April Genevieve Tucholke, All the strangest things are true
„Angeblich ist man in dem Alter noch zu jung für die wahre Liebe, ich aber nicht. Ich liebte Poppy. Sie war das Mädchen von nebenan, das vom Fahrrad fiel und sich über die blutigen Knie kaputtlachte. Sie war die Heldin des Wohnviertels …“ (6)
Nachdem seine Mutter und sein Bruder die Familie verlassen haben, zieht der 16-jährige etwas schüchterne Midnight mit seinem Vater an den Rand eines kleinen Städtchens. Dort freundet er sich mit der rothaarigen, gleichaltrigen und geheimnisvollen Wink an, die mit ihren zahlreichen Geschwistern allein mit ihrer Mutter auf einer Farm lebt. Midnight muss aber immer wieder an seine erste große Liebe Poppy denken, die ihn wie ein Spielzeug zu kontrollieren weiß.
„Er steuert auf die Schule zu und kriegt nicht mit, dass ich praktisch vor ihm stehe. Ich könnte rufen, aber das mag er nicht. Das tun nur Mädels, die es nötig haben, sagt er – ständig nach ihren Freunden rufen. Es tut weh, dass er mich so sehr erfüllen kann und ich ihn so wenig.“
„Bosch hatte recht gehabt: Prinzessin Tyra war das bezauberndste Mädchen, das er je gesehen hatte. Nels erhob sich unwillkürlich, als hätte ihre Gegenwart ihn verhext und dazu gezwungen.“ (48)
„Zwei Jahre später, mit elf, entschied ich mich. Aber nicht so, wie meine Familie das gerne gehabt hätte. Ich will zu den Menschen und so leben wie sie, verkündete ich eines Morgens, nachdem wir uns den Tau aus dem Fell geschleckt hatten. Carag hat es in den Kopf geregnet, zog Mia mich auf und verpasste mir einen Hieb mit eingezogenen Krallen.“ (16)
„Aucapoma Huayana hat gesagt, dass die Cahokianer damals gemerkt haben, dass die Schöpfer sterblich sind. Sie hatten einfach nur mehr Wissen und Technologie als die Menschen. Sie hat gesagt, dass euer Geschlecht mit einer alten Schöpfer-Waffe gegen die Außerirdischen gekämpft hat.“ (66)
„Ich bin die kleine Blitzwerferin. Die Leute kennen meinen Namen, mein Gesicht und sie wissen, wozu ich im Stande bin. Ich bin wertvoll, ich bin stark, und Maven wird alles tun, um mich von einem Gegenschlag abzuhalten.“ (12)
„»Diese Steine bilden die Porta Litterae«, erklärte Glenn. »Sie sind der Eingang in die Welt der Geschichten.« »Aber …« Es wollte noch immer nicht in meinen Kopf, dass Will sich anscheinend von einer Sekunde zur nächsten in Luft aufgelöst hatte. »Er ist jetzt in seinem Buch«, sagte Betsy überheblich. (45)
„In der Schule haben wir einiges über die Welt vor unserer Zeit gelernt, über die Engel und Götter, die im Himmel lebten und mit gütiger, liebender Hand über die Welt herrschten. Manche behaupten, das seien nur Geschichten, aber das glaube ich nicht. Die Götter herrschen noch immer über uns. Sie sind von den Sternen herabgestiegen. Aber sie sind nicht mehr gütig.“ (21)
„»Du, Pink, da ist dein Stalker wieder!« »Das ist nicht mein Stalker!«, zischte sie. Aber Dewi hatte recht, dieser Junge stand wieder da. Sein Blick irrte über den Schulhof und landete immer wieder bei ihr. Er verhielt sich unauffällig, aber Pink war sich sicher: Er kam ihretwegen.“ (15)
„Die Welt ist voller Geheimnisse, okay? Wer hat die Erde erschaffen und die Tiere, und was passiert nach unserem Tod und dieser ganze Mist, aber das größte Geheimnis ist, warum wir tun, was wir tun.“ (35)