Alexander Steffensmeier u.a., Mein Bilderbuch-Geschichtenschatz. Lieselotte du andere kleine Helden
„Hermeline, die kleine Hexe, rauft sich die Haare. Was ist nur mit ihr los? Seit Tagen trottet sie nun schon griesgrämig durch ihr Häuschen und findet alles fad und flau! Ob das an dem langen Winter liegt?“
Vier lustige Bilderbuchgeschichten in einem großen Sammelband bieten eine fröhliche Unterhaltung mit der kleine Hexe Hermeline, Lieselotte der Kuh, Knuddelfant und Lenny sowie dem Schaf mit dem Zitronenohr.
„Die ganze Nacht habe ich überlegt, ob ich es wagen soll, diesen verödeten Todesstreifen zwischen mir und dem Zaun zu betreten, und selbst jetzt, nachdem ich mit Tüten zurückgekehrt bin, um die Beeren zu sammeln, kann ich mich immer noch nicht entscheiden.“ (S. 10)
„In Drago dämmert der Morgen. Drache Kunibert rollt in seinem Strohlager von einer Seite auf die andere und zurück. Dann fängt er wieder von vorne an. »HIIICKS!«, weht es durch die Höhle. Und: »BÖÖÖRGS!« Ab und zu auch »RÜÜÜLPS!« Kunibert muss aufpassen. Obwohl er nicht will, speit er nämlich Feuer.“ (S. 4)
„Und ich habe schon eine Idee, in welches Jahr wir reisen sollten: Der Parthenon mit der goldenen Göttin wurde im Jahr 438 vor Christus feierlich eröffnet. Damals muss es eine große Feier gegeben haben. Da könnten wir doch dabei sein!“ (S. 16)
„Bastian wurde sich bewusst, dass er die ganze Zeit schon auf das Buch starrte, das Herr Koreander vorher in Händen gehalten hatte und das nun auf dem Ledersessel lag. Er konnte einfach seine Augen nicht davon abwenden. Es war ihm, als ginge eine Art Magnetkraft davon aus, die ihn unwiderstehlich anzog.“ (S. 11)
„»Glaub mir, es gibt keinen Grund, dich auszulachen!«, tröstete Vamp. Gruseli nickte. Dabei wer er gar nicht so sicher, dass der Vampir wirklich recht hatte. Gruselda, Skeletto und die anderen Geisterkinder hatten sich doch über ihn lustig gemacht. Wegen der Höhenangst. Weil er sich im Dunkeln fürchtete und überhaupt, weil Gruseli gar nicht gerne spukte.“ (S. 4f)
„Mein Name ist Aren und meine Geschichte ist deine Geschichte ist unsere Geschichte. Sie ist der ewige Kampf des Guten gegen das Böse. Du kennst diesen Kampf, du hast ihn am eigenen Leib erfahren. Die hellen und dunklen Tage – das Glück, das dich tanzen lässt, und den Schmerz, der dich in die Knie zwingt. Der ewige Kampf kennt keine Ruhe.“ (S. 7)
„Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Karu. Gemeinsam mit mehreren Wölfen lebe ich im Wald deiner Heimat. / May I introduce myself? My Name is Karu. Together with other wolves I live in the woods of your country.“ (S. 6 / 6)
„Genug. Sie muss diesen Ort verlassen – verlassen und nie wiederkehren, denn das Wunder hinter dem Stein ist für jemand anderen bestimmt. Diese Geschichte ist nicht Winifreds Geschichte. Es ist die von Jane White. Dem Kind mit den Bernsteinaugen.“ (S. 13)
„Etwas duftete. Etwas duftete so gut, dass man es im ganzen Haus riechen konnte. Es duftete vom Keller bis zum Dachboden. Es duftete bis ins alte, schimmlige Puppenhaus dort oben. Und in diesem Puppenhaus lag in einem kleinen Bett der Kakerlak Karate.“ (S. 9)