Anna Rottensteiner, Lithops. Lebende Steine
Um mit der Vergangenheit zurechtzukommen, lässt eine Gesellschaft oft die Geschichte in Stein meißeln oder aus dem Stein wichtige Figuren als Denkmäler heraushauen. Lithops hingegen sind Pflanzen, die wie Stein ausschauen, aber lebendig sind. Eine ideale Metapher für das Wuchern von Geschichte.
Anna Rottensteiner erzählt in ihrem Roman „Lithops“ von der Verwachsenheit Südtirols in der jüngeren europäischen Geschichte. Zu diesem Zweck treffen die Römerin Dora und der Südtiroler Bauernbub Franz in explosiven Situationen öfters aufeinander. Dabei ist die Geschichte schon vorbei, die beiden sitzen zwischendurch an einer finnischen Küste fest und wissen nicht, wie sie mit sich weitermachen sollen.
„Diese Quellensammlung ist dem Prinzip der Multiperspektivität verpflichtet. So kommen etwa dort, wo der Widerhall der Revolution in Deutschland behandelt wird, sowohl Revolutionsbefürworter als auch Revolutionsgegner zu Wort. Die Quellensammlung enthält – neben einigen illustrativen Quellen für die häusliche bzw. ergänzende Lektüre der Schüler – ganz überwiegend Quellen, die als Arbeitsmaterial zentraler Gegenstand im Unterricht sein sollen.“ (11)
„Geschichtsunterricht soll helfen, hostorische Kompetenzen zu entwickeln und zur Performance zu bringen. Er ist dann „gut“, wenn er die Entwicklung historischer Kompetenzen ermöglicht. Neben der Kompetenzdebatte müsste somit eigentlich eine Diskussion über guten Geschichtsunterricht, dessen Bedingungen und Ausdrucksformen geführt werden.“ (5)
Spätestens seit der Geschichte mit dem tragbaren Loch von Paulchen Panther wissen wir, dass ein Loch in der Wand immer Ungemach bedeutet.
Wenn sich etwas spielen lässt, gilt es als bewältigt, sagt man in der Psychoanalyse.
Wer die Heimat verliert, tauscht dafür zwei Fremden ein. - Nicht nur das neue Leben wird fremd, auch das bisherige verabschiedet sich von einem.
Während Tarzan wie selbstverständlich zur Liane greift, um von einem Hot-Spot des Dschungels zum nächsten zu schwingen, greift ein Autor zum essayistischen Erlebnisbericht, wenn er sich durch den Dschungel einer Stadt zu schwingen hat.
Wenn die allgemeine Literatur schon Maßstäbe für etwas Groteskes, Verrücktes und Schizophrenes zu setzen imstande ist, so lautet die Steigerung all dessen wahrscheinlich nordkoreanische Literatur.
Das bäuerliche Volksstück funktioniert in der Hauptsache als Karikatur und Groteske, obwohl es an manchen Bühnen im Glauben an die Renaissance des Genres durch Felix Mitterer immer noch ernst aufgeführt wird.
Manche Orte können es sich nicht aussuchen, ob sie von der Geschichte beglückt oder heimgesucht werden.