Irina Weingartner, Der kleine Engel Pico und seine Freunde
„Aufmerksamkeit! Ein spannendes Thema, überlegt der kleine Engel Elijah. Er weiß, dass man ohne Aufmerksamkeit die Vielfalt und Schönheit der Welt nicht erkennen kann. Aber wissen das auch die Menschen, fragt sich der kleine Engel und beginnt über die Aufmerksamkeit zu erzählen.“ (S. 7)
Siebzehn Engel berichten und denken über die großen sozialen Werte des zwischenmenschlichen Lebens nach. Dabei versuchen sie die jungen Menschenkindern mit Anmerkungen, kleinen Anekdoten und Geschichten auf ihre große Bedeutung hinzuweisen.
In den 1970er Jahren hat der Referent bei Bibliotheksseminaren immer auf den feinen Unterschied hingewiesen: Es gibt den Heimat-Ernst und den Wilden-Ernst! Mittlerweile ist der massenhaft verbreitete Hans Ernst aus den Regalen ausgeschieden worden, während der unverwüstliche Gustav Ernst hoffentlich in jeder Bücherei steht.
„Was ist Wetter? Draußen ist es kalt oder warm. Es kann regnen oder schneien. Das ist das Wetter. Abwechslung Jeden Tag ist das Wetter anders. Aus Wolken fällt manchmal Regen oder Schnee vom Himmel.“ (S. 4)
Als das Reisen noch nicht mit der Maus geplant werden musste, bestellte man für besonders intensive Ausfahrten das Ticket „einmal einfach“. Darin war immer eine makabre Anmerkung für den Tod versteckt, dass man vielleicht nicht mehr zurückkommen wolle.
„Das hier sind die Notizen aus meinem Matheunterricht. Wer ich bin? Ich will ja nicht angeben, aber ich bin ein echtes Mathe-Genie. Hier habe ich alles aufgeschrieben, was du brauchst, um genauso ein Mathe-Crack zu werden, angefangen bei BRÜCHEN bis hin zum KOORDINATENSYSTEM, und ansonsten einfach alles, was du sonst so für die kommenden Mathearbeiten brauchst.“
„Als Folge der neoliberalen (Regierungs-)Politik fast aller Parteien zeigen sich gesellschaftliche Spaltungen und ein Vertrauensverlust in den demokratischen Staat.“ (S. 7)
„Als Gregor Sampson eines Morgens aufwacht, … entdeckt er, dass er ein riesengroßer Käfer ist. Er starrt in den Spiegel an seiner Zimmertür. Er hat einen großen rotbraunen Käferleib. Er hat zwei große dunkle Käferaugen. Er hat zwei lange Käferfühler.“ (S. 6 - 9)
Die Geschichte reicht jedem persönlich die Hand, dass er sich damit auseinandersetzt. Und wer sich nicht der Geschichte stellt, der wird von der Geschichte gestellt, hat dieser Tage der österreichische Nationalratspräsident philosophiert.
„Wie funktioniert dieses Buch? 1. Finden den Weg durch das Labyrinth. Es führt immer nur ein Weg hinaus. 2. Mach dich mit der Welt der alten Griechen und mit ihren Sagen vertraut: Sie dir die Zeichnungen an, entdecke spannenden Einzelheiten und lies die Bildunterschriften.“ (S. 5)
In der modernen Tourismusindustrie wird den Gästen eine zweifache Eroberung des Gebirges schmackhaft gemacht. Einmal sollen sie ihre Körper auf diverse Gipfel schwingen, zum anderen sollen sie nach der körperlichen Anstrengung die Sagen, Mythen und Fiktionen aus dem Gestein herausklopfen. Daher boomen Sagen-Safaris, Dorfschreibstuben und Ofengeschichten.