Lesekultur

Leseförderung im Chemieunterricht durch den Einsatz von Fachzeitschriften

Andreas Markt-Huter - 21.10.2026

zeitschriften molecoolSeit vier Jahren setzen die Chemielehrerinnen und Chemielehrer des BG/BRG Kufstein das Fachmagazin Molecool, herausgegeben vom Verband der Chemielehrer*innen Österreichs (VCÖ), gezielt zur Förderung der Lesekompetenz im naturwissenschaftlichen Unterricht ein.

Das Magazin wird in Klassenstärke abonniert und regelmäßig mit allen Klassen im Chemieunterricht gelesen. Ziel dieser Maßnahme ist es, fachliches Lernen konsequent mit der Förderung des sinnerfassenden Lesens zu verbinden.

„Hilfe für Geier Harri“ Ein Projekt zur Förderung der Lesemotivation

Andreas Markt-Huter - 14.10.2026

geier harry auf buchregalProjektplanung und -beschreibung

Die Idee

In meiner Schule gibt es eine Schulbibliothek, die gleichzeitig die Gemeindebibliothek ist. Und es gibt eine Leseecke. Beide sind durch einen langen Gang und einen Halbstock getrennt und doch in Sichtweite voneinander. In eben dieser Leseecke saß, schon seit ich in der Schule zu unterrichten begann, eine große, witzige Handpuppe aus Plüsch, die einen Geier darstellt. Schnell war mir klar, dass ich diesen Geier zum Thema meines Projektes machen wollte.

Leseförderung an der Volksschule Innerweerberg: Projekt Büchertaschen

Andreas Markt-Huter - 07.10.2026

​büchertaschen an der garderobeJedes Kind besitzt eine Büchertasche. Das Bild darauf hat es selber gestaltet. Darin befindet sich eines seiner Bücher. Außerdem befindet sich ein kleines Büchergästebuch darin.

Jeden Donnerstag darf sich jedes Kind eine Büchertasche ausleihen. Es wird genau dokumentiert, welches Kind wessen Tasche gerade hat.

Anitra Nottingham / Jason Phillips, Typisch Typo

Andreas Markt-Huter - 06.10.2026

Anitra Nottingham / Jason Phillips, Typisch Typo„Das Alphabet ist eines der wenigen menschlichen Werkzeuge oder Erfindungen, die enorme technologische Umbrüche unbeschadet überstanden hat. Die Geschichte der Schriftarten ist jedoch nur nicht nur eine Geschichte des Alphabets. Designerinnen und Designer haben Schriften aus allem möglichen Gründen entworfen (und verbessert): aus ästhetischen und technischen, aber auch aus politischen, philosophischen und persönlichen Gründen. Schriften haben den Gang der Geschichte miterlebt, aufgezeichnet – und gelegentlich sogar vorangetrieben.“ (S. 7)

Viele Menschen setzen sich täglich mit Schrift konfrontiert ohne sie meist bewusst wahrzunehmen, weil sie sich auf den Inhalt des Geschriebenen konzentrieren. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Schriftarten, die auch unser Leseerlebnis mit beeinflussen. „Typisch Typo“ bietet eine Einführung, einen Überblick und eine kleine Geschichte zu verschiedenen bekannten und weniger bekannten Schriftarten, die ebenso informativ wie unterhaltsam ist.

Schreiben, Lesen und Lesenlernen in der Neuzeit 2

andreas.markt-huter - 10.09.2026

titelbild wand bilderfibelMit der zunehmenden Konsolidierung des Staates in der Zeit des aufgeklärten Absolutismus trat die schulische Bildung in Lesen, Schreiben und Rechnen immer stärker in den Fokus der politischen Ziele. Neue pädagogische Methoden und Organisationen der Bildung bewirkten eine rasche Alphabetisierung breiter Teile der Bevölkerung.

Neue Lesestoffe und Lernbücher werden verfasst und auch die Lehrerbildung und das Schulwesen werden grundlegende reformiert bzw. neu geschaffen. Lesen und Schreiben wird zu einer allgemein verbreiteten Kulturtechnik, die nicht mehr das alleinige Ziel der Bildung verfolgt, sondern vor allem auch der Unterhaltung dient.

Literatur und Lesen im Unterricht

andreas.markt-huter - 08.09.2026

buchregal mit türBildung ist ein wesentlicher Teil der menschlichen Entwicklung und in modernen Gesellschaften spielen Literatur und verbindende kulturelle Gemeinsamkeiten eine wichtige Rolle sowohl für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, als auch für die Ausbildung gemeinsamer Werte und den sozialen Zusammenhalt in einer Gesellschaft.

Damit stellt sich auch die Frage nach einer literarischen Bildung im schulischen Unterricht, in dem nicht nur Literatur vermittelt, sondern vor allem der Zugang zur Literatur selbst eröffnet werden soll und zwar in all seinen Formen, sei es als Buch, Hörbuch, Film, u.a.

Schreiben, Lesen und Lesenlernen in der Neuzeit 1

andreas.markt-huter - 03.09.2026

lesenleren mit buchstabenZu Beginn der Neuzeit erfuhr Schreiben und Lesen von verschiedenen Seiten nachhaltige Impulse. Neben dem wachsenden Interesse an antiken Schriften in der Renaissance, der raschen Verbreitung von Schriften durch den Buchdruck, leitete die Reformation einen bis dahin unbekannten Motivationsschub ein, breiten Teilen der Bevölkerung Lesen und Schreiben zu lehren.

Sowohl Humanismus als auch Reformation erfolgreich auf die neuen technischen Möglichkeiten einer raschen und vielfältigen öffentlich wirksamen Verbreitung von Texten, Nachrichten und Meinungen zurückgreifen. Die Reformation hatte aber nun nicht mehr die Gelehrten als Zielpublikum im Auge, sondern richteten sich systematisch an ein Laienpublikum. Neben der Schrift gewann auch das Bild als illustrierende Druckgraphik eine zentrale Bedeutung. (Vgl. Ute Schneider, Frühe Neuzeit, S. 741)

Digitales Lesen – Lesen mit App

andreas.markt-huter - 01.09.2026

digital lesenSinnvoll verwendet, können Apps zum Lesen, Erzählen, Entdecken, Rätseln, Spielen und Zuhören bei der Sprach- und Leseförderung gute Dienste erweisen und den Kindern helfen, sich mit der Welt der Wörter vertraut zu machen.

Nachdem das traditionelle Lesen von Büchern bei Kindern und Jugendlichen zunehmend an Bedeutung gegenüber dem Lesen und Spielen mit digitalen Medien verliert, bieten zahlreiche Internetplattformen Angebote, um die sprachlichen Fähigkeiten, die Lesekompetenz und kreatives Schreiben unter Verwendung digitaler Technologien ansprechend zu fördern. Diese reichen von der Vermittlung von Literatur als Hörbuch bis hin zum kreativen Verfassen von Comics oder eigener multimedialer Bücher.

Schreiben, Lesen und Lesenlernen im Mittelalter 2

andreas.markt-huter - 27.08.2026

christine de pizan und ihr sohnMit dem Beginn des Mittelalters gingen gesellschaftliche Umbrüche einher, die in vielen Regionen Europas Lesen und Schreiben wieder eine Tätigkeit von Spezialisten werden ließen. Doch im Laufe der Jahrhunderte erleben die Kulturtechniken des Lesens und Schreibens eine Renaissance und zunehmend weitere Verbreitung.

Der verbreiteten Vorstellung, dass das Mittelalter eine Zeit des Analphabetismus gewesen sei, widersprechen die zahlreichen Darstellungen, auf denen Lesen eine wichtige Rolle spielt. Die Abbildung von Büchern und Lesenden finden sich zunächst auf Heiligenbildern, wenden sich im 14. und 15. Jahrhundert aber zunehmend auch dem profanen Bereich zu. Zur Schau gestellt wurden einerseits eine Lesekompetenz und andererseits eine persönliche Praxis der Frömmigkeit. (Vgl. Nathalie-Josephine von Möllendorf, S. 77-80)

Das genderneutrale Maskulinum: Sprachökonomie im ideologischen Spannungsfeld - Teil 3

Andreas Markt-Huter - 25.08.2026

menschengruppeSeit Jahren ist das genderneutrale oder geschlechtsübergreifende Maskulinum, das im alltäglichen Sprachgebrauch allgemein verwendet wird, in Verruf geraten. Der Kritik liegt die Annahmen zugrunde, dass sich das genderneutrale Maskulinum nur auf Männer bezieht und Frauen lediglich mitgemeint oder gar nicht gemeint seien und damit der geforderten Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau widerspreche. Die Forderungen weitere Geschlechter als männlich und weiblich anzuerkennen, hat der Auseinandersetzung um die „geschlechtergerechte Sprache“ eine zusätzliche Dimension verliehen.

Das genderneutrale oder geschlechtsübergreifende Maskulinum gilt als sprachliches Mittel, das es ermöglicht, sich auf Personen mit unbekanntem Geschlecht zu beziehen, bei denen das Geschlecht also irrelevant ist. Es handelt sich um Aussagen, die beide Geschlechter meinen oder besser gesagt, die geschlechtsübergreifend zu verstehen sind.