Susanne Gurschler, Panorama der Schlacht am Bergisel

Manchmal kann ein einzelnes Gebäude, ein skurriler Mythos oder ein verrücktes Kunstwerk das Wesen eines Landes mit einem einzigen Wink vollkommen darstellen. Im Panorama von der Dritten Bergisel-Schlacht ist alles davon vorhanden.
Susanne Gurschler widmet sich mit journalistischer Eleganz diesem magischen Stück Leinwand, aufgespannt zwischen Provinzposse und Weltkulturerbe. Dabei gliedert sie die Story in sauber abgegrenzte Kapitel, die oft mit augenzwinkernden Überschriften versehen sind. "Die perfekte Illusion", "die Resonanz und die Pleite" (36), "Das Land schießt scharf, klare Fronten und die Winkelzüge der Politik" (143).


Manche Wörter lösen vortrefflich genau das aus, was sie bezeichnen. Zwang ist so ein Musterwort, fällt es, denkt sofort jeder nach, welcher Zwang gerade akut ist.
Kulturelle Botschaften gehen oft geheimnisvolle Wege. So lebt einer der besten Kenner des Nomaden-Volkes der Tuareg in Innsbruck. 

Lebewesen aus grauer Vorzeit rufen beim Betrachter oft Stauen hervor, sei es durch ihr ungewohntes Aussehen, sei es durch ihre mitunter gewaltigen Dimensionen, sei es aus Ehrfurcht vor der Vergänglichkeit allen Lebens.
Die Erstellung einer historischen Karte erfordert nicht nur geographische Kenntnisse, sondern vor allem ein umfassendes geschichtliches Hintergrundwissen. Am Beginn steht aber die schwierige Entscheidung, welche Schwerpunkte die Darstellung setzen soll, die dem Werk die entsprechende Note verleiht.
Ähnlich fremd wie das Universum im Großen erscheint uns die Welt im Kleinen, wenn wir z.B. Tiere oder Pflanzen durch ein Mikroskop betrachten.