Leseförderung an Berufsschulen: Herausforderungen und Möglichkeiten
Die Leseförderung an Berufsschulen hat sich in den letzten Jahren von einer rein sprachlichen Aufgabe zu einem integralen Bestandteil der beruflichen Handlungsfähigkeit entwickelt. Auch im Lehrplan für Berufsschulen findet sich die Entwicklung berücksichtigt, dass moderne Berufsbilder z.B. durch Digitalisierung oder komplexe Normen eine immer ausgeprägtere Lesekompetenz erfordern.
Dabei steht die Leseförderung an Berufsschulen vor der paradoxen Situation, dass die Texte durch die Fachsprache komplexer werden, während die Lesezeit und -motivation oft sinken. Aber auch der Schulalltag bietet in diesem Zusammenhang spezifische Herausforderungen, die auf verschiedenen Ebenen zu finden sind.
Die Universität Graz hat im Projekt „Differenzierter Leseunterricht“ zwischen 2012-2014 Lesefördermaterialien erarbeitet, die helfen sollen die Lesefähigkeit (Language and Reading Skills – LARS) gezielt für unterschiedlicher Leistungsgruppen im Rahmen des schulischen Unterrichts zu fördern.
Ein wichtiger Teil des Deutschunterrichts besteht darin, sich schriftlich korrekt ausdrücken zu lernen. Dazu ist es wichtig, die Struktur und Funktion von Sprache zu verstehen und die Rechtschreibung zu beherrschen. Wesentlich dazu gehörte es, Satzzeichen und im speziellen Beistriche richtig zu setzen, was vielen Schülerinnen und Schülern mitunter Schwierigkeiten bereitet.
Nach der Pensionierung der langjährigen bewährten Leiterin der Servicestelle für Lesepädagogik, Genoveva Kahr-Graf, wurde die Stelle Anfang März mit Sonja Unterpertinger nachbesetzt. In enger Zusammenarbeit mit den Schulen soll die Servicestelle dazu beitragen, die Lesekompetenz und die Lesefreude der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Der Österreichische Rahmenleseplan, kurz ÖRLP, ist ein überinstitutioneller Vernetzungs- und Entwicklungsplan, welcher Ziele und Wege einer adäquaten Leseförderung sämtlicher Altersklassen und Bildungsschichten in Österreich aufzeigt.
Auch wer nichts über Bibliotheken weiß, hat Bilder von ihnen. Bibliothekarinnen lesen gern, kennen alle Bücher, sind super bezahlt und mögen Menschen. Super bezahlt?
„Die Publikation richtet sich an Deutschlehrende aller Schularten in Österreich, die in ihrem Unterricht die Vielfalt des deutschsprachigen Raums und die Besonderheiten der deutschen Sprache in Österreich vertiefend thematisieren möchten.“ (3)