den Fluch hinter seinen Lippen. »Still«, raunzte Nepomuk ihm ins Ohr. »Oder willst du vom erstbesten Monster gefressen werden?« Widerwillig schob Anton die Pfote seines Freundes beiseite und sammelte sich blaue Fellflusen von der Zunge. »Vielleicht ist das besser, als von dem Monstergewächs aufgespießt zu werden, in dem wir hocken!«“ (S. 5)
„Sirenen schrillen, Lampen blinken – im Museum wurde eingebrochen! Der Dieb hat ausgerechnet das wertvollste Stück geklaut: den berühmten Kalimahari-Diamanten. Der wurde erst vor Kurzem für eine Ausstellung hergebracht. Und nun ist er weg! Die Polizei wird gerufen.“ (S. 4)
„Der Biberbär Mister O'Lui war zufrieden. Er hatte schließlich alles, was er brauchte. Ein schönes Zuhause, ein Käsebrot mit Marmelade und seinen Kakaobecher. Gut gelaunt las er die Sonntagszeitung. Dort stand: Sind sie wirklich rundum glücklich? Mister O'Lui überlegte. Nun, Glücklich war ein ziemlich großes Wort. Er wog seinen Kopf hin und her und dachte nach.“
„In einer Grube unter einem knorrigen Baum entdecke ich etwas Grünes, etwas Grotteliges. »Grotti verlaufen.« Kaum hatte es mich gesehen, da packte es mich und zwackte es mich und wollte einfach nicht mehr loslassen!“
„In diesem Buch erfährst du alles über die 16 Schachfiguren und wie man sie zieht. Ziel des Spiels ist es, die Gegenseite matt zu setzen, also ihre wichtigste Figur zu schlagen: den König. Bis dahin schlägst du einige andere gegnerische Figuren, und sie werden einige deiner Figuren schlagen. Im Schach kommt es auf Intelligenz, Cleverness und Mut an. In diesem Buch findest du auch Schachprobleme, die du lösen kannst. Solche Aufgaben helfen dir, besser zu spielen.“ (S. 4)
„Hier in diesem alten Wald steht die Tanne Archibald. Die hatte nur den einen Traum: Sie wär so gern ein Weihnachtsbaum. Mit bunten Kugeln, vielen Kerzen, Perlenketten, Knusperherzen und obendrauf, da hätt sie gern, einen Weihnachtsfunkelstern.“