Lesekompetenz

Droht dem Österreichischen Buchklub das Aus?

Andreas Markt-Huter - 23.04.2026

Aufruf des Österreichischen BuchklubsDem Österreichischen Buchklub der Jugend droht als größte Lesefördereinrichtung in Österreich das finanzielle aus. Dem Buchklub, der jedes Jahr zwischen 300.000 und 400.000 Kinder und Jugendliche vor allem im schulischen Bereich erreicht, fehlen auf Grund steigender Kosten und einer schwierigen Finanzierung des Direktvertriebs jährlich rund 300.000 Euro. Ohne zusätzliche staatliche Förderung muss die Non-Profit-Organisation ihre Arbeit einstellen.

Am heutigen Welttag des Buches ruft der Buchklub zur Kunstaktion „Laut für das Lesen“ um 11 Uhr am Wiener Ballhausplatz auf, um auf die schwierige finanzielle Situation aufmerksam zu machen. Unterstützt wird die Einrichtung dabei von der IG AutorInnen und dem Österreichischen Schriftsteller/innenverband.

Leseförderung an Schulen durch Lesepatenschaft

Andreas Markt-Huter - 17.04.2026

Lesepatin liest kindern vorDas Bundesministerium für Bildung setzt mit der Initiative „Lesepatenschaften“ ein bundesweites Zeichen der Leseförderung an Schulen. Mit der Aktion sollen systematisch ehrenamtliche Lesepatenschaften ins Leben gerufen und gefördert werden. Dabei soll durch eine zweckmäßige Fortbildung, die pädagogische Qualität der Lesepatenschaft gesichert sein.

Bereits jetzt besuchen ehrenamtliche Lesepatinnen und Lesepaten regelmäßig Schulen, um mit den Kindern zu lesen, die Lesekompetenz und Freude am Lesen zu stärken und ihnen einen neuen Zugang zu Büchern zu eröffnen.

Die Schulentwicklungsplattform IQES

Andreas Markt-Huter - 31.03.2026

kinder beim lesenWer sich auf die Suche nach Materialien zur Sprach- und Leseförderung begibt, wird auf der Seite des Bundesministerium für Bildung auf die Schulentwicklungsplattform IQES online verwiesen. „Methodenkoffer, Videos, Fachartikel und Praxistipps unterstützen sowohl die Lesediagnostik als auch die Gestaltung von Lernumgebungen.“

Grund genug die Evaluations- und Schulentwicklungsplattform IQES, das Akronym steht für „Instrumente für die Qualitätsentwicklung und Selbstevaluation an Schulen“, näher vorzustellen. Mit ihrem Sitz in Winterthur in der Schweiz arbeitet die Einrichtung mit zahlreichen Bildungs- und Leseförderexperten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Die Angebote sind darauf ausgerichtet, Schulen bei der Entwicklung eines eigenen Leseförderkonzepts zu unterstützen und die Lesekompetenz der Schüler nachhaltig zu steigern.

Prosodische Leseförderung: Teil 2 – Studie zum Lesen und Leseverstehen mit Sprechgruppen

Andreas Markt-Huter - 25.03.2026

schüler beim lesenIn der Grundschule umfassen Förderprogramme zum Leseverstehen meist Übungen zur Leseflüssigkeit, zum Dekodieren, zur Lesegeschwindigkeit, Automatisieren, zu Lesestrategien und zur Verbesserung der Lesemotivation. Mit diesen Übungen gelingt es jedoch nicht, die Lesekompetenz aller Schüler auf ein erforderliches Niveau zu heben. 

Für Schüler in der Sekundarstufe 1 sind gezielte Übungen zur Leseflüssigkeit nicht mehr vorgesehen. Das Lesen in Sprechgruppen kann als Instrument zum sinnerfassenden Lesen nicht nur für literarische Texte im Deutschunterricht, sondern auch Sachtexte eingesetzt werden und das Textverständnis fördern.

Prosodische Leseförderung: Teil 1 – theoretische Grundlagen

Andreas Markt-Huter - 18.03.2026

schulklasse liestIn der überaus lesenswerten Dissertation „Lernpotenziale prosodischer Leseförderung“ stellt die Autorin Inga Rottinghaus-Höfer den überaus interessanten Aspekt der Bedeutung prosodischer Kompetenzen, die alle Kinder für die Rezeption und Produktion aus der mündlichen Sprache bereits mitbringen, für die Leseförderung in den Mittelpunkt. Diese Fähigkeiten gezielt zu nutzen und zu fördern, um das Leseverstehen bei Schülern zu verbessern, war Ziel der Arbeit. Mithilfe passender Übungen zum Lesen in „Sprechgruppen“ wurde dazu anhand einer Interventionsstudie mit zwei Testgruppen untersucht, inwieweit die Übungen das Leseverstehen beeinflussen bzw. verbessern können.

Zu den prosodischen Kompetenzen gehören Lautstärke, Betonung, Pausen, Sprechtempo, Sprechrhythmus und Sprechgruppen. Diese rhythmischen, melodischen und akzentuierenden Aspekte der Sprache beeinflussen sowohl das Sprachverständnis als auch die soziale Interaktion. Für den Lese-Unterricht bleiben die bereits vorhandenen Fähigkeiten der Kinder aus der gesprochenen Sprache didaktisch meist ungenutzt. Rottinghaus-Höfer verwendet nun das Konzept der „Sprechgruppe“ als Grundlage für eine konkrete prosodische Förderung, mit dem Ziel das Leseverstehen zu verbessern.

Inga Rottinghaus-Höfer, Lernpotenziale prosodischer Leseförderung

Andreas Markt-Huter - 16.03.2026

Inga Rottinghaus-Höfer, Lernpotenziale prosodischer LeseförderungErfolgreich Lesende verfügen über die Fertigkeit, Wörter akkurat und automatisiert in angemessener Geschwindigkeit zu dekodieren. Diese Fertigkeiten werden unter dem Begriff „Leseflüssigkeit“ zusammengefasst. Auch wenn sie notwendig sind, um ein sicheres Leseverstehen zu entwickeln, so sind sie nicht ausreichend. Trotzdem konzentriert sich die schulische Förderung von Leseflüssigkeit bisher hauptsächlich auf diese Aspekte. Das Potenzial prosodischer Kompetenzen bleibt dagegen didaktisch ungenutzt …“ (S. 13)

Die wissenschaftliche Arbeit „Lernpotenziale prosodischer Leseförderung“ geht der Frage nach, inwiefern sich die Förderung der richtigen Betonung beim Lesen auf das Verständnis des Gelesenen auswirkt und damit eine sinnvolle Erweiterung der traditionellen Leserförderung im schulischen Unterricht darstellen kann.

Leseförderung an Berufsschulen: Herausforderungen und Möglichkeiten

Andreas Markt-Huter - 09.02.2026

Mechatroniker beim LesenDie Leseförderung an Berufsschulen hat sich in den letzten Jahren von einer rein sprachlichen Aufgabe zu einem integralen Bestandteil der beruflichen Handlungsfähigkeit entwickelt. Auch im Lehrplan für Berufsschulen findet sich die Entwicklung berücksichtigt, dass moderne Berufsbilder z.B. durch Digitalisierung oder komplexe Normen eine immer ausgeprägtere Lesekompetenz erfordern.

Dabei steht die Leseförderung an Berufsschulen vor der paradoxen Situation, dass die Texte durch die Fachsprache komplexer werden, während die Lesezeit und -motivation oft sinken. Aber auch der Schulalltag bietet in diesem Zusammenhang spezifische Herausforderungen, die auf verschiedenen Ebenen zu finden sind.

Kathrin Lena Orso, Die gestohlene Geisterstunde

Andreas Markt-Huter - 01.01.2026

Kathrin Lena Orso, Die gestohlene Geisterstunde„Max ist ein Gespenst, Er wohnt auf Burg Flackerstein. Tagsüber schläft er. Nachts ist er hellwach. Vor allem, wenn die Turmuhr zwölf Mal schlägt. Dann ist Geisterstunde! Im letzten Jahr hat Max viel gelernt: Wie man durch Wände fliegt. Wie man schaurig „Buhuu!“ ruft. Und wie man im Dunkeln leuchtet.“ (S. 8 f)

Als sich die großen Gespenster für einige Tage zu einem Gruseltreffen aufmachen schlägt für Max und seine beiden Freunde Lu und Husch die große Stunde. Die kleinen Burggespenster haben schon viel geübt und dürfen nun endlich einmal ganz allein in der Burg herumspuken.

Kai Aline Hula, Milo Monster und der große Schreck

Andreas Markt-Huter - 09.12.2025

Kai Aline Hula, Milo Monster und der große Schreck„Ich heiße Milo Monster. Ich bin ein berühmter Detektiv. Manchmal muss ich besonders rätselhafte Fälle lösen. Einmal hatte ich gerade eine verschwundene Schnecke wiedergefunden. Zur Belohnung machte ich ein paar Tage Urlaub. Ich legte mich im Garten in meine Hängematte und sonnte meine Stacheln. Der springende Schreck saß auch in der Hängematte. Er gehörte meinem besten Freund Junus und war sehr verfressen.“ (S. 11)

Milo Monster hat den springenden Schreck schon sehr ins Herz geschlossen, auch wenn er ständig aufpassen musste, der dieser ihm nicht alles wegfrisst. Zu seiner Lieblingsspeise zählen getrocknete Würmer und geröstete Maden. Doch an diesem Tag benimmt sich der Schreck auffallend merkwürdig. Er frisst nichts und sitzt nur auf Milos Bauchbeutel herum. Milo beschließt der Sache auf den Grund zu gehen.

Axel Scheffler, Tierisch gute Märchen

Andreas Markt-Huter - 18.11.2025

Axel Scheffler, Tierisch gute Märchen„Eines Tages sprach Mutter Schwein zu ihren drei Kindern: »Ihr seid jetzt groß genug, um für euch selbst zu sorgen. Geht in die Welt hinaus und versucht euer Glück!« Das erste Schweinchen zog los und traf einen Mann. Die trug einen Ballen Stroh. Das Schweinchen sagte höflich: »Lieber Mann, gib mir bitte dein Stroh, damit ich mir ein Haus bauen kann.« Das tat der Mann und das Schweinchen baute sein Haus. Dam kam der böse Wolf und klopfte an die Tür …“ (S. 6 f)

Die bekannten Märchen „Die drei kleinen Schweinchen und der böse Wolf“, „Hase und Igel“, „Der gestiefelte Kater“ und „Die drei Wünsche“ werden in einfacher Sprache für Leseanfänger nacherzählt und vom bekannten Illustrator Axel Scheffler bildlich untermalt. Dazu gibt es spezielle Unterrichtsmaterialien mit Kopiervorlagen und Lösungsvorschlägen.