Lesepanorama

Wie "geschlechtergerecht" kann Sprache sein? – Teil 3

andreas.markt-huter - 30.07.2026

gendervielfalt Während die einen die deutsche Sprache in Gefahr sehen, aus ideologischen Gründen durch das Gendern ihre Leichtigkeit und Verständlichkeit zu verlieren, sind andere davon überzeugt, dass mit einer „gendergerechten Sprache“ die Wirklichkeit verändert und die realen Lebensverhältnisse von Frauen in einer „männlich dominierten Welt“ verbessert werden können.

Dazwischen steht der Rat für deutsche Rechtschreibung, an dem sich die Regierungen der deutschsprachigen Länder als maßgebende Instanz für die deutsche Rechtschreibung zu orientieren verpflichtet haben. Was steckt hinter dem zum Teil vehement und verbissen geführten Streit um das Gendern, der weit über einen sprachwissenschaftlichen Diskurs hinausgeht und eine gesellschaftspolitische Dimension angenommen hat.

Wie "geschlechtergerecht" kann Sprache sein? – Teil 2

andreas.markt-huter - 23.07.2026

gendervielfalt Während die einen die deutsche Sprache in Gefahr sehen, aus ideologischen Gründen durch das Gendern ihre Leichtigkeit und Verständlichkeit zu verlieren, sind andere davon überzeugt, dass mit einer „gendergerechten Sprache“ die Wirklichkeit verändert und die realen Lebensverhältnisse von Frauen in einer „männlich dominierten Welt“ verbessert werden können.

Dazwischen steht der Rat für deutsche Rechtschreibung, an dem sich die Regierungen der deutschsprachigen Länder als maßgebende Instanz für die deutsche Rechtschreibung verpflichtend orientieren. Was steckt hinter dem zum Teil vehement und verbissen geführten Streit um das Gendern, der weit über einen sprachwissenschaftlichen Diskurs hinausgeht und eine gesellschaftspolitische Dimension angenommen hat?

Lesen und Schreibenlernen in einer zunehmend digitalen Welt

Andreas Markt-Huter - 21.07.2026

Lernen mit digitalen MedienDie Digitalisierung hat sich in den letzten Jahrzehnten über alle Bereiche der Bildung und des Lernens ausgebreitet und damit auch die Kulturtechniken Lesen und Schreiben spürbar verändert. Lesen und Schreiben haben sich speziell bei den jüngeren Generationen zunehmend in den digitalen Raum verlagert, während die Lesekompetenz laut Studien fortlaufend im Sinken begriffen ist.

Erkenntnisse der Kognitions- und Neurowissenschaft weisen darauf hin, dass die Erlernung von Lesen und Schreiben sowohl sprachliche als auch kognitive und sensorische Entwicklungsprozesse fördert. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Handschrift als wichtige Kulturtechnik für die kognitive Entwicklung und das Sprachverständnis. Dies widerspricht so manchen Forderungen, die auf das Erlernen der Handschrift in der Grundschule aufgrund der digitalen Medien wenig Wert legen.

Wie "geschlechtergerecht" kann Sprache sein? – Teil 1

andreas.markt-huter - 16.07.2026

gendervielfaltWährend die einen die deutsche Sprache in Gefahr sehen, aus ideologischen Gründen durch das Gendern ihre „Leichtigkeit und Verständlichkeit“ zu verlieren, sind andere davon überzeugt, dass mit einer „gendergerechten Sprache“ die Wirklichkeit verändert und die realen Lebensverhältnisse von Frauen in einer „männlich dominierten Welt“ verbessert werden können.

Dazwischen steht der Rat für deutsche Rechtschreibung, an dem sich die Regierungen der deutschsprachigen Länder als maßgebende Instanz für die deutsche Rechtschreibung verpflichtend orientieren. Was steckt hinter dem zum Teil vehement und verbissen geführten Streit um das Gendern, der weit über einen sprachwissenschaftlichen Diskurs hinausgeht und eine gesellschaftspolitische Dimension angenommen hat?

650 Jahre Österreichische Nationalbibliothek

andreas.markt-huter - 14.07.2026

Die Österreichische Nationalbibliothek feierte m Jahr 2025  ihren 650. Geburtstag und gilt damit zu den ältesten Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen Österreichs. Auch wenn kein Gründungsjahr für die Büchersammlung der heutigen Nationalbibliothek bekannt ist, wird der Beginn der Bibliothek mit dem Jahr 1368 angesetzt, das Jahr in dem das Evangeliar von Troppau Herzog Albrechts III. verfasst worden war. Aufbewahrt wurde das Buch gemeinsam mit einigen anderen Objekten in der Schatzkammer des Herzogs.

Die Nationalbibliothek ist in der Neuen Burg am Heldenplatz in Wien untergebracht. Der Zugang zur historischen Sammlung und zur Verwaltung erfolgt über den nahegelegenen Josefsplatz. Daneben gibt es Abteilungen in anderen Teilen der Hofburg sowie im Palais Mollard-Clary in der Herrengasse. Der Schwerpunkt der Österreichische Nationalbibliothek, mit ihren ungefähr fünf Millionen Druckwerken und insgesamt mehr 11 Millionen Einzelobjekten, liegt heute vor allem im Bereich der Geisteswissenschaften.

450 Jahre Geschichte zum Miterleben in österreichische Zeitungen

Andreas Markt-Huter - 02.05.2026

ANNODie Österreichische Nationalbibliothek bietet auch digital eine große Fülle an historischen Quellen vom Bildarchiv mit ca. 400.000 Objekten, AKON mit über 75.000 historische Ansichtskarten, 600.000 Bänden an historischen Buchbeständen, dem historischen Archiv für Recht- und Gesetzestexte ALEX bis hin zu ANNO mit ca. 27 Mio. Seiten aus historischen Zeitungen und Zeitschriften.

Um ein wenig neugierig auf die digitalen Zeitungen von ANNO zu machen, sollen exemplarisch Artikel im Zeitraum von 450 Jahren, wenn möglich rund um den 2. Mai, vorgestellt werden, in denen vom Hofleben, von Kriegsereignissen, vom Transportwesen, Kulturleben, von Schiffsunglücken, Entdeckungen, Maifeiern und Mafiamorden berichtet wird.

Droht dem Österreichischen Buchklub das Aus?

Andreas Markt-Huter - 23.04.2026

Aufruf des Österreichischen BuchklubsDem Österreichischen Buchklub der Jugend droht als größte Lesefördereinrichtung in Österreich das finanzielle aus. Dem Buchklub, der jedes Jahr zwischen 300.000 und 400.000 Kinder und Jugendliche vor allem im schulischen Bereich erreicht, fehlen auf Grund steigender Kosten und einer schwierigen Finanzierung des Direktvertriebs jährlich rund 300.000 Euro. Ohne zusätzliche staatliche Förderung muss die Non-Profit-Organisation ihre Arbeit einstellen.

Am heutigen Welttag des Buches ruft der Buchklub zur Kunstaktion „Laut für das Lesen“ um 11 Uhr am Wiener Ballhausplatz auf, um auf die schwierige finanzielle Situation aufmerksam zu machen. Unterstützt wird die Einrichtung dabei von der IG AutorInnen und dem Österreichischen Schriftsteller/innenverband.

Prosodische Leseförderung: Teil 2 – Studie zum Lesen und Leseverstehen mit Sprechgruppen

Andreas Markt-Huter - 25.03.2026

schüler beim lesenIn der Grundschule umfassen Förderprogramme zum Leseverstehen meist Übungen zur Leseflüssigkeit, zum Dekodieren, zur Lesegeschwindigkeit, Automatisieren, zu Lesestrategien und zur Verbesserung der Lesemotivation. Mit diesen Übungen gelingt es jedoch nicht, die Lesekompetenz aller Schüler auf ein erforderliches Niveau zu heben. 

Für Schüler in der Sekundarstufe 1 sind gezielte Übungen zur Leseflüssigkeit nicht mehr vorgesehen. Das Lesen in Sprechgruppen kann als Instrument zum sinnerfassenden Lesen nicht nur für literarische Texte im Deutschunterricht, sondern auch Sachtexte eingesetzt werden und das Textverständnis fördern.

Prosodische Leseförderung: Teil 1 – theoretische Grundlagen

Andreas Markt-Huter - 18.03.2026

schulklasse liestIn der überaus lesenswerten Dissertation „Lernpotenziale prosodischer Leseförderung“ stellt die Autorin Inga Rottinghaus-Höfer den überaus interessanten Aspekt der Bedeutung prosodischer Kompetenzen, die alle Kinder für die Rezeption und Produktion aus der mündlichen Sprache bereits mitbringen, für die Leseförderung in den Mittelpunkt. Diese Fähigkeiten gezielt zu nutzen und zu fördern, um das Leseverstehen bei Schülern zu verbessern, war Ziel der Arbeit. Mithilfe passender Übungen zum Lesen in „Sprechgruppen“ wurde dazu anhand einer Interventionsstudie mit zwei Testgruppen untersucht, inwieweit die Übungen das Leseverstehen beeinflussen bzw. verbessern können.

Zu den prosodischen Kompetenzen gehören Lautstärke, Betonung, Pausen, Sprechtempo, Sprechrhythmus und Sprechgruppen. Diese rhythmischen, melodischen und akzentuierenden Aspekte der Sprache beeinflussen sowohl das Sprachverständnis als auch die soziale Interaktion. Für den Lese-Unterricht bleiben die bereits vorhandenen Fähigkeiten der Kinder aus der gesprochenen Sprache didaktisch meist ungenutzt. Rottinghaus-Höfer verwendet nun das Konzept der „Sprechgruppe“ als Grundlage für eine konkrete prosodische Förderung, mit dem Ziel das Leseverstehen zu verbessern.