Jan Bajtlik, Ariadnes Faden. Götter – Sagen – Labyrinthe
„Wie funktioniert dieses Buch? 1. Finden den Weg durch das Labyrinth. Es führt immer nur ein Weg hinaus. 2. Mach dich mit der Welt der alten Griechen und mit ihren Sagen vertraut: Sie dir die Zeichnungen an, entdecke spannenden Einzelheiten und lies die Bildunterschriften.“ (S. 5)
Die Mythen und Sagen der alten Griechen und ihre Götterwelt haben bis heute nichts an ihrer magischen Faszination verloren. Sie werden immer wieder neu- und nacherzählt und finden auch im schulischen Unterricht einen wichtigen Stellenwert. „Aridanes Faden“ greift diese Neugier an den alten Erzählungen auf und führt in Form von Labyrinthen durch die griechische Welt und ihre Sagen und Mythen.
„»Tom!« Keine Antwort. »Tom!!« Wieder keine Antwort. »Wo steckt der Junge denn schon wieder? Tom!!!« Tante Polly schob ihre Brille auf die Nasenspitze und spähte über die Gläser hinweg. Eigentlich trug die alte Dame die Brille nicht, weil sie damit besser sehen konnte, sondern weil sie sie so elegant fand. » Warte nur, wenn ich dich erwische!«, sagte sie laut. Schwer atmend stocherte sie mit einem Besenstil unter dem Bett herum.“ (S. 5)
„»Tom!« Keine Antwort. »Wo steckt der Junge denn schon wieder?«, Tante Polly spähte über die Gläser ihrer Brille hinweg. Dann stocherte sie mit einem Besenstil unter dem Bett herum.“ (S. 5)
„Als so viel Zeit vergangen war, dass wir gelassen auf die Ereignisse zurückblicken konnten, sprachen wir bisweilen über die Umstände, die zu dem Unfall geführt hatten. Ich behauptete die Ewells seien an allem schuld gewesen; aber Jem, vier Jahre älter als ich, meinte, es habe schon früher begonnen … nämlich in jenem Sommer, als Dill zu uns kam …“ (S. 2)
„Zu dem Zeitpunkt, da diese Geschichte beginnt, war allerdings schon reichlich lange nichts Denkwürdiges mehr in Ham vorgefallen. Das behagte dem Bauern Giles von Grund auf: Er war einer von den Langsamen, ein Mensch mit ziemlich wohlgeregelten Gewohnheiten und vollauf mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt.“ (S. 39)
„Wir alle kennen mindestens eine Sage oder Legende aus unserem Kulturkreis. Manche dieser überlieferten Geschichten erzählen von vertrauten menschlichen Unzulänglichkeiten, andere wiederum erscheinen uns wild fantastisch, und einige mögen sogar ein bisschen gruselig sein.“ (S. 124)
„Eru war da, der in Arda Ilúvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprösslinge seiner Gedanken; und sie waren bei ihm, bevor irgendetwas andres erschaffen war. Und er sprach zu ihnen, sie Melodien lehrend, und sie sangen vor ihm, und er war froh.“ (S. 19)
„Ach, das waren Zeiten, als man mit dem richtigen Zauberspruch und einiger Bosheit einen Menschen etwa in einen Baum, einen Stein oder gar in ein Tier verwandeln konnte.“ (S. 2)
„Rotkäppchen trägt einen Korb mit Rotwein und mit Kuchen. »Gib acht vorm Wolf«, rät Mama ihr. Sie geht Großmutter besuchen. Der Wolf eilt vor zur Großmutter, hat einen Plan, hehe. Er scheucht sie aus dem Bett, sie soll sein Essen sein zum Tee!“
„Es lebte einmal ein alter Grundbesitzer in einem kleinen Dorf in Japan. Er wohnte ganz allein in einem großen Haus und besaß alles Land und jedes Haus im ganzen Tal. Er war so bösartig, dass Säuglinge bei seinem Anblick zu schreien begannen. Er war so geizig, dass er niemals badete, um Wasser zu sparen.“ (S. 7)