Roswitha Ladner, Hörgeräte - kein Indiz für „dumm“
Vorurteile sind nicht nur schmerzhaft ungerecht, sie sind meist auch ausgesprochen falsch. So gilt etwa in manchen Landstrichen die Brille als Zeichen für hohe Intelligenz der Trägerin, während ein sichtbares Hörgerät immer wieder die Aura von „dumm“ suggeriert.
Roswitha Ladner, seit einer unbehandelten Mittelohrentzündung in der Kindheit selbst mit Hörgeräten konfrontiert, erzählt von den Erfahrungen einer Anwenderin, die sich an die Richtlinien des Hörgerätegebrauchs hält.
„Insgesamt soll es – wie durch das bereits geschriebene angedeutet – vor allem um das historische Bewusstsein in der Antike und seine Entwicklung besonders in römischer Zeit gehen.“ (40)
Von Zeit zu Zeit sollte man als neugierig gebliebener Leser Texte von geschätzten Autoren mit etwas Meta-Stoff hinterlegen. Solche Bücher über Bücher sind durchaus unterhaltsam, fordern die Intelligenz heraus und stellen ein Instrumentarium zur Verfügung, das so etwas wie „lege artis“ in der Medizin entspricht.
„Die Menschen lieben Listen. In der Buchwelt bilden sie ein eigenes Genre: Die besten Bücher des Jahrhunderts; 100 Bücher, die man gelesen haben muss, bevor man stirbt; und so weiter. Auch dieses Buch gehört dazu, es ist eine Liste von wunderbaren Werken, die dem Leser Vergleiche mit und Verbindungen zu anderen Kulturen und Zeiten aufzeigt.“ (8)
Was wie ein Urologen-Befund klingt, ist in der Literatur eine Äußerung der mehrsprachigen Autorin Yoko Tawada. „Es kann für mehrsprachige Dichterinnen und Dichter ein Vorteil sein, wenn die Wände in ihrem Gehirn 'nicht ganz dicht' sind. Durch die undichte Wand sickert der Klang einer Sprache in eine andere hinein.“ (27)
„Sie haben bestimmt schon mal gehört, wie ein Politiker sagte: »Wir müssen jetzt alle den Gürtel enger schnallen!« - Und natürlich verstanden sie sofort, dass »Sparmaßnahmen« anstehen. Doch irgendein Verdacht sagte Ihnen, dass wahrscheinlich diese Maßnahmen nicht den Politiker betreffen würde, sondern uns, die Bürger.“ (9)
„Schon seit den vor etwa 40.000 Jahren entstandenen ersten Felsgravuren erstellte der Mensch Karten, um sich in seiner räumlichen Umgebung einzuordnen. Somit geht es neben der Orientierung immer auch um die Existenz selbst.“ (7)
„Manche Elemente der ägyptischen Kunst blieben Jahrhunderte lang unverändert, während die Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs von fieberhaftem künstlerischem Schaffen und Innovationen geprägt waren. Dieser Bildband nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Geschichte der Malerei, von ihren Anfängen bis zur Gegenwart.“ (8)
„Dieses Buch ist der Versuch einer Annäherung an die zahllosen Kulturen, die der Mensch auf allen Kulturen hervorgebracht hat, seit Hominiden – die Vorläufer des heutigen modernen Menschen – vor Millionen von Jahren in Afrika den aufrechten Gang und den Einsatz der Greifhand entwickelt haben.“ (12)
In der Geschichte gibt es meist einen Mainstream, aus dem dann Sackgassen abbiegen und im puren Vergessen enden. Nach jeder Friedenskonferenz gibt es Sieger und politische Gebilde, die sprichwörtlich von der Landkarte verschwinden. Wo gehen all diese Staaten hin, die oft mit großer Hingabe gegründet worden sind?