Leseförderung an der Volksschule Innerweerberg: Projekt Büchertaschen
Jedes Kind besitzt eine Büchertasche. Das Bild darauf hat es selber gestaltet. Darin befindet sich eines seiner Bücher. Außerdem befindet sich ein kleines Büchergästebuch darin.
Jeden Donnerstag darf sich jedes Kind eine Büchertasche ausleihen. Es wird genau dokumentiert, welches Kind wessen Tasche gerade hat.
„»Schule ist toll!«, findet Anton. Immer ist was anderes los. Einmal ist Probe-Alarm, einmal ist Wandertag, einmal dürfen sie Bäume pflanzen. Echt spannend! Unterricht gibt es natürlich auch.“ (S. 6)
Mit der zunehmenden Konsolidierung des Staates in der Zeit des aufgeklärten Absolutismus trat die schulische Bildung in Lesen, Schreiben und Rechnen immer stärker in den Fokus der politischen Ziele. Neue pädagogische Methoden und Organisationen der Bildung bewirkten eine rasche Alphabetisierung breiter Teile der Bevölkerung.
Bildung ist ein wesentlicher Teil der menschlichen Entwicklung und in modernen Gesellschaften spielen Literatur und verbindende kulturelle Gemeinsamkeiten eine wichtige Rolle sowohl für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, als auch für die Ausbildung gemeinsamer Werte und den sozialen Zusammenhalt in einer Gesellschaft.
Zu Beginn der Neuzeit erfuhr Schreiben und Lesen von verschiedenen Seiten nachhaltige Impulse. Neben dem wachsenden Interesse an antiken Schriften in der Renaissance, der raschen Verbreitung von Schriften durch den Buchdruck, leitete die Reformation einen bis dahin unbekannten Motivationsschub ein, breiten Teilen der Bevölkerung Lesen und Schreiben zu lehren.
Sinnvoll verwendet, können Apps zum Lesen, Erzählen, Entdecken, Rätseln, Spielen und Zuhören bei der Sprach- und Leseförderung gute Dienste erweisen und den Kindern helfen, sich mit der Welt der Wörter vertraut zu machen.
„Übersichtliche Leseeinheiten, farbige Sprechsilben sowie kurze Zeilen ermöglichen schnelle Lese-Erfolge und motivieren zum Weiterlesen. Die vielen Illustrationen bieten Lesepausen und unterstützen gleichzeitig das Textverständnis. Rätsel im Buch regen Gespräche über das Gelesene an.“ (S. 4)
Lesen war im Altertum einer Minderheit vorbehalten. Ohne staatlich organisierten Schul- und Leseunterricht hing die Beherrschung der Lesetechnik davon ab, ob jemand das Lesen aufgrund einer Funktion oder Stellung im Staat, in der Wirtschaft oder Gesellschaft beherrschen sollte und ob sich jemand den Aufwand des Lesenlernens finanziell und zeitlich leisten konnte. Lesen galt somit als Spezialwissen.
Bei uns fließt Leseförderung auf vielfältigste Weise spielerisch in den Alltag mit ein. So haben wir in Atelier, Rollenspielraum und Bauraum je eine gemütliche Ecke mit Sofa eingerichtet, in der den Kindern unter Anderem raumspezifische Bücher zum Vorlesen oder zur freien Ansicht angeboten werden.
In unserer Einrichtung hat das Lesen und Vorlesen - der generelle Kontakt mit Buchstaben, Wörtern und natürlich auch Büchern, - einen hohen Stellenwert.