Anne Freytag, Mein bester letzter Sommer
„»Ich heiße Tessa Valerie van Kampen, bin Sternzeichen Skorpion. liebe Klaviermusik, vor allem die Stücke von Liszt …« Und werde schon sehr bald sterben. »Welches besonders?« »Wie bitte?«“, frage ich und schlucke. »Welches Klavierstück magst du besonders?« (72)
Die 17-jährige Tessa hat einen Herzfehler und hoffte nach zahlreichen Krankenhausaufenthalten in der Kindheit und Operationen ihre Krankheit endlich überwunden zu haben. Ihre Hoffnungen und Pläne nehmen ein jähes Ende, als sie erfährt, dass sie sterben muss. Die Ärzte teilen ihr mit, dass sie nur noch wenige Wochen zu leben hat. Für Tessa bricht die Welt zusammen und alles dreht sich nur noch um den Tod, als sie unerwartet zum zweiten Mal Oskar begegnet und ihr Leben eine unerwartete Wende nimmt.
„Weit drinnen im Stroh sitzt die Maus. Sie hört Stimmen. Die Ziege, der Hund, die Taube, das Pferd, die Katze und die Schweine reden und lachen zusammen. Aber die Maus kümmert sich nicht darum. Sie sucht Futter.“
„»Mama, warum sitzt ein Elefant auf Papas Auto?« »Ich nehme an, er ist müde. Wahrscheinlich steht er bald wieder auf und geht weiter.« »Er sitz immer noch da«, sagte Jeremy James zwei Minuten später.“ (7)
„Die Luft roch nach Sonne, See und Gänseblümchen, ein Specht tockte gegen eine Eiche und ein Mops flog durch die Luft. Moment mal. Ein Mops flog durch die Luft? Ein Mops konnte nicht fliegen, oder? War dieser Mops etwa ein Superheld? Oder ein Flughund?“ (9)
„Bist du nicht gescheit, doch klug? Liebst du den Gedankenflug? Kritzelst du mit linker Hand gern auf kritzelfreie Wand? Bist du gern nicht ganz bei Trost? Sagst du gern zum Müsli »Prost«? […] Dann, ja dann, Gedankenstrich – Dann ist das ein Buch für Dich!“
„Vor lauter Lachen und Spielen merken die Freunde gar nicht, wie der Tag vergeht, und plötzlich ist es stockdunkel. Schnell leiht sich Filippo von Tinchen eine Laterne und hopst durch den Wald zu seinem Teich.“
„In diesem wunderlichen Tal in ferner Zukunft reicht häufig ein kleiner Anlass, um etwas ganz Großes in Gang zu setzen. Dass allerdings der Wunsch nach warmen Füßen in einen handfesten Kampf um die Weltherrschaft ausarten könnte …“ (11)
„Schrauben und Nägel revolutionierten das Bauwesen: Mit ihnen ließen sich Bretter ohne kunstvoll zurechtgesägte Zapfen verbinden. Ihre Erfolgsgeschichte begann vor 9000 Jahren. (28)
„Pino klettert gerade einen Buchenstamm hoch auf der Suche nach Vorrat. Da entdeckt er einen dunklen Schatten über sich. Eine Schwalbe! Sie hängt zwischen den Ästen! Aber warum fliegt sie nicht weg? Hat sie sich verfangen?“
„Da hören sie, wie der Eseltreiber zu erzählen beginnt. »Martin war eine Zeit lang mein bester Spielfreund. Sein Geburtstag war am 10. November 1483; einen Tag später wurde er getauft. Da machte man es sich einfach: Der 11. November ist ja der Namenstag von Sankt Martin …«“ (13)