Jugendbuch

Michael Köhlmeier, Das Sonntagskind

andreas.markt-huter - 12.09.2012

„Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!“ bemerkte der deutsche Schriftsteller und Philosoph Friedrich Wilhelm Nietzsche.

Wohl kaum einer vermag Märchen und Sagen auf ähnlich direkte Weise zu erzählen wie Michael Köhlmeier. Wenn wir seine Märchen lesen oder hören, verspüren wir einen Hauch der Vergangenheit, eine angespannte Erregung auf die Geschichte die gerade erzählt wird. Wir verspüren eine unerwartete Neugier, wie sich die Handlung weiterentwickeln wird und selbst wenn wir das Märchen schon einmal gehört haben, erscheint es ein wenig fremd, wie in ein neues Gewand gehüllt.

Andreas Steinhöfel, My Brother and I

andreas.markt-huter - 29.08.2012

„And next to the old peoples’s home there was a tall building. That’s where the penguins lived. Really they’re called nuns, but we called them penguins because they wore black clothes and white bonnets on their heads.“ (15)

Das Kapitel „It’s the most wonderful time of the year“, das von einer aus dem Rahmen geratenen Weihnachtsfeier in einem von Nonnen geführten Altenheim erzählt, ist eine von zehn in sich abgeschlossenen Geschichten des Autors Andreas Steinhöfel, in denen er und sein Bruder Dirk jeweils die Hauptrollen spielen.

Carolin Philipps, Second Face

andreas.markt-huter - 24.08.2012

„Sprachlos starren die beiden auf den Bildschirm. Marie findet als Erste Worte. ‚Bist du verrückt geworden! Mensch, Anne!‘ Kreidebleich im Gesicht stottert Anne: „Was sind das für Fotos? Das bin ich doch gar nicht. Nackt auf dem Surfbrett …“ (123)

Marie und Anne sind zwar Zwillinge, aber bis auf ihr Äußeres sind die beiden recht unterschiedlich. Die fünfzehnjährige Marie verliebt sich in Kai, einen Schüler aus der Nachbarklasse, als dieser sie um Englischnachhilfe bittet. Völlig verstört muss Marie feststellen, dass sich Kai auch hinter ihre Schwester Marie her gemacht hat, die nun mit ihm zum Schulfest geht.

Charlotte Kerner, Jane Reloaded

andreas.markt-huter - 15.08.2012

„Hier und jetzt ist das Labor real und er ist tatsächlich lebendig, leibhaftig, nachgeboren, neu: Homo erectus reloaded.“ (10)

Die vierundzwanzigjährige Tanja Jane Klark ist die fünfte Generation einer Familie von Wissenschaftlerinnen mit dem Namen Jane. Seit Jane mit 15 Jahren ihre Großmutter III auf eine Grabungsexpedition in die Afar-Senke nach Äthiopien begleiten darf, ist sie von den frühen Menschen begeistert. Sie studierte Paläoanthropolgie und wählte als Spezialgebiet die Vorformen der menschlichen Sprache.

Clay Carmichael, Zoë

andreas.markt-huter - 06.08.2012

„Egal wie krank Mama war oder mit was für einem zwielichtigen Kerl sie sich wieder eingelassen hatte, egal was mir Sorgen machte – Bücher halfen mir immer, mich besser zu fühlen.“ (40)

Zoë Sophia Royster ist ein 11-jähriges Mädchen, das ihren Vater nie kennen gelernt hat und nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem alleinlebenden Onkel Henry Royster auf das Anwesen der Familie in Sugar Hill zieht.

Henriette Wich, Meine Daily Soap

andreas.markt-huter - 26.07.2012

Buch-Cover

Eine gute Soap ist so realistisch, dass sie durchaus für das Original gehalten werden kann.

Für die jungerwachsene Janina ist es daher nicht immer klar, was jetzt im Fernsehen abläuft und was im Leben. Jedenfalls will sie Schauspielerin werden, weil sie so vielleicht das Leben selbst spielen kann.

Christopher Golden / Tim Lebbon, Die geheimen Reisen des Jack London

andreas.markt-huter - 23.07.2012

Der Name Jack London steht synonym für Abenteuer und das Leben in der Wildnis. Mit Jack London verbinden wir Alaska gleichermaßen wie das raue Leben zur See.

Christopher Golden und Tim Lebbon haben die abenteuerliche Jugend Jack Londons zur Zeit des Goldrauschs in Alaska als Grundlage für ihren Abenteuerroman verwendet und ihn mit viel Fantasy- und Horrorelementen ausgebaut.

Patrick Ness / Siobhan Dowd, Sieben Minuten nach Mitternacht

andreas.markt-huter - 09.07.2012

titelbild: patrick ness, sieben minuten nach mitternacht„Das Monster tauchte kurz vor Mitternacht auf. Wie das bei Monstern eben üblich ist. Conor war wach, als es kam. Er hatte einen Albtraum gehabt.“ (11)

Der 13-jährige Conor O’Malley wird in der letzten Zeit häufig von einem schrecklichen Albtraum geplagt. Seine Mutter ist an Krebs erkrankt und durch die anstrengende Behandlung ziemlich geschwächt und auch in der Schule laufen die Dinge alles andere als gut für ihn. Seit seine Freundin Lily die Krebserkrankung seiner Mutter in der Schule ausgeplaudert hat, sieht er sich von allen Seiten angestarrt. Ein paar seiner Mitschüler, Harry und seine Bande, haben es ganz besonders auf Conor abgesehen und mobben ihn bei jeder Gelegenheit.

Kim Winter, Sternenschimmer

andreas.markt-huter - 06.07.2012

titelbild: sternenschimmer„Bert hat es mir erzählt. Iason ist Wächter, stimmt’s?“ Ich schloss die Augen, presste die Lippen aufeinander und nickte. Viele Atemzüge vergingen, ehe ich wieder etwas sagen konnte. „Ich bin sein Sinn“, brach es aus mir heraus. „Begreifst du? Er soll sterben, damit ich leben kann.“ (367)

Irgendwann in einer entfernten Zukunft, als es möglich ist Lichtjahre entfernte Planeten aus anderen Sonnensystemen zu erreichen, kommt es auf dem mit der Erde befreundeten Planeten Loduun zu Anschlägen und kriegerischen Auseinandersetzungen, die den Planeten zu zerstören drohen. Der Planet Erde beschließt, die von den Kämpfen betroffenen Loduuner auf als Flüchtlinge aufzunehmen.