Brian Freschi, Lady Gwens geheimes Detektivbüro
„Gwen hatte ein Problem, und zwar ein großes. Eigentlich hatte sie sogar zwei große
Probleme, die zusammen zu einem Riesenproblem wurden. Problem Nummer 1: Sie langweilte sich. Sie langweilte sich ganz fürchterlich! Problem Nummer 2: Sie war wütend, weil sie es hasste, sich zu langweilen. Riesenproblem: Wut und Langeweile zusammen machten ihr entsetzlich schlimme Kopfschmerzen!“ (S. 10)
Die neuneinhalb Jahre alt Gwen Grey hat es nicht leicht in ihrer versnobten und reichen Familie mit einem Vater, der die Jagd liebt und gerne hochnäsig vor sich hin grinst, einem ältesten Bruder der fünf Sprachen spricht, einem zweiten Bruder, der zum Zeitvertreib Gemälde sammelt, einem dritten Bruder, der als Cricket-Champion das Pferderennen liebt und einer verschrumpelten Gouvernante, die alle Kinder hasst.
„»Was hat Opa für eine Krankheit?«, fragt Hans während der langen Fahrt. »Hat er einen Verband? Kann er laufen? Muss er eklige Medizin nehmen?« Mama sitzt am Lenkrad, sie schweigt und zieht die Nase hoch. Papa dreht sich zu Hans um und sagt: »Opa muss bestimmt Medizin nehmen. Weil Opas Herz gestottert hat.« Hans weiß nicht, wie das ist, wenn ein Herz stottert. Ein Herz kann ja nicht sprechen. »Hoffentlich wird alles wieder gut«, sagt Mama leise.“ (S. 4 f)
„Einmal, da war ich schon in der ersten Klasse, habe ich auf der Straße etwas glitzern sehen. Ich bückte mich und hob es auf. Es war ein Ringlein. Ich trocknete es an meinem blauen Kleid ab und zog es über meinen Finger. Es war sehr schön, das Ringlein mit dem blauen Stein. Wie für mich gemacht, dachte ich, und es passte so wunderbar zu meinem blauen Kleid. Aber, dachte ich weiter, wem gehört es, wer hat das Ringlein verloren?“ (S. 11)
„In dieser Zauberschule wirst du einiges über die Welt um uns herum und ihre Magie erfahren. Diese Magie gilt es zu entdecken. Als Zauberinnen und Zauberer interessieren uns Stoffe und ihre Umwandlung. […] Auf diesen Seiten findest du viele Anleitungen zu magischen Experimenten und die Erklärungen, was dabei jeweils genau abläuft.“ (S. 2)
„»Guck mal«, sagte Leo. Er zeigt zu Radio Meier rüber. Tim dreht sich um und sieht einen Mann. Er kommt gerade aus dem Geschäft von Herrn Meier gerannt. Unter seiner Jacke guckt ein Kabel hervor. Der Mann sieht sich rasch um und verschwindet in der Menge. »Der hat bestimmt etwas geklaut!«, vermutet Leo.“ (S. 10)
„Emily und das andere Mädchen rannten. Um ihr Leben. Das war kein Wunder. Ein Zombie war hinter ihnen her. Und wer schon mal einen Zombie getroffen hat: Die haben RICHTIG üblen Mundgeruch (Nebenbei: Es heißt, sie essen Menschen. Aber das nur nebenbei.)“ (S. 9)
„Das Leben ist schön. Der Bauernhof in Liebewil ist ruhig, Frau Bill ist nett, aber das Wichtigste ist: Ich bin eine Katze, ein Kater. Der Kater Kopernikus. Das Katzenleben ist großartig. Ich bin sicher: Jede Maus, jede Laus, jedes Schwein möchte eine Katze sein. Menschen sind auch ganz gut. Sie sind wichtig. Denn sie können die Dose mit dem Katzenfutter öffnen.“ (S. 7)
„Im Siebengiebel-Wald lebt eine Gruppe Hutzelmänner. Einer von ihnen ist Hörbe, mit dem großen Hut. Sein Haus liegt versteckt unter Ästen und Reisig. Kein Mensch kann es entdecken. Der Sommer ist zu Ende und die Ernte schon eingebracht. Seit Tagen sorgen alle Hutzelmänner für den Winter vor. Auch Hörbe füllt eifrig seine Vorratskammer.“ (S. 6)
„Max ist ein Gespenst, Er wohnt auf Burg Flackerstein. Tagsüber schläft er. Nachts ist er hellwach. Vor allem, wenn die Turmuhr zwölf Mal schlägt. Dann ist Geisterstunde! Im letzten Jahr hat Max viel gelernt: Wie man durch Wände fliegt. Wie man schaurig „Buhuu!“ ruft. Und wie man im Dunkeln leuchtet.“ (S. 8 f)
„Lappland 1897 – Der Letze Pinselstrich ist gesetzt und die Farbe auf dem metallenen Schild beginnt zu trocknen. Schon sehr bald wird das dampfgetriebene Riesenrad zum ersten Mal seine Runden drehen. Die Menschen werden lachen, die Aussicht genießen und für einen Moment alles vergessen, was ihnen Sorgen macht.“ (S. 7)