Karsten Brensing / Katrin Linke, Echt menschlich!
„Sicher hast du schon einmal gehört, dass wir von Affen abstammen. Doch stimmt das wirklich? Und wie kamen die auf die Erde? Woher kommt überhaupt alles Leben her und warum können wir Menschen so viel, was andere Tiere nicht können? Es sind die großen Fragen des Lebens die uns in diesem Buch beschäftigen. Und es soll darum gehen, wie wir Menschen in der komplizierten Welt von heute zurechtkommen.“ (S. 8)
Das Kindersachbuch „Echt menschlich!“ beschreibt die Geschichte des Lebens und des Menschen von den Anfängen bis in die Gegenwart und wirft am Ende sogar einen Blick in die Zukunft und die Möglichkeiten, die sich durch technische und wissenschaftliche Errungenschaften auftun.
„Zu der Zeit, da Harald Gilles Söhne in Norwegen herrschten, lebte in den Dörfern um den See Mjøsa eine Sippe, die von allen die »Steinfinnssöhne« genannt wurden. Ihnen gehörten achtzehn große Höfe, verteilt über die Kirchengemeinden der Gegend.“ (S. 7)
„Kinder werden nicht weise geboren, doch im Gegensatz zu den Unwissenden hören sie nicht auf, Fragen zu stellen – Fragen, die von den Erwachsenen oft ignoriert werden. Die Fragen der Kinder bleiben also unbeantwortet, dabei könnten sie die Antworten, die sich die Erwachsenen auf ihre eigenen Probleme gegeben haben, infrage stellen und so ihre Sicht der Welt verändern.“ (S. 20)
„Ich möchte beschreiben wie Mathe sich anfühlt. Sie fühlt sich nämlich ganz anders an, als viele es sich vorstellen. Ich werde die kreative Seite der Mathematik beschreiben, die phantasievolle, die forschende, die auf Erkenntniszuwachs aus ist; […]. Dies ist kein Mathe-Lehrbuch und auch kein Buch über die Geschichte der Mathematik. Es ist ein Buch über Mathe-Gefühle.“ (S. 10)
„Bis du auch schon einmal mitten in der Nacht aufgewacht, ohne zu wissen warum? Einst, und das ist noch gar nicht so lange her, ist das einem Mädchen passiert, Lina war ihr Name. Ihre Augen öffneten sich und sie sah sich um. Ein seltsames schimmerndes Licht ließ die Wände ihres Zimmers aufleuchten.“ (S. 5)
„Anders als viele Menschen, die denken besonders begabt zu sein, besaß Wittgenstein tatsächlich Genialität. Damit ist gemeint, dass er nicht Denkweisen von anderen einfach übernehmen konnte, sondern sein Eigenes in alle Dinge hineinlegen musste, die er tat. Er bildete selbst Muster – sei es in der Philosophie oder Architektur u.a. – anstatt nur die von anderen bereits gegebenen Muster weiterzuführen.“ (S. 12)
„Der alles sah, bis an die Enden der Erde, / Der alles erfuhr, alles kennenlernte, / Der alle Geheimnisse durchschaute, / Die Decke der Weisheit, die alles, die alles verhüllt. / Verwahrtes sah er, Verdecktes enthüllte er, / Von der Zeit vor der Sturmflut brachte er Kunde.“ (S. 5)
„Von den Inseln der Karibik bis zu den Bergen Japans, von den Schluchten Schottlands bis zu den Küsten Neuseelands – an jedem Ort und zu jeder Zeit begegnen wir außergewöhnlichen Frauen in den Mythen jeder einzelnen Kultur. Ob Hexe, Kriegerinnen, Göttinnen oder Königinnen – sie hinterlassen ihre Spuren in den Geschichten, die über sie erzählt werden. In diesem Buch findest du eine Auswahl dieser Sagen.“ (S. 5)
„Die Wikinger plünderten sich durch England, Schottland, Wales und Irland, verwüsteten Ortschaften und Klöster und versklavten ihre Bewohner. Sie wüteten in Frankreich und belagerten zweimal Paris. Sie attackierten die goldenen Städte im Süden Spaniens. Ihre Eroberungszüge führten sie bis nach Italien und ins ferne Nordafrika.“ (S. 13 f)
„Da begann ich mich zu fragen, ob hier nicht etwas grundlegend falsch lief in unserer Stadt. War das das die >Demokratie<, die immer so gelobt wurde, wenn mein Vater und seine Freunde sich so einfach durchsetzen konnten, weil sie gute Verbindungen hatten. Die Sozialhilfeempfänger hatten wenige Aussichten, sich gegen diese Entscheidung zu wehren, Ihre Stimme würde kaum wahrgenommen werden. Hatte mein Vater mehr Macht verdient als andere?“ (S. 21)