Ingrid Hintz, Das Lesetagebuch
„Obwohl die Lesefähigkeit und –bereitschaft von Schülerinnen und Schülern in jeder Altersstufe entfaltungs- und ausbaufähig seien, sehe es eher so aus, als ob der Deutschunterricht vielen die Lust am Lesen austreibe, anstatt ihnen Freude an Literatur zu vermitteln. Oft scheine geradezu das Gegenteil dessen bewirkt zu werden, was eigentlich erreicht werden solle …“ (1)
Ingrid Hintz geht in ihrer Arbeit der Frage nach, wie literarisches Lesen im Unterricht abgehalten werden kann, ohne zusätzliche Lesebarrieren aufzubauen, anstatt Leselust und Lesemotivation zu fördern. Dabei zeigt sie anhand konkreter Erfahrungen und Beispiele, wie beim Lesen in der Schule mit Hilfe von Lesetagebüchern auf die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden kann. Gleichzeitig kann es mit einem geeigneten Unterricht gelingen, die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen zu unterstützen und neue Leseerfahrungen zu eröffnen.
Heißt es nun sich von einer Krankheit oder Niederlage „auffangen“, „erfangen“ oder schlicht nur „fangen“. Das grenzüberschreitende Projekt „Variantengrammatik des Standarddeutschen“ gibt Antworten darauf und auf Vieles mehr und zeigt auf, wo und welche Unterschiede in der Grammatik der deutschen Standardsprache in den verschiedenen Regionen des deutschen Sprachraums zu finden sind.
„Der vorliegende Band bietet auf der Grundlage des aktuellen Forschungsstandes eine historische und systematische Aspekte verbindende Einführung in einen Teilbereich der Literatur, der per se keineswegs ein »Lernfeld« des Deutschunterrichts darstellt. Kinder- und Jugendbücher sind zunächst einmal Gegenstände der Freizeitliteratur.“ (13f)
Sprachliche Fähigkeiten sind in der Schule eine wesentliche Grundvoraussetzung für den schulischen Erfolg. Diese Fähigkeiten entwickeln Kinder vom ersten Lebensjahr an, wobei es zu den wichtigsten Aufgaben des Kindergartens gehört, die unterschiedliche sprachliche Förderung in den Familien auszugleichen. Bilderbücher können dabei wichtige Anregungen zur sprachlichen Förderung bieten.
Im Mai 2018 wurde nach den Jahren 2000 und 2009 der bereits dritte Erhebungs-Zyklus der PISA-Studie mit dem Schwerpunkt „Lesen“durchgeführt. Bereits ein Jahr zuvor sind die Testaufgaben und der Untersuchungsablauf in einem Feldtest erprobt worden. Insgesamt werden sich 75 Länder mit Schülerinnen und Schüler aus allen Schulsparten an der Studie beteiligen.
Bildungsstudien wie PISA und PIRLS haben den Blick auf das, was Kindern in der Schule im Bereich Lesen vermittelt werden soll, entscheidend beeinflusst und verändert. Dabei setzt sich auch in Österreich das anglikanische Literacy-Konzept, das den kognitiven Prozess der Informationsaufnahme aus Texten in den Mittelpunkt ihres Verständnisses von Lesekompetenz stellt, immer mehr durch. Reicht es für den Leseunterricht aus, dass Kinder lernen, Texte zu verstehen und ihnen wesentlichen Sachinformationen entnehmen zu können?
Zwischen 20. April und 26. Mai hat in Österreich in diesem Jahr der Feldtest zu PISA 2018 stattgefunden, wo an ungefähr 45 Schulen ca. 2.000 SchülerInnen des Jahrgangs 2001 getestet werden. Beim Haupttest der PISA-Studie, der im Frühjahr 2018 stattfinden wird, stehen für die ca. 6.800 österreichischen Schülerinnen und Schüler Fragen im Mittelpunkt, mit deren Hilfe ihre Kompetenzen und die Qualität des österreichischen Bildungssystems gemessen werden sollen.
Der Österreichische Rahmenleseplan, kurz ÖRLP, ist ein überinstitutioneller Vernetzungs- und Entwicklungsplan, welcher Ziele und Wege einer adäquaten Leseförderung sämtlicher Altersklassen und Bildungsschichten in Österreich aufzeigt.