Sylvia V. Linsteadt, Das Wilde Volk
„Auch von der Zeit des Zusammenbruchs erzählten die Grünzwillinge, als die Stadt sich übernommen hatte und alles auseinanderfiel, damals, als Farallone von einer Seuche heimgesucht wurde und die Sternepriester eine riesige Mauer um die Stadt herum bauten, um sich zu schützen. Sie erzählten von der Geburtsstunde des Wilden Volkes, das die Schäden heilen sollte, das die unersättliche Stadt der Insel Farallone zugefügt hatte.“ (S. 14)
Durch die grenzenlose Gier der Stadtbewohner ist das labile Gleichgewicht zwischen Natur und Mensch gefährdet. Ein Mädchen vom Land und ein Junge aus der Stadt werden vom Wilden Volk auserwählt, um ihre bedrohte Welt zu retten.
„»Oh, eine Sternschnuppe!«, rief die Maus. Und dann flüsterte sie: »Ich wünsche mir, dass ich bald wieder mit meinem Freund spielen kann.« Die Maus und der Maulwurf waren gute Freunde. Letzten Sommer hatte er ihr verraten: »Wenn du eine Sternschnuppe findest, erfüllt sie dir einen Wunsch.«“
„Warum heißt der Löwe Löwe? / Weil er durch die Steppe löwt. Und warum heißt das Pferd Pferd. / Weil es lieber pferd.
„»Nimm das, elender Schurke!«, brüllte der riesenhafte Kerl und ließ das Schwert auf den Schild des anderen Ritters niedersausen. Doch sein Gegner, der wesentlich kleiner war, parierte den Hieb scheinbar mühelos. Er lachte sogar und rief: »Ist das alles, du Wurm? Wie schmeckt dir das?«“ (S. 9)
„Es waren einmal drei Ziegenböcke, die wurden die Böckchen-Bande genannt. Der Sommer stand vor der Tür und die Böckchen überlegten, wo sie Ferien machen wollen.“
„Irgendwo, ziemlich weit weg, gibt es ein kahles, aber schönes Land. Ein stilles Land, in dem man gut träumen kann. Träumen wie die steinalte Eule zum Beispiel. Seit fünf Tagen und Nächten schon saß sie träumen im dürren Baum. Oder wie Koko, der Bär mit der krummen Nase.“ (S. 9 – 11)
„Ich wohne in einem Volk. Ich mache Honig. Ich kann stechen. Ich bin eine …“
„»Ich bin in der Schule immer sehr fromm und habe mit Sicherheit ein großes Geschenk verdient«, sagt Beate zum Weihnachtsmann. »Ach ja?«, fragt dieser. »Ja. Denn immer, wenn ich eine Frage der Lehrerin beantworte, schlägt sie die Hände über dem Kopf zusammen und sagt ‚Mein Gott, mein Gott!‘«“ (S. 9)
„Zwanzig Zwerge machen Handstand, / zehn am Wandschrank, zehn am Sandstrand.“
„Zu dem Zeitpunkt, da diese Geschichte beginnt, war allerdings schon reichlich lange nichts Denkwürdiges mehr in Ham vorgefallen. Das behagte dem Bauern Giles von Grund auf: Er war einer von den Langsamen, ein Mensch mit ziemlich wohlgeregelten Gewohnheiten und vollauf mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt.“ (S. 39)