Peter Pohl, Meine Freundin Mia
Das Leben der elfjährigen Lena Johansson ist voll von Kummer und Sorgen. Nicht nur, dass sie ihren Vater nicht kennt, muss sie sich auch um ihren kleinen Bruder und den Haushalt kümmern, während ihrer alkoholsüchtigen Mutter das Leben völlig aus den Händen gleitet.
Lenas Leben ist vollständig von der Alkoholabhängigkeit ihrer Mutter gezeichnet, die sich hinter ihrer Wohnungstür, wie hinter einer Festung verschanzt und nichts mehr fürchtet, als unerwarteten Besuch. Da kann es schon mal zum Problem werden, wenn sie ihren Haustürschlüssel vergisst.
„Die Götterwelt bei den Griechen und Römern ist eine ganz eigene Welt. Und doch scheint uns manches vertraut. Die Gottheiten sehen fast alle aus wie Menschen. Aber sie sehen nicht nur so aus, sondern verhalten sich auch so.“ (5)
„Jeder, der sich in den Wald hineinwagt, entflieht ihm schnell wieder, meist vor Schreck und mit einer Gänsehaut am ganzen Leib. Denn dieser Wald ist wie kein anderer. Tief verborgen liegt ein magisches Portal.“ (9)
„Um zu verstehen, was ihre Anhänger glauben, muss man wissen, welcher Lehre sie folgen, warum wem welches Ritual und Symbol wichtig ist, was das Leben von Hindus, Buddhisten, Juden, Christen und Muslimen bestimmt.“ (7)
„Mich begann es unter dem Fell zu kribbeln. Am Abend dieses Tages wussten wir, dass die Vorahnungen uns nicht getäuscht hatten. Connies Püppchen war aus dem Museum verschwunden.“ (59)
„Warum zieht es dich überhaupt in so eine verdammte Stadt?“ „Ich möchte gerne eine Städterin werden.“ Im gleichen Moment bedauerte sie ihre unüberlegte Antwort. Wie konnte sie einem fremden Jungen von ihren geheimen Gedanken erzählen.“ (22f)
„Zwischen hier und Amerika liegt ein Meer. Wie kommen wir hin?“ „Wir sind Schafe!“, mahnte Sally. „Man rühmt uns als große Denker. Als denken wir jetzt alle nach. Denkt nach!“ (13f)
„Seit es Menschen gibt, haben sie versucht, die erstaunlichen Dinge, die sie ringsum beobachten, zu verstehen, und sich gefragt: Was sind das für Dinge? Warum bewegen und verändern sie sich auf diese Weise? Waren sie schon immer da?“ (39)
„Unsere Lebensalter sind die der Pflanze: wir gehen auf, wachsen, blühen, blühen ab und sterben“, schrieb einst der deutsche Philosoph und Dichter Johann Gottfried von Herder.
„Wenn wir eine Liste von unheimlichen, widerspenstigen, unberechenbaren Gegenständen erstellen müssten, würden Spiegel an erster Stelle stehen.“