John Matthews, Die Legende von König Arthur und den Rittern der Tafelrunde
„Die Geschichte von Merlin soll am Anfang dieses Buches stehen, in welchem ich meine Geschichte von König Arthur erzähle und jene Episoden wiedergebe, die Meister Malory aus verschiedenen Gründen nicht in sein großes Werk aufnehmen konnte, das die ganze Welt als Le Morte D’Arthur kennt. Damit entsteht ein neues Buch über König Arthur und seine Ritter, das im Gedächtnis von Männern und Frauen von edlem und freundlichem Geist weiterleben möge, bis die Weltzeitkarte wieder eingerollt wird.“
Die Legenden rund um König Arthur und seine Ritter der Tafelrunde zählen wohl zu den bekanntesten Erzählungen aus dem englischen Sprachraum und dienten zahlreichen Sachbüchern, Romanen und Filmen als Inspiration und Thema. John Matthews bietet in seiner umfangreichen Sammlung von bekannter und weniger bekannter Legenden einen neuen und aufregenden Blick auf die Welt des sagenhaften englischen Königs und seiner heldenhaften Ritter.
„Der Zug, in dem er jetzt saß, war der letzte. Er würde ihn ans Ziel seiner Reise in Österreich bringen, während draußen bereits die Nacht aufgezogen war und die Landschaft in verwaschene Schatten hüllte. Und in den Händen hielt er eine kostbare Erinnerung an Dad. Tim schloss das Buch, um noch einmal den Einband näher zu betrachten. »Die Zauberflöte« stand in goldenen Lettern auf dem Deckel. Sonst nichts weiter. Aber damit war auch alles gesagt. Es war der Titel des großen Meisterwerkes, das Wolfgang Amadeus Mozart im Jahre 1791 komponiert hatte. Seine letzte Oper.“ (S. 6 f)
„Heute ist der Tag, an dem ich sterben werde. Mein Mörder liegt hier vor mir, nur durch hölzerne Gitterstäbe von mir getrennt. Mein Mörder ist ein Tier. Ein Smilo, eine der wilden Kreaturen, die außerhalb der Mauern der Stadt in den Wäldern leben. Mein Mörder schläft. Das erste Sonnenlicht, das durch die Gitterstäbe fällt, malt helle Streifen auf sein geflecktes Fell. (S. 5)
„Aviell. Sie ist für mich mehr als lediglich ein Geschwisterteil. Mehr als nur die Zweitgeborene, die als erste Frau den Thron erbt und in ferner Zukunft Fürstin des Reichs der Wahrheit sein wird. Sie ist der andere Teil meiner Seele. Die Fürsten und Äbte nennen es die Erbsünde. Für mich ist es einfach der Lauf der Dinge. Mein Schicksal als Erstgeborene.“ (S. 12)
„Peanut Jones nahm den letzten Textmarker und schob ihn vorsichtig in die maßgeschneiderte Schlaufe ihres neuen, erstklassigen Patronengurts. Er passte perfekt, genau wie die Pinsel, das Stück Zeichenkohle, der Fasermaler, die Filzstifte, die schwarz-weißen Tintenfässchen, die Stempel, die Sprühdose und der kleine Tuschkasten. Der Gurt war vollständig geladen und einsatzbereit.“ (S. 7)
Ich bin ein Zeitreisender mit einer besonderen Fähigkeit: Ich kann die Zukunft vorhersagen. Na ja, eigentlich kann ich es jetzt gerade nicht mehr. Aber der Reihe nach: Wie es dazu kam, ist eine ziemlich verrückte Geschichte. Eigentlich völlig unglaublich. Auch du wirst es nicht glauben. Deswegen habe ich bisher auch niemandem davon erzählt.“ (S. 5)
„Der Drache kauerte verängstigt am Boden. Einer seiner Flügel war nach unten verdreht. Verzweifelt fauchend versuchte er, mit den Flügeln zu schlagen. Doch er schien verletzt zu sein, den jetzt war sein Aufschrei noch lauter. »Ist schon gut Kleiner. Ich tue dir nichts«, sagte Rowan zu ihm. Drachen gab es also wirklich!“ (S. 35)
„Eine Passantin entdecket ein kleines Mädchen, das auf dem eisigen Betonboden einer Gasse hockte und mit dem Deckel einer Katzenfutterdose spielte. Als sie endlich ins Krankenhaus gebracht wurde, war sie blau gefroren. Sie war ein hutzeliges Dingelchen, zu dünn, mager wie ein Stöckchen. Sie kannte ein einziges Wort, ihren Namen: Wren.“ (S. 11)
„»Dort.« Der Schatten deutete in die Nacht. Seine Stimme klang so freundlich, als wollte sie nicht zu der finsteren Gestalt passen. »Das Buch liegt verborgen in einer Wohnung. In einem Zimmer von einem Jungen, der Geschichten erzählt. In einem Haus, das von steinernen Gesichtern geziert wird.« Die Alben hoben ihre Köpfe und schnüffelten, als könnten sie die Tinte auf den Seiten in der Luft wittern.“ (S. 8 f)
„Alle mal herhören! Ähm … Dann das Ganze gleich noch mal. ALLE MAL HERHÖREN!!! Dies ist ein absolut einmaliges EINSCHLAFBUCH! ECHT! Spätestens auf der letzten Seite seid ihr allen eingeschlafen. TIEF und FEST. Also fertig machen zum EINSCHLAFEN!“