Dan Greenburg, Die Schluffmuffins - Zwillinge in Gefahr
Die Schluffmuffins - Zwillinge in Gefahr von Dan Greenburg ist eine durch und durch schräge Geschichte, die Kinder und Erwachsene ebenso in ihren Bann zieht.
Die zehnjährigen Zwillinge Charlie und Cheyenne haben ihre Eltern verloren. Ihr Vater stürzte in ein Mobilklo und ertrank. Ihre Mutter wurde bei einem Zoobesuch von einer Horde wildgewordener Kaninchen zu Tode getrampelt. Nun leben sie im Waisenhaus "Sonnige Tage". Dort führt die Leiterin Hortense Sonnig ein strenges Regiment. Die Kinder besuchen keine Schule, dafür muss jeder im Lexikon alle WSecrets of dripping fang örter auswendig lernen, die mit einem zugewiesenen Buchstaben beginnen. Charlies großer Makel ist, dass er Stinkefüße hat und Cheyenne ist allergisch gegen Kreuzkraut und viele andere Dinge und muss andauernd niesen.
So umfangreich, abrupt und raffiniert verzirkelt wie Robert Musils Hauptwerk „Der Mann ohne Eigenschaften“ ist auch der Trakt jener Bücher, die mittlerweile über Robert Musil erschienen sind und stündlich neu erscheinen. Die Frage bei einem Werk über Musil lautet also. Was ist dieses Mal der besondere Aspekt, der die Ausführung einer weiteren Musilanalyse notwendig gemacht hat?
Wenn am Klappentext der Schriftsteller als Wunderguru mit Auszeichnungen und Sternen der Dritten Art herzunterglänzt, wird es für die Leserschaft so richtig interessant, diesen Balsam des gelungenen Lebens mit der Qualität des Textes zu vergleichen.
Endlich seit Karl May wieder einmal jemand, der ICH sagt und daher wirklich alles sagt. In den Frankfurter Poetik Vorlesungen dürfen Autoren des Verlagshauses Suhrkamp alles sagen, was ihnen zum eigenen Werk oder zur eigenen Person einfällt. Andreas Maier tut das, indem er zu allem Ich sagt.
Bereits das geheimnisvolle (und somit ansprechende) Cover der deutschen Ausgabe weist in Richtung Fantasy/ Science-Fiction/ utopischer Roman, indem es schemenhaft, in futuristisch anmutender Art und Weise einen der wichtigsten Schauplätze des Buches zeigt: einen mystischen, schwer zu durchdringenden Wald. Dieser Wald ist, wie im Verlauf der Handlung zum Ausdruck kommt, aber mehr als nur Ort des Geschehens. Er ist zugleich ein Indikator für das Denken der Menschen, für ihr Verhalten untereinander und ihre (sich wandelnden) Einstellungen.
Bei diesem fruchtigen Titel denkt man auch als Nichtraucher zu allererst an eine Zigarette. Aus alten Inseraten, als im Spiegel noch für Rauch geworben werden durfte, steigt der Duft von Bonn und Kleinbürgertum auf, alles riecht goldig und erfolgreich.
Kann man die Vergangenheit planen wie die Zukunft? – Das ist vielleicht die schlimmste Situation, in die jemand geraten kann: Man wacht auf und ist in der falschen Zeit wie im sprichwörtlich falschen Film.
Wenn es so etwas wie eine Identität stiftende Hymne für Südtirol gibt, dann ist es vielleicht der Lyriker Gerhard Kofler als Leben und Werk. Früh ausgewandert ist er ein Weltdichter geworden, in vielen Sprachen zu Hause, und dennoch beinahe unsichtbar, denn seine Gedichte stecken meistens zwischen den Sprachen.
Ich traf gestern einen Käfer / Er sprach kein Deutsch / und beschwerte sich über Kreuzschmerzen / in einer Sprache, / die ich nur deshalb verstand, / weil es um Schmerzen ging. Die Strophe aus Goran Novakovics Gedicht Die Sprache (S.34)stößt einen unmittelbar, wie mit einem kurzen Knüppel in die Welt der Migration hinein.
Fehlende Dinge deuten oft auf etwas Kriminelles hin. So kann eine unvollständige Anschrift letztlich genau so zu einem Täter führen wie die Bezeichnung Kriminal, von der offensichtlich ein Teil fehlt. Ist es ein Kriminalroman, ein Kriminalbeamter, eine Kriminalgroteske?