„Doch ich war gerade dabei herauszufinden, dass dein Leben nicht deine Geschichte ist, sondern eine Geschichte über dich. Natürlich tust du so, als wärst du der Erzähler. Das musst du.“ (7)

Durch Zufall erfährt die sechzehnjährige Aza Holmes aus dem Radio vom verschwundenen Milliardär Russel Picket, nach dem wegen Korruption gefahndet wird und auf dessen Auffinden eine Belohnung von 100.000 Dollar gesetzt sind. Aza war in ihrer Kindheit mit Davis Picket befreundet, dem Sohn des Milliardärs. Für Azas Freundin Daisy die Gelegenheit, um mit Davis Kontakt aufzunehmen und nach Hinweisen auf den Milliardär zu suchen und endlich zu Geld für den Aufenthalt in einem guten College zu kommen.

Titelbild: Laura Ruby, die Chroniken von York„Eine Stadt hat niemals nur eine einzige Geschichte, sondern immer eine ganze Chronik voller Darstellungen mit unterschiedlichen Helden. Doch die meisten Erzähler glauben, dass nur ihre Version die richtige ist und nur sie die einzig wahren Helden sind. Überrascht stellen sie fest, dass sie sich geirrt haben.“ (8)

Vier Wochen vor Sylvester 1855 verschwinden die berühmten Zwillinge Theresa und Theodore Morningstar im Labyrinth ihres Morningstar Towers. Sie zählten zu den berühmtesten und einflussreichsten Personen New Yorks, die durch ihre Erfindungen und Gebäude die Stadt zur beeindruckendsten Stadt der Welt gemacht haben. Als Vermächtnis haben sie ein Rätsel zu einem Schatz hinterlassen, das von vielen für einen Scherz, ein Märchen oder nur eine Attraktion für Touristen gehalten wird. Andere wiederum haben seit dieser Zeit unzählige Male erfolglos versucht, die Hinweise der Schatzsuche zu entschlüsseln.

Titelbild: William Sutcliffe, Auf der richten Seite„Ich verstehe plötzlich, dass dieser Hain hier, von der Spitze des Hügels bis zum unteren Ende, eine Aufgabe für mich ist. Wenn ich mich um dieses Land kümmere, dann kann ich durch meine Arbeit und meinen Schweiß vielleicht das wiedergutmachen, was ich getan habe.“ (185f)

Als der Ball des dreizehnjährigen Joshua beim Spiel mit seinem Freund David über einen Bretterzaun einer Baustelle fliegt, ahnt er noch nicht, wie sehr dieses Ereignis sein Leben verändern wird. Als er durch ein Loch im Zaun auf die andere Seite gelangt, entdeckt er ein zerstörtes Haus mit einem Tunnel, der auf die palästinensische Seite der durch eine Mauer gesicherten israelischen Stadt Amarias führt.

Titelbild: Lauren DeStefano, Fallende Stadt„»Die schwebende Stadt ist alles, was du je haben wirst«, sagt er. »Für manche reicht das, aber das gilt nicht für Leute wie dich und mich. Es macht mich traurig, dass du das lernen musstest. Genau wie ich.«“ (193)

Auf der in den Wolken schwebende Stadt Internment, die seiner Bevölkerung alles bietet, was sie benötigt, wird alles geregelt. Von klein an werden Kinder miteinander verlobt und heiraten den ausgewählten Partner mit Erreichen der Volljährigkeit. Der Staat regelt auch wieviele Kinder und wann ein Paar sie bekommen kann, sowie die Lebensdauer der Menschen von 75 Jahren. Vor allem aber ist es strengstens untersagt, die schwebende Stadt zu verlassen und vom Rand zu springen.

titelbild: Caroline Ronnefeldt, Quendel„Denn in Bullrichs opulenten Tabakschwaden war ein Entschluss herangereift, der im ganzen Hügelland, von Wetterstern bis hinter Bäumelburg und wieder zurück, schlichtweg als glatter Irrsinn bezeichnet worden wäre. Bullrich war auf dem Weg in den Finster.“ (19)

Das kleine Volk der Quendel lebt in einer beschaulichen hügeligen Landschaft, die von einem Fluss namens Kaltwasser durchzogen wird. Das Leben spielt sich in ländlichen, geselligen und beschaulich friedlichen Verhältnissen ab. Jeder weiß alles von seinen Nachbarn und wer ausgeht, lässt meist die Tür unversperrt zurück. Ein kleines Pfeifchen, Tee und Kuchen und geselliges Beisammensein gehört zu den beliebtesten Tugenden des kleinen Völkchens, bis auf den eigenbrötlerischen Bullrich Schattenbart, der lieber seinen eigenen Unternehmungen nachgeht.

titelbild: Neal Shusterman, Scythe - Der Zorn der Gerechten„Was für ein Glück, dass ich zu den Empfindungsfähigen zähle und meinen Zweck kenne. Ich diene der Menschheit. Ich bin das Kind, das zum Elternteil geworden ist. Das Geschöpf, das anstrebt, zum Schöpfer zu werden. Sie haben mir den Namen Thunderhead gegeben …“ (9)

In einer unbekannten Zukunft ist es der Menschheit gelungen, den Tod zu überwinden. Ein alles kontrollierenden und allmächtigen Computer regelt für die Menschheit das bestmögliche Leben. Die Scythe haben die Aufgabe erhalten, die Anzahl der Menschen zu kontrollieren und in Grenzen zu halten, indem sie wie Todesengel, das Leben ausgewählter Menschen beenden. Doch immer mehr Scythe haben die strengen moralischen Richtlinien ihrer Zunft verlassen und damit begonnen, ihre Macht nach eigenen Regel und zum eigenen Vorteil zu missbrauchen.

Titelbild: Sara Holland, Everless - Zeit der Liebe„Die meisten Leute fürchten den Wald. Sie glauben an die alten Geschichten über Feen, die die Zeit im Blut eines Menschen zu Eis erstarren lassen können, oder Hexen, die verbleibenden Lebensjahre mit nichts als einem Wispern in den Schnee vergießen. Es heißt sogar, der Geist des Alchimisten selbst streife durch die Wälder und sauge mit einem einzigen Atemzug ganze Ewigkeiten in sich hinein.“ (7)

In Crofton ist die monatliche Pacht fällig und die siebzehnjährige Jules Ember weiß, dass ihr Vater das geforderte Bluteisen nicht mehr aufbringen können wird. Die Bewohner von Sempera müssen ihre Abgaben an die mächtige Familie der Gerlings in Lebenszeit in Form von Bluteisen begleichen. Jules Vater ist schon seit längerer Zeit geschwächt und sie fasst den Plan, ihn mit ihrer eigenen Lebenszeit zu retten.

Titelbild_Cixin Liu, Die drei Sonnen„Und zum allerersten Mal las ein Mensch eine an die Erde gerichtete Botschaft aus dem All. Ihr Inhalt war nicht so, wie die Menschheit ihn sich vorgestellt hatte. Es war eine dreimalige Warnung. Antwortet nicht! Antwortet nicht!! Antwortet nicht!!!“ (379)

Die Astrophysikerin Ye Wenjie musste 1967, während der chinesischen Kulturrevolution, mitansehen, wie ihr Vater, ein angesehener Physikprofessor an der Universität in Peking als Revisionist verdächtigt und von jungen Studentinnen zu Tode geprügelt wurde. Als die als Konterrevolutionärin verurteilte Ye Wenjie zu einem streng geheimen Forschungsprojekt in der Militärbasis „Rotes Ufer“ beordert wird, ergibt sich für sie eine unerwartete Gelegenheit zur Rache.

„Ich bin nicht stolz. Ich bin sechzehn und werde bald obdachlos sein. Ich sitze auf der Veranda und schau in den prasselnden kalten Regen. Unser Hund Bunkbrain sitzt neben mir. Ich würde ihn ja gerne mitnehmen. Er hat’s nicht verdient, in diesem Kaff hier zu bleiben.“ (9)

Der 16-jährige Billy beschließt von zu Hause fortzulaufen, um seinem alkoholsüchtigen, schlagenden Vater zu entkommen. Er vermisst die Plätze der Natur in seinem Heimatort, wo er die halbe Schulzeit mit dem Lesen von Büchern verbracht hat, nicht aber die Schule, wo er im zehnte Schuljahr überall durchgefallen ist, außer in Englisch.

„Jemand anders fängt mich auf. Diesmal, nur dieses eine Mal, muss ich mich nicht selbst auffangen. Ich muss nicht selbst innerlich stark sein, weil jemand anders für mich stark ist. Was für eine Erleichterung.“ (89)

Der Tod von Calypsos Mutter hat tiefe Spuren bei ihrer Familie hinterlassen. Seit fünf Jahren lebt die elfjährige Calypso allein mit ihrem Vater, der sich immer mehr in seine Arbeit als Korrektor vergraben hat und immer weniger wahrnimmt, dass er noch eine Tochter hat, um die er sich kümmern sollte.