Barbara Aschenwald, Omka
Was für ein Rätsel! Omka. Eine Zauberformel, ein verloren gegangenes Märchen, eine Figur?
Barbara Aschenwald verführt mit diesem seltsamen Titel und zwingt den Leser geradezu hinein ins Buch, wo sich gleich das nächste Rätsel auftut. Am See wird eine bewusstlose Frau gefunden, und als man sie genug reanimiert hat, sagt sie nur Omka.
Damit du deine Muttersprache verstehst, brauchst du eine andere Sprache, die dich dabei beobachtet. Kann diese Glücksmethode aus der Welt der Sprache auch für die Liebe gelten?
Es gibt Romane, die sind aus einem unerfindlichen Grund öfter vergriffen als zugänglich, obwohl sie die erzählten Meilensteine eines gewissen Landstücks sind. Andererseits fordert diese Vergriffenheit die Leser heraus, die aktuelle Ausgabe neu zu lesen und zu würdigen.
Die biographischen Tücken liegen bei Alltagsheldinnen meist unter einer glatt gestrichenen Oberfläche verborgen, es bedarf nur einer kleinen Erschütterung, und schon bricht alles auf.
Manche Lebensformen sind so überzeugend, dass sie in jeder Generation neu erarbeitet und erzählerisch aufgetischt werden müssen. Eine dieser edlen Überlebensphilosophien ist der Oblomowismus, worin der Held mehr oder weniger im Bett liegend das Leben bewerkstelligt und zu Ende bringt.
Jede Idylle birgt immer auch das Grauen in sich. – Dieser dramaturgischen Grunderkenntnis huldigt Gustav Ernst mit seiner Familien-Groteske „Grundlsee“.
Große Kulturen entwickeln auch immer eine eigene politische Kultur. Italien ist einerseits eine sehr junge Demokratie, andererseits eine sehr dynamische, oft ins Extrem gehende.
Das so fröhlich klingende Genre Hypo-Roman ist natürlich eine ernsthafte Sache. Nach der griechischen Vokabel „hypo“ für „unten, darunter“ ist der Hypo-Roman eine Darstellung, die in die Tiefe geht und Phänomene der Oberfläche im Untergrund weiter verfolgt. Zwischen 2013 und 2014 werden in Tirol zehn Hypo-Romane erscheinen.
Bibliothekare sind bekannt dafür, dass sie in verschiedenen Realitäten gleichzeitig leben können. Gleichzeitig gilt ihr Leben oft als so unaufgeregt, dass sich kaum daraus eine Story machen lässt.
Am Rande einer Gesellschaft gibt es oft nur noch schwarz und weiß, so dass man sich in der literarischen Darstellung am besten mit klaren Formen wie dem Western oder dem Marshal-Krimi helfen kann.