Helen Vreeswijk, Chatroom-Falle

Was für die Einen unverständliches Neudeutsch ist, gehört für Andere bereits zur alltäglichen sozialen Wirklichkeit: der Chatroom. Dass die Kommunikation mit Menschen, die man nur aus dem virtuellen Chatroom kennt, auch Gefahren bergen kann, vermittelt Helen Vreeswijk in ihrem Jugendroman Chatroom-Falle überaus eindringlich.
Irgendwo in der niederländischen Provinz werden zwei Mädchen gefunden, die kaum ansprechbar sind. In einem Rückblick erfahren die Leser, was bisher passiert ist. Die beiden 15-jährigen Freundinnen Floor und Marcia stecken aus unterschiedlichen Gründen in persönlichen Schwierigkeiten. Während sich Floor nicht für besonders attraktiv hält, gerät das Familienleben bei Marcia zunehmend aus dem Ruder.




Momentan überwschwemmt eine Fülle von Piratenbüchern den Buchmarkt. Wir haben in der Bibliothek der HS Fieberbrunn einige davon für unsere Bücherei gekauft, unter anderem auch diesen Titel. Ich habe dieses besondere Buch gelesen, weil ich in starken Frauengestalten wichtige Vorbilder für unsere Schülerinnen sehe.

So, in den ersten Seiten lässt sich der Roman ja wie eine dieser bigotten irischen Idyllen an, die als sattgrüner Dotter auf unseren Glücksvorstellungen liegen, aber als gelernte Irlandillusionisten wissen wir sofort, das geht wie immer bei irischen Romanen ganz anders aus.