Michael Jensen / David Powers King, Weltenweber
„Bosch hatte recht gehabt: Prinzessin Tyra war das bezauberndste Mädchen, das er je gesehen hatte. Nels erhob sich unwillkürlich, als hätte ihre Gegenwart ihn verhext und dazu gezwungen.“ (48)
Der siebzehnjährige Nels lebt zurückgezogen mit seiner Mutter auf einem Cottage am Rande von Cobblestown und träumt davon, einmal ein Ritter von Averand zu sein. Seine Mutter ist Weberin und versucht ihn mit allen Mitteln von der Außenwelt fernzuhalten und lässt ihn selbst über die Ermordung seines Vaters im Unklaren. Als seine Mutter für längere Zeit auf Reise geht, nutzt Nels die Gelegenheit, das alljährliche Sommerfest in Cobblestown zu besuchen, wo regelmäßig auch ein Knappe ausgewählt, der zum Ritter ausgebildet werden soll. Nels ahnt nicht, dass der Besuch des Festes sein Leben von Grund auf verändern wird.
„Da hören sie, wie der Eseltreiber zu erzählen beginnt. »Martin war eine Zeit lang mein bester Spielfreund. Sein Geburtstag war am 10. November 1483; einen Tag später wurde er getauft. Da machte man es sich einfach: Der 11. November ist ja der Namenstag von Sankt Martin …«“ (13)
„Endlich Ferien, juchuh! Die Post ist zu und Briefträger Maus fährt mit seiner Familie in den Urlaub. Ein nimmt einige Pakete zum Ausliefern mit, ein Briefträger hat nie so richtig frei!“
„In der Urzeit war an der Stelle, wo später die Welt entstehen sollte, nur ein riesig gähnender Abgrund, die Urschlucht. Es gab weder Himmel noch Erde. Alles war leer und tot. Nirgendwo war Leben.“ (9)
„Batman ist großartig und das weiß er. Er ist ein genialer Meisterbauer, Verbrechensbekämpfer und Held der Bewohner von Gotham City. Trotz seiner vielen Fans ist er stolz auf sein Einzelgängertum.“ (6)
„Ich liege im Dunkel einer Schublade und bin allein. Keine andere Brotdose, nicht einmal ein Topfdeckel oder eine Rouladennadel sind bei mir. Ich bin ganz allein. Ich weiß nicht wie lange ich hier schon liege. […] Deshalb habe ich mich entschlossen, meine Memoiren zu verfassen. Ich will die Geschichte meines Lebens erzählen.“ (2)
„Alle glaubten sie, Diabolics seien furchtlose Kreaturen, doch in meinen ersten Jahren kannte ich nichts als Angst. Die Angst hatte mich auch an jenem Morgen fest im Griff, als die Impyreaner mich in den Gehegen besichtigten.“ (9)
„Die Obstbäume und Sträucher stehen in voller Blüte und die Bienen summen fleißig in den Baumkronen umher. Dank ihrer mühevollen Arbeit werden schon bald Äpfel, Kirschen, Birnen und Pflaumen heranreifen. Goldgelb leuchtet der Löwenzahn, aus ihm werden die Bienen Hönig machen.“
„Zwei Jahre später, mit elf, entschied ich mich. Aber nicht so, wie meine Familie das gerne gehabt hätte. Ich will zu den Menschen und so leben wie sie, verkündete ich eines Morgens, nachdem wir uns den Tau aus dem Fell geschleckt hatten. Carag hat es in den Kopf geregnet, zog Mia mich auf und verpasste mir einen Hieb mit eingezogenen Krallen.“ (16)
„»Das ist wirklich sehr ungerecht. Ich will euch helfen.« Die halbe Nacht lag der Weise wach. Gegen Morgen fiel ihm ein, dass der Kaiser Brettspiele liebte. »Das ist es!«, sagte er zu seiner Nichte. »Wir werden ihm das spannendste und schönste Spiel schnitzen, das es je gegeben hat. Der Kaiser ist die wichtigste Figur im Spiel.«“