Jakob Wegelius, Sally Jones - Mord ohne Leiche
„Ich werde die Wahrheit aufschreiben. Die Wahrheit über den Mord an Alphonse Morro. Damit alle erfahren, was wirklich passiert ist. Und vielleicht wird das Schreiben mir helfen, mich von meinen Albträumen zu befreien.“ (33)
Sally Jones erzählt ihre unglaubliche Geschichte die von Mord, Betrug und Verrat aber auch von Freundschaft und Liebe, von Vertrauen und Treue und von einer Reise, die um die halbe Welt führt, handelt. Aber das außergewöhnlichste an der Geschichte ist wohl Sally Jones selbst, bei der es sich um eine Gorilladame handelt, die das Lesen, Schreiben, Schachspielen und vieles mehr beherrscht und außerdem Akkordeons reparieren und als Maschinistin auf Schiffen arbeiten kann.
„»Du, Pink, da ist dein Stalker wieder!« »Das ist nicht mein Stalker!«, zischte sie. Aber Dewi hatte recht, dieser Junge stand wieder da. Sein Blick irrte über den Schulhof und landete immer wieder bei ihr. Er verhielt sich unauffällig, aber Pink war sich sicher: Er kam ihretwegen.“ (15)
„Ich heiße Ella. Ich gehe immer nur in die zweite Klasse, aber das macht nichts, weil wir einen sehr netten Lehrer haben und eine unheimlich nette Klasse sind. Oder jedenfalls waren wir’s. In letzter Zeit ist es nämlich ein bisschen weniger nett bei uns.“ (5)
„Seit die ersten Menschen vor 2,5 Millionen Jahren erschienen, ist viel passiert. Die Menschen lebten Tausende von Jahren als Jäger und Sammler, die ihre Zeit mit der Suche nach Essen und dem Schutz vor wilden Tieren verbrachten.“ (6)
„Eine kleine Pfote drehte an den Rädchen eines riesigen Teleskops. Ein winziges graues Fellknäuel spähte durch das eiserne Rohr voller gläserner Linsen. Nun war das Bild des Sternenhimmels ganz klar. »Unglaublich!«, murmelte die kleine Maus.“
„Digby marschierte auf die Sprechstundenhilfe zu. »Guten Tag. Meine Freundin und ich wollen Sex haben und möchten uns bei Dr. Schell über Verhütungsmethoden informieren.« Ich wäre fast gestorben. Der Blick der Sprechstundenhilfe erinnerte mich an den meiner Oma, als sie ihren Nachbarn einen Schmutzfink genannt hatte, weil er in ihre Hortensien gepinkelt hatte.“ (40)
„»Elder?« »Ja?« »Wenn du ein junges Glühwürmchen wärst und … und …« Ihre Stimme wurde immer schwächer. »Und was?«, fragte Elder. »Und du wüsstest gern, wie es außerhalb vom Glühwürmchental aussieht …« Das war’s. Sie hatte es ausgesprochen. Sie wollte wissen, wie es hinter dem Tal aussah. Doch das ging gegen sämtliche Regeln des Glühwürmchenvolkes.“ (18)
„Das ist Räuber Grapsch, der sich nie wäscht und kämmt. Unglaublich, was alles in seinem Bart hängt! Grapsch ist zwar gutmütig, aber nicht besonders schlau. Dafür ist er stark. Er haust in einer Höhle tief im Wald, die voller Fledermäuse hängt.“
„Die Kreatur malte mit ihren ölgetränkten Fingern etwas auf die Straße. Es war das Bild einer Fledermaus. Mit ausgebreiteten Flügeln, genau wie das Symbol auf Batmans Brust. Das Monster blickte Robin an. Es zeigte auf das Fledermausbild und dann auf sich. »Batman? Bist du das?«, fragte Robin.“ (101f)
„»Es kümmert mich nicht, was sie in mir sehen, Edwards. Ich werde Ihnen jetzt einen Vorschlag unterbreiten.« Ich pausierte. »Nun, keinen Vorschlag, denn eine Wahl haben Sie nicht. Sie lassen das Mädchen frei und geben den Jungen in meine Obhut. Er wird fortan mein Lehrling sein.“ (24)