Paolo Friz, Ein Weiser, ein Kaiser und viel Reis
„»Das ist wirklich sehr ungerecht. Ich will euch helfen.« Die halbe Nacht lag der Weise wach. Gegen Morgen fiel ihm ein, dass der Kaiser Brettspiele liebte. »Das ist es!«, sagte er zu seiner Nichte. »Wir werden ihm das spannendste und schönste Spiel schnitzen, das es je gegeben hat. Der Kaiser ist die wichtigste Figur im Spiel.«“
Der Erfindung des Schachspiel wird mit einer Legende verbunden, die sowohl als Gleichnis für die wichtige Bedeutung der einzelnen Teile steht als auch Anekdote für Gerechtigkeit und die Magie der Mathematik. Während die ursprüngliche Legende in Indien anzusiedeln ist, verlegt Paolo Friz die Geschichte in die chinesische Kaiserzeit.
„Gleich ist es dunkle Nacht im Wald, die müden Tiere schlafen bald. Die kleine Eule aber, ach, sie schlief am Tag – nun ist sie wach! Und plötzlich fliegt sie los, gib acht, wünscht allen Tieren: »Gute Nacht!«“
Ein Geburtstag steht vor der Tür und die Malerin Frau Hund malt ein Geburtstagsbild mit Torte. Für ihre Arbeit hat sie sich in die verschiedensten Kunstrichtungen und Kunststile eingelesen und sich mit die berühmtesten Maler und Gemälde der vergangenen Epochen auseinandergesetzt.
„»Schau mal, Elefant!«, ruft Zebra. »Ich habe eine Einladung vom König bekommen!« An das klügste und wunderschönste Tier der Savanne. Bitte sei heute Abend der Ehrengast bei meinem Festmahl. Von seiner Königlichen Hoheit Löwe.“ (4)
„Was ist eigentlich ein Samen? Ein Samen ist der Anfang eines neuen Pflanzenlebens. Ob riesiger Baum oder kleine Ringelblume – beide werden aus einem Samen geboren. In der harten Schale des Samens ruht der Keimling. Dort liegt er geschützt und schläft.“ (5)
„Wer hat schon einmal etwas vom rosaroten Zebra, vom violetten Koalabär und vom Leopardenhasen gehört? Diese drei lebten auf einer abgelegenen Insel, die noch nie ein Mensch betreten hatte.“ (8)
„»Der Postbote macht es richtig«, dachte Lieselotte. Auch sie hatte keine Lust, ihre freien Tage immer nur auf dem Bauernhof zu verbringen. Also packte Lieselotte ihre Tasche und machte sich auf den Weg zur Bushaltestelle.“
„»Wer hat meinen Honig geschleckt?«, brummt Mo. »Na gut, dann futter ich eben ein paar Kekse!«, beschließt er. Aber was ist das? Die Kekse sind weg! Statt dessen liegt ein kleiner Zwerg in der Dose und grinst.“
„Die kleine Schusselhexe war erst 99 Jahre alt. Darum war es auch nicht schlimm, dass sie manchmal die Hexensprüche verschusselte. So jungen Hexen durften das. Aber einmal hatte sie einen ganz schlimmen Tag. Da wollte überhaupt nichts klappen …“
„Oben am Waldrand steht ein Bienenstock. Tief drinnen, wo es ganz dunkel ist, lebt eine kleine Biene. Sie heißt Mela. Sie ist noch zu jung, um den summenden Bienenstock zu verlassen.“