Lesepanorama

Lesen im Alltag: In den Straßen von Innsbruck

andreas.markt-huter - 28.10.2005

Egal ob wir zu unserem Vergnügen lesen oder nicht, eines scheint gewiss: Ganz ohne Lesen haben wir es schwer, uns in einer Welt zurecht zu finden, die vor lauter Informationen nahezu überzuquellen scheint.

Wer sich in einer Stadt wie Innsbruck daranmacht, einen kleinen Spaziergang zu unternehmen, dem fallen die unzähligen Schriftzüge und Texte, von denen wir umgeben sind, meist gar nicht mehr auf. Alle wollen etwas mitteilen, uns informieren.

Nachgelesen - ANNO dazumal: Der 21. Oktober 1905

andreas.markt-huter - 19.10.2005

Was bewegte die Menschen in Tirol vor genau 100 Jahren oder besser gesagt: Was konnten sie in ihren Tageszeitungen am 21. Oktober 1905 lesen. Mit Hilfe des virtuellen Zeitungslesesaals der Österreichischen Nationalbibliothek "ANNO" kann online in historischen österreichischen Zeitungen und Zeitschriften geblättert und gelesen werden.

Speziell für den Tiroler Raum kann bei den Tageszeitungen vorerst nur auf die  "Innsbrucker Nachrichten" zurückgegriffen werden. Diese stehen dafür aber bereits für die Jahre 1854 - 1916 digitalisiert zur Verfügung und reichen damit mehr als 150 Jahre in die Tiroler Vergangenheit zurück. Wir haben dieses Angebot genützt, um eine kleine Zeitreise zu unternehmen: nämlich um genau 100 Jahre, zum 21. Oktober 1905.

Ausstellung: Musen an die Front

andreas.markt-huter - 08.06.2005

Mit den Grausamkeiten und Gräueln des Krieges verroht der Mensch in seinem  Denken und Urteilen, was sich in der Sprache niederschlägt. Markige Kriegssprüche wie Serbien muss sterbien!, Jeder Schuss ein Russ! oder Jeder Franzos ein Stoß! sind nur die geläufigsten Beispiele dafür, wie sich die Gewalt des Krieges in der Sprache wieder findet. Die Ausstellung des Adalbert-Stifter-Vereins "Musen an die Front" zeigt im speziellen den bewussten oder unbewussten Anteil der Literatur und Kunst am 1. Weltkrieg. Zu sehen ist die Ausstellung bis 30. Juni 2005, von Montag bis Freitag jeweils von 8-18 Uhr, im 1. Stock der Theologischen Fakultät, Karl-Rahner-Platz 1, Innsbruck.

Bereits der griechische Historiker Thukydides weist in seiner Schilderung des Peloponnesischen Krieges darauf hin, wie sehr sich der Krieg auf das Denken und Urteil der Menschen auswirkt: Denn im Frieden und Wohlstand ist die Denkart der Menschen und der ganzen Völker besser, weil keine aufgezwungenen Notwendigkeiten sie bedrängen; aber der Krieg, der das leichte Leben des Alltags aufhebt, ist ein gewalttätiger Lehrer und stimmt die Leidenschaften der Menge nach dem Augenblick.?

Tiroler Märchen und Sagen von Gestern und Heute

andreas.markt-huter - 20.05.2005

Kennen Sie die Geschichte rund um das „Kasermannl“, den Berggeist der in den Tiroler Bergen sein Unwesen treibt? Oder kennen Sie die Geschichte über den „versunkenen Erler See“? Wenn nicht, werden sie bestimmt im Internet auf „Sagen.at“ fündig.

Die größte Sagensammlung im Internet, die es im deutschen Sprachraum gibt, kommt aus Tirol. Wolfgang Morscher, Mitarbeiter im Zentralen Informationsdienst der Universität Innsbruck, arbeitet seit Jahren an einer umfassenden Sammlung an Sagen und hat bislang knapp 13.000 Sagen und Märchen aus den verschiedensten Regionen Europas auf der Internet-Site „Sagen.at“ veröffentlicht. Wolfgang Morscher geht es bei der Textsammlung auf „Sagen.at“ um die wortgetreue und kommentarlose Wiedergabe von Erzähltexten, die aus wissenschaftlichen Gründen gesammelt und dokumentiert werden.

Unheimliche Geschichten aus Tirol

andreas.markt-huter - 15.11.2004

Die Zeiten, als man sich in langen Herbst- und Winternächten am warmen Ofen gegenseitig Sagen und Märchen erzählte, sind schon lange vorbei. Aber gerade Tirol war besonders reich an unheimlichen und fantastischen Geschichten.  Und viele davon wären bereits in Vergessenheit geraten, wenn nicht fleißige Sammlerinnen und Sammler alter Geschichten diese niedergeschrieben hätten.

Mehr als 16.000 Sagen und Märchen aus älterer und neuerer Zeit wurden bisher im Internet unter Sagen.at veröffentlicht und allgemein zugänglich gemacht. Neben Sagen und Märchen aus aller Welt liegt der Schwerpunkt aber auf Erzählungen aus Österreich und hier wiederum kommen die meisten Sagen aus Tirol.