Brandon Sanderson, Der Rithmatist
„Die totenbleichen Figuren schienen im Mondlicht beinahe zu glühen. Alle waren so flach wie ein Blatt Papier. Alle waren mit Kreide gezeichnet. Jede war ein winziges, einzigartiges Ungeheuer mit Reißzähnen und Klauen. Völlig geräuschlos schwärmten sie im Flur aus. Es waren Hunderte, die es, lautlos zitternd und bebend, auf das Mädchen abgesehen hatten.“ (9)
Der 16-jährige Joel ist Schüler an der Armedius Akademie für Rithmatisten, jene Menschen die die Fähigkeit besitzen, mit ihren Kreidezeichnungen und magischen Berechnungen die gefährlichen Kreidemonster zu bekämpfen, die seit Jahrhunderten die Menschen bedrohten. Joel selbst hat zwar nicht die magischen Fähigkeiten seine Kreidezeichnungen zum Leben zu erwecken, dafür von seinem verstorbenen Vater, einem Kreidemacher, die Faszination und das Wissen über Rithmatismus geerbt.
„Du glaubst also, du bist uns auf der Spur? Du glaubst, du hast uns im Sack? Du solltest vorsichtiger sein. Aufpassen, mit wem du dich triffst. Mit wem du dich anlegst. Oder meinst du, wir werden mit dir nicht fertig? Lass dich überraschen.“ (14)
„»Dem armen Zauberer droht großes Unheil«, verkündet die Fee düster. »Nur mein Bild kann ihn davor beschützen.« Was? Gefahr für Zauberer Brandur? Die muss Frido unbedingt abwehren.“ (9)
„»Wer hält dich hier fest?«, fragte Ophelia. »Ich bin ein Gefangener Ihrer Majestät, der Schneekönigin«, sagte der Junge. »Ich glaube aber nicht an Schneeköniginnen.« »Glaubst du an Zauberschwerter?« »Na ja …«, sagte Ophelia. Sie wollte nicht unhöflich klingen. »Große magische Uhus? Kummervögel?« (19)
„Er kann sich an den Knall erinnern. Mein Gott, wie hat das geknallt. Wie lange ist das jetzt her? Wenn das Herz die Zeit gestoppt hat, dann hat es eine Pause eingelegt. Er hat nur keine Ahnung wie lange. Eine Minute? Einen Tag?“ (90)
„»Papa, warum guckst du so?«, fragt Billy eines Morgens. »Weil neben uns ein Bandit eingezogen ist«, antwortet sein Papa. »Ein Bandit der übelsten Sorte. Einer, der arme Leute beklaut.« »Willst du ihn verjagen?«, fragt Billy. »Das würde ich sehr gern tun«, brummt sein Papa.“ (2)
„Ein Frosch im roten Gehrock hockte auf dem Rücken des Drachen. Es war Frodolin Federkiel. Wir hatten uns bei meiner ersten Reise in Königreich Fantasia kennengelernt. Er hielt mich offenbar für einen Ritter, obwohl ich ihn schon so oft verbessert hatte! Doch warum war er hergekommen? Warum“ (31)
„Ich starre auf das metallene Abflussgitter in der Mitte des Betonbodens. Es war das Erste, was mir ins Auge sprang, als sie mich in die Zelle sperrten, und seither habe ich kaum wieder weggeschaut.“ (9)
Es ist ein Missverständnis zu glauben, Jugendbücher seien schon deshalb beweglich, weil sich ja ständig die Jahrgänge der Jugendlichen an ihren Regalen vorbei bewegen. Gerade Jugendbücher müssen ständig upgedatet werden, weil sich vor allem die Jugendkultur extrem schnell ändert.
„Schon in der Nacht hat sie mit dem Gedanken gespielt, einfach zu den Männern vom Löschtrupp zu gehen. Aber welche Geschichte hätte sie ihnen erzählen können. Die Geschichte von Harald, Hanno und Joonas, die ein Haus in die Luft jagen?“ (12)