S. J. King, Die Zeit-Agenten - Krawall unter Wikingern
„MinJun spähte auf seine Agentenuhr. Die Zeiger drehten sich ... rückwärts. Eine Mission der ZeitAgenten! Die ZeitAgenten waren ein Geheimclub. Seine Mitglieder reisten in die Vergangenheit, um die Geschichte auf Spur zu halten. Das war nicht einfach, weil dauernd ein Bösewicht namens Mora herumschlich und darin herumpfuschte. Ob Mora auch bei dieser Mission seine Finger im Spiel hatte?“ (S. 7 f)
Gerade als Min-Jun mit seinen beiden Freunden am Fluss ihr Modellsegelboot steuern bleiben seine Freunde plötzlich mitten im Lauf stehen. Mit einem Blick auf seine Agentenuhr, bemerkt er, dass sich Zeiger rückwärts drehen. Eine neue Mission für die Zeit-Agenten, steht bevor, einem Geheimklub, deren Mitglieder in die Vergangenheit reisen, um wichtige Korrekturen vorzunehmen.
Ich sitze im Zug. Oder besser: Mein Körper sitzt im Zug. Der Rest von mir liegt noch im Bett. In meinem schönen, weichen Bett. In meinem schönen, dunklen Zimmer Ich schließe die Augen, versuche, mich zurück in mein Bett zu beamen. Was echt schwierig ist, weil: Es riecht nach Pommes-Bude. Direkt neben mir. Ein Mann mit gelber Warnweste und Fahrradhelm auf dem Schoß sitzt am Fenster. Nach Pommes sieht er nicht aus. Eher nach Spargel. (S. 9)
„Boris schwimmt in einem Fässchen auf dem Fluss. Wo kommt er her? Niemand weiß das. Ein Gewitter zieht auf. In einer Flussbiegung geht Boris an Land. Eine Eule beobachtet den Kater. Schon beginnt es zu regnen. Die neugierige Eule fliegt Boris nach. Boris findet unter einem Baum Schutz vor dem Regen. »Ich weiß ein leer stehendes Haus für dich«, sagt die Eule.“ (S. 10)
„Es war kurz vor Mitternacht. Der Vollmond tauchte die Stadt Wickfield in fahles Licht. Keine einzige Wolke war am dunklen Himmel zu sehen. Nur kreischende Schatten flitzten auf ihren Besen über den Horizont und feierten ein Fest. Hexen, Zauberer und Magier! Es war ihre Nacht. Die letzte Nacht im Oktober.“ (S. 9)
„Es war ein schöner Morgen und wie jeden Morgen arbeitete der Bär in seinem Garten. Er goss die frisch gesäten Möhren und zeigte dem Regenwurm, wo die Erde aufgelockert werden musste. Der Bär ermahnte die Schnecken, nicht alle Erdbeeren anzufressen, und ließ sich vom Käfer die neuesten Nachrichten aus dem Wald erzählen. Kurzum – es war ein ganz normaler ruhiger Morgen. Und der Bär liebte normale ruhige Morgen.“
„Liebe Beatrice, verzeih mir, wenn ich heute Morgen etwas abgelenkt war. Dank dir ist mir eingefallen, dass ich eine äußerst wichtige Pflicht vernachlässigt habe. Das Siegel des Rastlosen Schläfers muss überprüft werden! Unglücklicherweise obliegt diese Aufgabe einem alten schusseligen Borstenvieh wie mir. Denn ich habe vollkommen vergessen, wo sich das Siegel befindet.“ (S. 55)
Im Eichenwald grünt und blüht es. Der Frühling ist da und alle Tiere genießen die ersten warmen Sonnentage. Die kleinen Hasen, Mäuschen, Enten und Schafe spielen in der Wiese und beobachten die Schmetterlinge und Vögel.
„Als Mika aus dem Zug stieg, ahnte er nicht, dass er heute sterben würde. Er fand auch so schon alles furchtbar genug. Die Hitze. Die viel zu schwere Reisetasche. Den runtergekommenen Bahnhof am Ende der Welt. Und dann auch noch Oma. Oma, die am Gleis stand, ihn durch meterdicke Brillengläser anstrahlte und ihm mit ihren Vogelärmchen aufgeregt entgegenwinkte. »Mika! Mika, mein Spätzchen!«“ (S. 7)
„Es war einmal, lange, lange bevor die Großmutter deiner Großmutter geboren wurde, ein alter Besenbinder, der mit seiner Frau und seinen zwei Kindern, Hänsel und Gretel, am Rande eines großen düsteren Waldes lebte. Der Besenbinder war ein unbeschwerter Mann, seine Frau dagegen, die Stiefmutter der Kinder, ein Drachen.“
„Nick stand in der voll besetzten U-Bahn, als ihm zum ersten Mal dämmerte, dass etwas nicht stimmte. Sein Handy hatte mehrmals vibriert, als würde jemand anrufen. Die Nummer auf dem Display sah allerdings merkwürdig aus: 22032. Das konnte keine Telefonnummer sein. Er überlegte kurz ranzugehen, aus reiner Neugier. Doch noch bevor er eine Entscheidung treffen konnte, brach der Anruf ab. (S.