lesetagebuchLesetagebücher bieten beim Lesen von Kinder- und Jugendliteratur im Unterricht zahlreiche didaktische Möglichkeiten, um Kinder gezielt mit Literatur vertraut zu machen und ihnen in der persönlichen Auseinandersetzung mit einem Buch, die unterschiedliche Aspekte literarischen Schreibens praktisch näher zu bringen.

Die Lesepädagogin Ingeborg Hintz setzt sich in ihrem Sachbuch „Das Lesetagebuch: intensiv lesen, produktiv schreiben, frei arbeiten“ grundsätzlich mit dem Konzept „Lesetagebuch“ auseinander. Ihre Untersuchungsergebnisse, die sich am praktischen Unterricht orientieren, zeigen, wie breit gefächert die didaktischen Möglichkeiten von Lesetagebüchern im Unterricht sind.

lesendes kindLesen kann heute nicht mehr als selbstverständlicher Teil der privaten Freizeitgestaltung betrachtet werden. Das Internet, PC-Spiele, Fernsehen u.a. sind zu einer übermächtigen Konkurrenz für das Lesen geworden. Hier lassen sich Erfolgs- und Glücksmomenten spielerisch und mit weit weniger Mühe als beim Lesen erleben.

Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Kinder aus lesefernen Elternhäusern kommen, in denen oft keine Lesesozialisation mehr stattfindet, bleibt das private Lesen oft auf ein Minimum beschränkt.

einfach_lesen_titelWährend manche Jugendliche Bücher richtiggehend „fressen“, gehen andere bereits in Abwehrhaltung, wenn sie ein Buch schon sehen. Viel hängt mit der Lesekompetenz der einzelnen Leserinnen und Leser zusammen, die mit zunehmendem Alter immer mehr Probleme bereitet. „Einfach-Lesen-Bücher“ versuchen den Spagat zwischen altersgerechten Themen und weniger entwickelten Lesefähigkeiten zu überwinden.

Kompetente Leserinnen und Leser lesen gerne und viel und finden dazu auch die passende altersgerechte Literatur, wobei mit zunehmendem Alter sowohl inhaltlich als auch sprachlich immer anspruchsvollere Bücher im Angebot der Verlage zu finden sind. Schwieriger ist die Lage für weniger kompetente Jugendliche, die zwar an denselben Themen Geschmack finden würden, deren Lesefähigkeiten jedoch nicht ausreichend entwickelt sind, um Bücher für ihre Altersstufe auch mit Lust und Freude bewältigen zu können.

maik philipp, habdbuch schriftspracherwerb„Es gibt diverse Problemlagen, die ihrerseits damit zu tun haben dürften, dass die schreibdidaktische Ausbildung von Lehrpersonen allenfalls punktuell zu gelingen scheint, weil es anscheinend kein universitäres Schreibcurriculum gibt. Und dies weist wiederum auf eine Paradoxie hin: Ausgerechnet an jenem Ort, an dem so viel Wissen über evidenzbasierte Schreibfördermaßnahmen und den Schreibunterricht produziert wird, gelingt es nicht, dieses Wissen erfolgreich so aufzubereiten, dass Lehrpersonen handlungsfähig(er) werden.“ (S. 14)

Mit dem Wechsel von der Input-Orientierung auf die Output-Orientierung und der Installation eines Bildungsmonitorings hat sich ein beachtlicher Paradigmenwechsel vollzogen. In der Fachdidaktik setzt man zunehmend der Frage nach, wie sich Lerngegenstände und die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler als Kompetenzen modellieren lassen können.

lomax, besuch vom dino-forscher„Damit ein Dino zu einem Fossil wird, muss er unter idealen Bedingungen gestorben sein. Meistens nah am Wasser. Dann wird er von Sediment bedeckt, lockerem Material, das sich ablagert. Im Laufe der Zeit bleiben nur harte Teile wie Knochen oder Zähne übrig.“ (6)

Nick und Jule sind schon ganz aufgeregt, weil Dean Robert Lomax, ein bekannter Dinosaurierforscher aus England, bei ihrem Vater zu Besuch kommt. Gleich nach Roberts Ankunft erzählt er den Kindern am Kaffeetisch wissenswertes aus der Welt der Dinosaurier.

REPassend zum aktuellen YEP Buch Frühling | Sommer 2019 bietet der Buchklub Tirol eine Gedichtewerkstatt die die SchülerInnen durch lyrische Mustertexte mit den Gedichtformen Avenida, Haiku und Wachsgedicht vertraut macht. Der für den kreativen Lyrikunterricht so entscheidende produktorientierte Ansatz ist in jedem Arbeitsblatt gegeben, da die SchülerInnen, angeregt durch Wortmaterial aus dem YEP Buch, selber Gedichte verfassen. Die Tatsache, dass nicht gereimt werden muss, lässt alle SchülerInnen zu herzeigbaren Ergebnissen gelangen.

Die Arbeitsblätter können im Anschluss an die Monatsgeschichte „So ein Mist“ auch in der Freiarbeit bzw. in der arbeitsteiligen Gruppenarbeit eingesetzt werden. Die Höraufgabe ermöglicht unterschiedliche Zugänge, je nachdem ob die SchülerInnen über Smartphones oder Tablets verfügen (QR-Code), einen Klassen-PC verwenden (Link oder MP3-Datei) oder die Gedichte über eine interaktive Tafel hören. Sie können aber auch die Transkription auf dieser Seite nutzen und den SchülerInnen die Gedichte vorlesen.

ingrid hintz, das lesetagebuch„Obwohl die Lesefähigkeit und –bereitschaft von Schülerinnen und Schülern in jeder Altersstufe entfaltungs- und ausbaufähig seien, sehe es eher so aus, als ob der Deutschunterricht vielen die Lust am Lesen austreibe, anstatt ihnen Freude an Literatur zu vermitteln. Oft scheine geradezu das Gegenteil dessen bewirkt zu werden, was eigentlich erreicht werden solle …“ (1)

Ingrid Hintz geht in ihrer Arbeit der Frage nach, wie literarisches Lesen im Unterricht abgehalten werden kann, ohne zusätzliche Lesebarrieren aufzubauen, anstatt Leselust und Lesemotivation zu fördern. Dabei zeigt sie anhand konkreter Erfahrungen und Beispiele, wie beim Lesen in der Schule mit Hilfe von Lesetagebüchern auf die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden kann. Gleichzeitig kann es mit einem geeigneten Unterricht gelingen, die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen zu unterstützen und neue Leseerfahrungen zu eröffnen.

lesespielLesen kann heute nicht mehr als selbstverständlicher Teil der privaten Freizeitgestaltung betrachtet werden, zu groß ist die Konkurrenz von Internet, PC-Spielen, Fernsehen u.a. mittlerweile geworden.

Während sich beim Lesen die Erfolgs- und Glücksmomenten erst mit Mühe durch eine entsprechende Lesekompetenz einstellen, bieten Spiele am PC oder im Internet den Kindern und Jugendlichen meist rasche Erfolgserlebnisse. Lesen hat damit bei nicht Wenigen mehr den Stellenwert einer Tätigkeit für die Schule und zur Weiterbildung als einer entspannenden persönlichen Freizeitbeschäftigung. Diese Kinder und Jugendlichen gilt es über den Inhalt der Lektüre hinaus zum Lesen zu motivieren.

buchknackerDer Bruch im Leseverhalten vollzieht sich bei vielen Kindern mit der Entwicklung zum Jugendlichen und dem Pubertätsbeginn: manche Bücherwürmer werden plötzlich Lesemuffel, einige behalten die Leselust, verlangen jedoch einen Lesestoff, dessen Themen und Schreibstil sich näher an der Erwachsenenliteratur orientiert.

Für die 1. bis 6. Schulstufe, also die 6 - 12jährigen, z. T. für Kindergarten und Sekundarstufe 1, eignen sich die im Qualitätsverlag Obelisk erschienenen CLUB Taschenbücher des Österreichischen Buchklubs der Jugend ideal zum Leseunterricht und für Erstleser. Die Methode des Sinnschrittsatzes hilft das Erfassen des Inhaltes wesentlich zu erleichtern.

KooperationMINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Im Alltag von Kindern gibt es viele Begegnungen mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Kinder für sie zu sensibilisieren, ist ein wichtiger Grundstein ganzheitlicher Bildung. Gleichzeitig bieten Inhalte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik vielfältige Anknüpfungspunkte für Literacy.