Lukas Thommen, Archaisches und klassisches Griechenland
„Dieses Buch gibt einen Überblick über das archaische und klassische Griechenland bzw. die Zeit vom 8.-4. Jh. v. Chr. Es ist als Einstieg in ein akademisches Studium gedacht und so konzipiert, dass jedes Kapitel als geschlossene Einheit verwendet werden kann. Ziel ist es, sowohl wesentliche Grundlagen zu vermitteln, als auch einen Ausgangspunkt für die weiterführende Beschäftigung mit den betreffenden Themen zu schaffen.“ (S. 9)
Die antike griechische Welt gilt als Wiege der europäischen Kultur und Zivilisation, in der die Grundlagen unseres wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Denkens gelegt worden sind. Lukas Thommen bietet einen spannenden Einblick in die Anfänge griechischen Lebens von der Archaik bis in die Klassik.
„Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher wir kommen, wohin wir gehen, was wir eigentlich wissen? Dies sind Grundfragen, die sich Menschen in allen Kulturen, zu allen Zeiten gestellt haben. Dieses Buch versucht, allgemein verständliche Antworten zu geben – doch Vorsicht. Nicht alle Fragen lassen sich mit modernen Erkenntnissen der Naturwissenschaften beantworten.“ (S. 8)
Die Heftigkeit eines Lebens lässt sich unter anderem daran messen, wie lange ein Interviewer braucht, um das Wesentliche einer Lebenskarriere darzustellen.
„Das Alte Testament ist ein durch und durch theologisches Buch und literarisches Kunstwerk. Es geht in dieser Schriftensammlung nicht darum, die Entstehung der Welt als Augenzeugenbericht vorzustellen oder die Ereignisse der Geschichte Israels und Judas als Kompendium der Palästinageschichte aneinander zu reihen, sondern darum, die eigene Vergangenheit auf dem Hintergrund von Gottes Gegenwart zu deuten, so die eigene Gegenwart zu verstehen, um die Zukunft zu gestalten.“ (S. 21)
Gedichte im Ausmaß von Planeten, das terrestrische Planetensystem, das mit der Zahl neun überschritten wird, dazu noch Fragmente und Instruktionen prägen Band zwanzig der „Neuen Lyrik aus Österreich“.
Der Tourismus benötigt jeweils hundert Prozent der Fläche eines Landes. Es gibt keine Ritze und keine Kluse, worin nicht im Verlaufe eines Jahres ein Tourist stecken würde. Tirol ist mittlerweile so erschlossen und touristisch bombardiert, dass man selbst die Literatur nur mehr dann an das Publikum bringt, wenn sie nach touristischen Grundsätzen produziert und aufbereitet ist.
„Die historisch stets enge Beziehung von Angst und Macht soll dabei unter dem Aspekt behandelt werden, wie sich gesellschaftliche Machtverhältnisse in kapitalistischen Demokratien stabilisieren und sichern lassen. Die dazu erforderlichen Herrschaftstechniken müssen insbesondere dazu geeignet sein, das unauflösliche Spannungsverhältnis von Kapitalismus und Demokratie zu verschleiern.“ (S. 12)
Ein nicht zu unterschätzendes Motiv für Migrationsströme ist der sogenannte „Gegenbesuch“. Viele Völker, deren Vorfahren einst von Europäern aufgesucht und heimgesucht worden sind, treten jetzt höflich den Gegenbesuch nach Europa an.
Seit es keinen Kaiser mehr in Österreich gibt, muss der Kanzler für alles Ferne und Entrückte herhalten.
„Wenn du zur Königsfamilie gehörst, ist England praktisch dein Privatanwesen, / Aus dem du, nachdem du majestätisch durch prachtvolle Häuser gerauscht bist, / Heraustrittst, um der allgemeinen Bevölkerung zuzuwinken / Und sodann Titel und Blechmedaillen an die Gutsarbeiter auszuteilen.“ (S. 56)