Zack Loran Clark / Nick Eliopulos, Bund der Schattenläufer – Fuchsfeuer
„»Es war eine Zeit der Freundschaft, wo Menschen, Zwerge und Elfen sich gemeinsam für eine bessere Welt einsetzten. Doch dann kam der Tag, an dem sich alles änderte: Der Tag des Schreckens.« Wie auf ein Stichwort hin zog eine Wolke vor die Sonne. Zed bekam Gänsehaut, als ihr Schatten den Platz verdunkelte. »Monster – hungrige, übernatürliche Ungeheuer, die einst auf ihren eigenen grässlichen Weltenebenen gefangen waren …“ (S. 46)
In diesem Jahr erwarten der Halbelfe Zed und sein Freund Brock die Feierlichkeiten zur jährlichen Gildenzeremonie in Freestone mit besonderer Aufregungen. Mit der Wahl in eine der vier Gilden der Stadt werden die Weichen für die Zukunft der beiden Freunde gestellt. Während Brock, der aus einer traditionellen Händlerfamilie stammt, sicher mit einer Aufnahme in die Händlergilde rechnen kann, muss Zed darum bangen, überhaupt in einer Gilde Platz zu finden.
„Das findest du nicht normal? Dass ein Buch mit dir spricht? Dass es dich sehen kann? Aber klar doch: Ich kann dich sehen – ich sehe, wie du gerade ganz schön dumm aus der Wäsche guckst und die fragst, ob das überhaupt möglich ist.“ (S. 6)
„»Liebe Bewohnerinnen und Bewohner von Wiesenwald!«, rief er mit gerunzelter Stirn und seiner Lesebrille zwischen den Fingern. »Ich habe heute eine beunruhigende Nachricht für euch: Unsere Wiese ist in großer Gefahr!« »Was?« »Warum?« »Was hat er gesagt?« »Gefahr? Hab ich das richtig gehört?« (S. 24)
„Es war wie ein Albtraum – doch es passierte wirklich, selbst wenn es immer noch unvorstellbar war. Der Krieg hatte Europa erreicht. Wie ein gigantischer Waldbrand hatte er sich vom Nahen Osten aus von Land zu Land gefressen und die Weltmeere übersprungen – alle innerhalb weniger Stunden.“ (S. 9)
„Der Rauch von der Explosion folgte ihm die ganze Whitehall Street hinab. Während er so ging, wurde er Teil eines Trupps von Gespenstern. Das Ticken der Uhr spürte er ganz deutlich in der Hand. Er hätte sie Williamson geben sollen, hätte es tun müssen. Nur der Bombenbauer wusste genau, wann eine Bombe explodieren würde. Der Alarm war eingestellt gewesen, um ihn zu warnen.“ (S. 60)
„»Nein, ich habe ihn gesehen, und zwar vor meinem Sturz. Es war schrecklich. Er war schrecklich. Ein vollkommen verschrumpeltes Gesicht mit kohlschwarzen Augen. Ich glaube, es war der rote Priester persönlich oder sein Geist. Ich glaube es war Pryrates.« »Sollte das nicht jemand wissen? Eure Großeltern oder Binabik?« »Nein.« Morgan klang felsenfest überzeugt. »Nein, es wäre das Schlimmste, was passieren könnte. Das Allerschlimmste.«“ (S. 47)
„Kein lebender Sterblicher hatte je eine Spindel gesehen. Nur ein schwacher Nachhall war von ihnen geblieben und haftete erinnerten oder vergessenen Orten an, lebte in von Magie berührten Menschen fort und in Geschöpfen, die aus anderen Welten stammten. Seit einer Ewigkeit hatte keine Spindel mehr gebrannt, die letzte war seit tausend Jahren Geschichte. Die Übergänge waren verschlossen, die Pforte versperrt. Das Zeitalter der Übertritte gehörte der Vergangenheit an.“ (S. 7)
„Bechir greift sich ans Ohr. Er lässt sein Messer und sein Holzstück fallen. Kurz darauf zuckt Lina zusammen. Sogar Falk und die anderen Schüler. Zuletzt ich. Wie es sich anfühlt, als es meine Ohren erreicht … das kann ich kaum beschreiben. Dabei ist es nicht einmal laut, dieses Geräusch. Aber es kommt von überall. Von links und rechts. Von vorne und hinten. Es ist über uns, unter uns. In uns.“ (S. 25)
„»Wir Menschen haben die Königin-Hexe zurückgeschlagen und besiegt.« Er sprach zu sich selbst, so leise, dass ihn kein anderes Wesen, kein Vogel und kein Eichhörnchen hören konnte. »Wenn sie wirklich zurückgekehrt ist, werden sie diesmal Menschen wie ich vernichten.«“ (S. 69)
„Als Kind war ich sehr fasziniert von Bildern aller Art. Alles Gedruckte und Gemalte hat mich stark angezogen. Ein Bild zu betrachten bedeutete in das Bild hineinzusteigen. Die Umgebung ganz zu vergessen und richtig im Bild spazieren zu gehen. Was für ein Genuss!“