Suzanne Lang, Jim hat keinen Bock
„An einem rundum perfekten Nachmittag entdeckte Jim Panse an seinem Ast eine Einladung. »Du bist zu Stachelschweins Party eingeladen.« »Party?«, murmelte Jim. »Hmmm …«
Jims Nachbar und Freund der Gorilla Nick ist begeistert von der Idee und freut sich vor allem aufs Tanzen. Von dieser Vorstellung wiederum ist Jim entsetzt: er kann nicht tanzen. Alle Tiere im Dschungel sind entsetzt, weil Jim nicht tanzen kann.
„Das ist Boss. Es gibt nicht viele Dinge, die Boss mag. Eigentlich mag er nichts. Boss mag es nicht getätschelt zu werden. Er mag es nicht Gassi zu gehen. Er mag es nicht Bälle oder Stöckchen zu holen. Und ganz sicher mag er es nicht, neue Freundschaften zu schließen.“
„»Wer lesen kann, dem eröffnen sich Welten.« Ferdinand hob sein Schwert wie ein Ausrufezeichen in die Höhe. »Wer liest, ist nie allein. Und er kann wunderbare, katzenstarke Abenteuer erleben« Peppers Tasthaare zitterten vor Aufregung. »Was für Abenteuer meinst du?«, wollte Becky wissen. »Das musst du schon selbst herausfinden«“ (S. 97)
„Falls alles so verläuft, wie ich es geplant habe, wird heute in einer Woche, am 30. August des Jahres 2020, die Welt für einen winzigen Moment den Atem anhalten. Es werden auf verschiedenen Kontinenten und doch ganz eng verbunden, Dinge geschehen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Nur wer sie genauer betrachtet, wird erkennen, dass sie in Wahrheit zu ein und derselben Geschichte gehören.“ (S. 5)
„Der Junge schob einen Gemüseberg auf seinem Teller herum. Er war kein gewöhnlicher Junge. Er war ein König. King Eddi I. Es gab noch keinen King Eddi II. oder III., aber in Eddis kleinem Königreich fand jeder seinen Namen toll. Darum rechneten alle fest damit, dass in Zukunft viele weitere Könige »Eddi« heißen würden.“ (S. 9)
„Karl Heinz, der hübscheste der Hirsche, trägt im Geweih die schönste … Kirsche.“
„»Ist das ihr Ernst, Miss …? Entschuldigung, ich habe ihren Namen nicht richtig verstanden.« »Ich habe mich auch nicht vorgestellt«, gab das Mädchen zurück. »Also – in der Wand hinter ihnen ist ein Tresor. Sie haben sechzig Sekunden, um ihn zu öffnen, Mr …« Sie warf einen Blick auf das silberne Schild auf dem Schreibtisch. »Mr Horace Appleby. Ha, jetzt kenne ich Ihren Namen! Wer lesen kann, ist immer im Vorteil. Sechzig Sekunden, Horace, ab … jetzt!«“ (S. 19)
„»Mit dem Chip wird Mr. Bobs die Kontrolle über die Saugroboter übernehmen. Und mit dieser Armee, die alles aufsaugt, was sich ihr in den Weg stellt, kann mich keiner mehr stoppen. Ich werde die Weltherrschaft erlangen und abwechselnd im Weißen Haus, im Buckingham Palace und im Kreml wohnen.«“ (S. 121)
„Nafraím ließ sich auf den Stuhl fallen. Er starrte den grünen Sprössling an und wusste ganz genau, dass er seinen eigenen Tod sah. Er hatte sich immer vorgestellt, das Ende von allem käme wie ein Raubtier. Wie eine gewaltige Tobsucht, uralt mit Zähnen und Klauen. Es schien widersinnig, dass es seine Ankunft als junges zartes Pflänzchen ankündigte.“ (S. 11)
Die Erinnerungsliteratur nimmt die Menschen als Zwischenwirt, um mit ihm ungeahnte Visionen über die Kindheit zu entwickeln. Eine besondere Form dabei ist die zitierte Jugendliteratur, worin jemand im Stile seiner Kindheit seine Träume aus dem Erwachsenenleben erzählt in der Hoffnung, dass es auch die Kids von heute interessieren wird.