Leseförderung im Chemieunterricht durch den Einsatz von Fachzeitschriften
Seit vier Jahren setzen die Chemielehrerinnen und Chemielehrer des BG/BRG Kufstein das Fachmagazin Molecool, herausgegeben vom Verband der Chemielehrer*innen Österreichs (VCÖ), gezielt zur Förderung der Lesekompetenz im naturwissenschaftlichen Unterricht ein.
Das Magazin wird in Klassenstärke abonniert und regelmäßig mit allen Klassen im Chemieunterricht gelesen. Ziel dieser Maßnahme ist es, fachliches Lernen konsequent mit der Förderung des sinnerfassenden Lesens zu verbinden.
Projektplanung und -beschreibung
Jedes Kind besitzt eine Büchertasche. Das Bild darauf hat es selber gestaltet. Darin befindet sich eines seiner Bücher. Außerdem befindet sich ein kleines Büchergästebuch darin.
„Das Alphabet ist eines der wenigen menschlichen Werkzeuge oder Erfindungen, die enorme technologische Umbrüche unbeschadet überstanden hat. Die Geschichte der Schriftarten ist jedoch nur nicht nur eine Geschichte des Alphabets. Designerinnen und Designer haben Schriften aus allem möglichen Gründen entworfen (und verbessert): aus ästhetischen und technischen, aber auch aus politischen, philosophischen und persönlichen Gründen. Schriften haben den Gang der Geschichte miterlebt, aufgezeichnet – und gelegentlich sogar vorangetrieben.“ (S. 7)
Mit der zunehmenden Konsolidierung des Staates in der Zeit des aufgeklärten Absolutismus trat die schulische Bildung in Lesen, Schreiben und Rechnen immer stärker in den Fokus der politischen Ziele. Neue pädagogische Methoden und Organisationen der Bildung bewirkten eine rasche Alphabetisierung breiter Teile der Bevölkerung.
Bildung ist ein wesentlicher Teil der menschlichen Entwicklung und in modernen Gesellschaften spielen Literatur und verbindende kulturelle Gemeinsamkeiten eine wichtige Rolle sowohl für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, als auch für die Ausbildung gemeinsamer Werte und den sozialen Zusammenhalt in einer Gesellschaft.
Zu Beginn der Neuzeit erfuhr Schreiben und Lesen von verschiedenen Seiten nachhaltige Impulse. Neben dem wachsenden Interesse an antiken Schriften in der Renaissance, der raschen Verbreitung von Schriften durch den Buchdruck, leitete die Reformation einen bis dahin unbekannten Motivationsschub ein, breiten Teilen der Bevölkerung Lesen und Schreiben zu lehren.
Sinnvoll verwendet, können Apps zum Lesen, Erzählen, Entdecken, Rätseln, Spielen und Zuhören bei der Sprach- und Leseförderung gute Dienste erweisen und den Kindern helfen, sich mit der Welt der Wörter vertraut zu machen.
Mit dem Beginn des Mittelalters gingen gesellschaftliche Umbrüche einher, die in vielen Regionen Europas Lesen und Schreiben wieder eine Tätigkeit von Spezialisten werden ließen. Doch im Laufe der Jahrhunderte erleben die Kulturtechniken des Lesens und Schreibens eine Renaissance und zunehmend weitere Verbreitung.
Seit Jahren ist das genderneutrale oder geschlechtsübergreifende Maskulinum, das im alltäglichen Sprachgebrauch allgemein verwendet wird, in Verruf geraten. Der Kritik liegt die Annahmen zugrunde, dass sich das genderneutrale Maskulinum nur auf Männer bezieht und Frauen lediglich mitgemeint oder gar nicht gemeint seien und damit der geforderten Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau widerspreche. Die Forderungen weitere Geschlechter als männlich und weiblich anzuerkennen, hat der Auseinandersetzung um die „geschlechtergerechte Sprache“ eine zusätzliche Dimension verliehen.