Abenteuer

Anu Stohner, Das Schaf Charlotte

andreas.markt-huter - 06.09.2024

anu stohner, das schaf charlotte„Niemand wusste, warum Charlotte anders war als alle anderen. Aber sie war es von Anfang an. Wenn die anderen Schäfchen still bei ihren Müttern standen … tobte Charlotte über Stock und Stein. Charly, der alte Hüttenhund, zeigte ihr manchmal die Zähne, aber sie hatte überhaupt keine Angst.“

Das junge Schaf Charlotte sticht aus ihrer Herde ganz besonders hervor. Sie verhält sich ganz anders als ihre Verwandten. Während die anderen Schafe brav und ruhig bei den Müttern bleiben, ist Charlotte ständig in Bewegung und probiert neugierig und voll Enthusiasmus alle möglichen Dinge aus, die den anderen Schafen merkwürdig erscheinen.

Sibylle Wenzel, Magic Circle – Zusammen sind wir magisch

andreas.markt-huter - 30.08.2024

sibylle wenzel, magic circle - zusammen sind wir magisch„Dann stutzte sie plötzlich und beugte sich über das Gerät, um ein Detail genauer betrachten können. »Guckt mal hier oben. Da steht etwas!« »Echt? Was denn?« Lucy schob sich neben sie. An einer der metallenen Streben, die die Sanduhr einfassten, war zwischen einigen Verzierungen in einer altmodischen geschwungenen Schriftart etwas ausgestanzt. »Was wünscht ihr euch?«, entzifferte sie laut.“ (S. 36)

Die zwölfjährige Lucy muss mit ihrem Vater ihre Schule in der Stadt verlassen und zu Oma aufs Land ziehen, weil diese nach einer Operation Papas Hilfe braucht. Mama hat währenddessen als Raumfahrtwissenschaftlerin die Möglichkeit genutzt, ein Jahr bei der NASA in Kalifornien zu forschen. Mit ihren Mitschülern versteht sich Lucy nicht besonders und als es in der Schulkantine zu einem Streit mit ihren Mitschülern Bennet, Franzine und Tom kommt, wird sie mit diesen zum Nachsitzen verdonnert.

Melanie Laibl, In mir spielt Musik

andreas.markt-huter - 23.08.2024

melanie laibl, in mir spielt musik„Es ist in der Früh, / rund um mich ganz still. / Doch drin in mir spielt / Musik, wenn ich will. // Meine zwei Füße / unter der Decke / warten nur darauf, / dass ich sie wecke. // Trapp-trapp, die Sohlen, / klapp-klapp, die Zehen. / Pst … sachte trommeln / … Fliegenbeingehen …“

Ein junges Mädchen mit feurigem rotem Haar erwacht in der Früh und erlebt die verschiedenen Rhythmen und Geräusche, die den ganzen Körper langsam aber stetig immer in den Rhythmus der Musik eintauchen lassen.

Rachel Bright, Kleine Pandas, großes Versprechen

andreas.markt-huter - 02.08.2024

rachel bright, kleiner panda, großes versprechen„Am Berg, wo Wolken schwebten wie Schleier zart und fein, / da rollten sich zwei Pandas auf Blätterkissen ein. / Die Augen fest geschlossen, die Köpfe dicht an dicht, beschützt von ihrer Mama, ein Lächeln im Gesicht. // Das Pandamädchen Nima war ruhig und rücksichtsvoll, und ihre Schwester Ketu fand Abenteuer toll.“

Die Pandamädchen Nima und Ketu haben ganz unterschiedliche Charaktere, doch eines verbindet die beiden gleichermaßen: ihr unverrückbarer Willen einander zu helfen und nie im Stich zu lassen.

Während es Nima, die die Ruhe und Sicherheit liebt, leichtfällt, sich an das Versprechen zu halten, kann sich die abenteuerlustige und neugierige Ketu einfach nicht zurückhalten und beschließt heimlich, während Mama schläft, den Berg zu besuchen.

Martin Widmark, Detektivbüro LasseMaja - Das Feuerwehrgeheimnis

andreas.markt-huter - 26.07.2024

martin widmark, das feuerwehrgeheimnis„Es ist ein warmer, schöner Julitag. Lasse und Maja haben den ganzen Vormittag geschuftet, obwohl sie Sommerferien haben: Großreinemache im Detektivbüro ist angesagt. Sie haben alle Möbel, Aktenordner und Kisten raus in den Garten getragen, damit Lasse gründlich den Boden schrubben kann.“ (S. 12)

Die beiden jungen Detektive Lasse und Maja sind gerade beim jährlichen Aufräumen ihres Büros als sie in der Zeitung von einem geplanten Infotag der Feuerwehr und zwei Brandstiftungen in Valleby und lesen, bei denen eine wertvolle Halskette und eine chinesische Vase verschwunden sind. Die beiden Detektive haben den Fall bereits untersucht, ihn aber nicht lösen können.

Theresa Bell, Sepia und das Erwachen der Tintenmagie

andreas.markt-huter - 06.07.2024

theresa bell, sepia und das erwachen der tintenmagie„An Sepia. Wenn du diesen Brief liest, bedeutet das, dass du bald zwölf Jahre alt bist und es dir erlaubt ist, das Graue Haus zu verlassen. Aus diesem Grund möchte ich dich einladen, das überaus edle und ehrbare Handwerk der Buchdruckerei zu erlernen. Die Druckerei Silbersilbe freut sich, dich als ihren neuen Lehrling willkommen zu heißen.“ (S. 9)

Sepia lebt seit ihrer frühesten Kindheit im Waisenhaus, das als das „Graue Haus“ bezeichnet wird. Als sie eines Tages einen mysteriösen Brief erhält, kennt ihre Überraschung keine Grenze, als sie bemerkt, dass der Brief vom berühmtesten Buchdruckermeister in Flohall stammt. Dieser lädt sie ein, in seiner außergewöhnlichen Werkstatt eine Buchdruckerlehre zu beginnen.

Doug Salati, Ein Tag am Meer

andreas.markt-huter - 04.07.2024

doug salati, ein tag am meer„Sommer in der Stadt, stickige Gehsteige, zertrümmerter Asphalt. Sirenen schrillen, viel zu heiß, kann nicht sitzen oder schnüffeln oder warten, überall Gedränge. Zu eng! Zu laut! Zu viel! Schluss!“

Ein kleiner Dackel spaziert mit seinem Frauchen durch New York. Es ist Sommer und die Hitze macht den Weg durch die überhitzten stickigen Straßen immer unerträglicher, bis der Dackel einfach nicht mehr weiter will und streikt.

Die Situation für das arme Tier wird immer unerträglicher und es kann nur mit viel Mühe seinem Frauchen durch die überfüllten Straßen folgen. Am Ende wird es dem Dackel zu viel und er bleibt demonstrativ mitten auf dem Zebrastreifen der Fahrbahn liegen. Er jetzt wird seinem Frauchen klar, dass sie das arme Tier hoffnungslos überfordert hat.

Ann Leckie, Der Rabengott

andreas.markt-huter - 02.07.2024

ann leckie, der rabengott„Wenn du es vorher noch nie erlebt hattest, dann erlebtest du es jetzt. Ich glaube, es hat dich erschreckt oder verängstigt, denn während dein Blick immer noch auf Mawat gerichtet war, wichst du einen Schritt zurück und legtest eine Hand auf die Wand, als müsstest du dich abstützen. Dann drehtest du den Kopf und starrtest deine Finger an, schließlich deine Füße, als spürtest du das schwache knirschende Vibrieren in den gelblichen Steinmauern. Konntest du mich hören, Eolo? Kannst du mich jetzt hören? Ich spreche zu dir.“ (S. 27 f)

Im Königreich Iraden wacht der Rabengott, in einem Turm in der Hafenstadt Vasta über das Reich. Über einen Raben als Instrument kommuniziert er mit seinem menschlichen Statthalter, dessen Leben eng an das Leben des Vogels des Rabengottes gebunden ist und mit dem Tod des Vogels sterben muss. Als Mawat, der Kommandeuer der Armee Iradens, erfährt, dass sein Vater, der Statthalter erkrankt ist, kehrt er zurück und muss feststellen, dass sein Onkel Hilbal die Rolle des mächtigen Statthalters eingenommen hat.

Dave Eggers, Die Augen und das Unmögliche

andreas.markt-huter - 29.06.2024

dave eggers, die augen und das unmögliche„Ich heiße Johannes und bin ein Hund. Und ich habe euch gesehen. In meinem Park, in dem ich lebe. Wenn ihr schon mal hier wart, in diesem riesengroßen grünen, windigen Park am Meer, habe ich euch gesehen. Ich sehe alle Menschen, die herkommen. Sie wandern, laufen, fahren auf Rädern, reiten auf Pferden, halten nach den Bisons Ausschau, machen Picknicks oder tragen komische Umhänge und schießen mit Pfeilen. Wenn ihr schon mal hier wart, wart ihr da, wo ich lebe, da, wo ich Die Augen bin.“ (S. 13)

Johannes ist ein freilaufender Hund, der die Aufgabe übernommen hat, einen Stadtpark am Meer zu observieren und alle möglichen Auffälligkeiten an drei Bisons, die Ältesten, weiterzuleiten. Als er eines Tages in Gefangenschaft gerät, macht er eine tiefe Erfahrung, die einen wegweisenden Entschluss in ihm wachsen lässt.

Elisabeth Steinkellner, Heupferdchen, hüpf!

andreas.markt-huter - 27.06.2024

elisabeth steinkellner, heupferdchen hüpf„Das kleine und das große Heupferd / hüpfen aus dem Haus, / müssen dies und das besorgen / für den Abendschmaus. // »Komm schon, Kleines«, sagt das Große. / »Wieso bleibst du sitzen?« / Kleines Heupferd sieht die Sonne / durch die Wolken blitzen.“

Interessen und Zeitgefühl unterscheiden sich bei Kindern und Erwachsenen ganz erheblich. Elisabeth Steinkellner macht diese unterschiedliche Blickweise auf die Umwelt zum Thema eines farbenfrohen Bilderbuches für die ganz kleinen Leserinnen und Leser.

Heupferd Mama macht sich mit ihrem Kind auf den Weg, um für das Abendessen einzukaufen. Während Mama nur ihr Ziel im Kopf hat, entdeckt das kleine Heupferdchen an jeder Ecke und Biegung etwas Neues. So zeigt es sich ganz fasziniert von der Sonne, die durch die Wolken scheint. An einer anderen Stelle finden sich Blätter, auf denen sich fantastisch balancieren lässt.