Anna Lott, Coco und Zack: Hexentiere in Gefahr
„Zack und Coco sehen sich an und grinsen. Seitdem sie die kleine Krähe Rotza aus den Fängen der zickigen Zwerge befreit haben, hat sie nur noch gute Laune. Sogar jetzt beim Abräumen des Frühstücks in der Speisehalle singt und pfeift sie, was das Zeug hält. Zack ist das fast schon ein bisschen unheimlich.“ (S. 5)
Der Zauberhuthase Zack und die Hexenkatze Coco sind beste Freunde. Die Freunde drohen getrennt zu werden, als Coco das Internat für Hexentiere besuchen soll, in dem die Tiere der Hexen ausgebildet werden. Nachdem für die Zauberschule nur Katzen, Kröten, Schlangen, Raben und Ratten zugelassen werden, verkleidet sich Zack mit einem Fuchsschwanz, zusammengerollten Ohren und einem Vampirgebiss und begleitet seinen Freund.
„Ein Maultier, eine Milchkuh und ein Minipferd stehen unter dem Stalltor und warten, dass die Sonne aufgeht. In allem liegt eine Stille – im feuchten Holz des Stalls, in den Geräten, die an den Wänden hängen, in dem dunklen Himmel über dem Stall. Wenn der Wind bläst, macht die Wetterfahne ein stetes Quiek-quiek-quiek und auch darin liegt eine Stille.
„Die Ereignisse jener Nacht haben die Haare meiner Mutter schneeweiß werden lassen. Und ich habe damals meine Stimme verloren. Seither ist die Innenseite meiner Kehle voller Narben. Bis heute bin ich nicht sicher, ob ich ihretwegen nicht sprechen kann oder wegen des Traumas unserer Flucht, wegen dem, was die Föderation unserem Volk angetan hat. Vielleicht liegt es an beidem. Eines aber ist gewiss: Wenn ich den Mund aufmache, kommt nur Schweigen heraus. Inzwischen weiß ich diese Stille zu nutzen. Bei dem, was ich tue,
„Eine kleine pelzige Pfote presste sich auf Antons Mund und verschloss den Fluch hinter seinen Lippen. »Still«, raunzte Nepomuk ihm ins Ohr. »Oder willst du vom erstbesten Monster gefressen werden?« Widerwillig schob Anton die Pfote seines Freundes beiseite und sammelte sich blaue Fellflusen von der Zunge. »Vielleicht ist das besser, als von dem Monstergewächs aufgespießt zu werden, in dem wir hocken!«“ (S. 5)
„Sirenen schrillen, Lampen blinken – im Museum wurde eingebrochen! Der Dieb hat ausgerechnet das wertvollste Stück geklaut: den berühmten Kalimahari-Diamanten. Der wurde erst vor Kurzem für eine Ausstellung hergebracht. Und nun ist er weg! Die Polizei wird gerufen.“ (S. 4)
„Viele Jahre lang verlief das Leben im Haus vollkommen ereignislos. Dann kamen die Barbaren. Ausgerechnet Pietro erfuhr es als Erster, was eigentlich seltsam war, weil er zwar für das Haus arbeitete, jedoch nicht dort wohnte. Denn das Haus stand in der Stadt und gehörte dem Senator, der es mit seiner Familie und seinen engsten Vertrauten bewohnte. Pietro dagegen war nur der Schweinehirte.“ (S. 6)
„In einer Grube unter einem knorrigen Baum entdecke ich etwas Grünes, etwas Grotteliges. »Grotti verlaufen.« Kaum hatte es mich gesehen, da packte es mich und zwackte es mich und wollte einfach nicht mehr loslassen!“
„Was ist los mit diesem Tag? Der Tod windet sich durch ihn wie Stacheldraht – der Tod vom letzten Jahr und nun dieser. Fünfmal sollte man dasselbe Mädchen echt nicht sterben sehen. Vor mir liegt eine Leiche und ihre Augen sind geschlossen. Noch jedenfalls. Nur ein paar Stunden, dann wacht sie auf. Dann geht alles von vorne los, für uns. Es tut mir leid. Ich kauere, glätte ihr Haar. Bin ganz nah. Wach auf, Clara. Wir sind ein Team, du und ich.“ (S. 5)
„Hier in diesem alten Wald steht die Tanne Archibald. Die hatte nur den einen Traum: Sie wär so gern ein Weihnachtsbaum. Mit bunten Kugeln, vielen Kerzen, Perlenketten, Knusperherzen und obendrauf, da hätt sie gern, einen Weihnachtsfunkelstern.“
„In diesem Moment begann die morgendliche Durchsage. »Schon von der neuen E-Sport-AG hier an der Ironville Middle School gehört?«, fragte der Schülersprecher. »Was? Hast du E-Sport gesagt? Richtig gehört. Wir haben gerade acht brandneue, voll ausgestattete Providia X-Master Gaming-PCs bekommen. Nur dank Ms Peterson und Caleb Arnett. Wenn du also gern zockst und mehr wissen willst, komm zur Infoveranstaltung heute nach der Schule im Computerraum.«“ (S. 16)