Jordan Scott, Der Garten meiner Baba
„Meine Baba wohnt in einem Hühnerhaus an einer großen Straße hinter einer Schwefelmühle, groß und spitz wie eine Pyramide, gelb wie eine Sonne, die nie schläft. Jeden Morgen fährt mein Papa mich da hin.“
Autor Jordan Scott erzählt die Geschichte mit seiner Großmutter, seiner Baba, die in einem „Hühnerstall“ lebt und sich jeden Tag um den kleinen Jordan kümmert. Im Frühstück zubereitet und ihn zur Schule bringt.
Obwohl sich die beiden kaum unterhalten können, weil ihr Englisch schlecht geblieben ist, verständigen sie sich auf andere Weise, mit Händen und Füßen, mit Mimik und Berührungen. Beide verbindet die Vorliebe zum Essen, wobei bei seiner Baba immer wieder die in der Vergangenheit erlittene Armut aufscheint, wenn sie Essen, das auf den Boden gefallen ist, wieder aufhebt, küsst und ihrem Enkel zurückgibt.
„»Das Land heißt Auroria. Früher, vor langer Zeit, gab es mehrere Portale. Die Gnome waren viel unterwegs, alle kamen und gingen, aber dann … der Krieg. Die Tore wurden geschlossen, nur eines blieb. Das haben wir gesucht. Isabella und ich.« (S. 11)
„Heutzutage nennen viele meinen Bruder ein Ungeheuer. Seine Taten, die schrecklichen wie die wundersamen, sind für sie das Werk eines übernatürlichen Wesens, das die Gestalt eines Menschen annahm, um furchtbares Unheil über uns alle zu bringen. In den dunklen und elenden Ecken der Welt wird er von manchen noch als Gott bezeichnet, aber das nur in furchtsamem Flüsterton. Interessanterweise sprechen weder Erstere noch Letztere seinen wahren Namen aus, dabei kennen sie ihn so gut wie ich.“ (S. 15)
„Du brauchst deine Zähne immer beim Essen. Kümmere dich daher gut um sie. Ein Zahnarzt kann dir helfen, deine Zähne zu pflegen. Du solltest alle sechs Monate zur Kontrolluntersuchung gehen. Hier macht Papa einen Termin für die ganze Familie aus.“
„Dieses Buch erzählt wahre Geschichten über Wölfe – zum Beispiel über Szelina, Luna, Kampinos, Jung oder Miko. Erzählt werden sie von Michal Figura, der seit 20 Jahren Wölfe und Luchse aufspürt und zu ihnen forscht. Die Wolfsfamilien von Grapa und Halna, von denen ihr hier lesen werdet, leben gleich hinter seinem Haus. Wir haben versucht, seine Geschichten so getreu wie möglich wiederzugeben.“ (S. 4)
„Als der Wassermann eines Tages nach Hause kam, sagte die Wassermannfrau zu ihm: »Heute musst du ganz leise sein. Wir haben nämlich einen kleinen Jungen bekommen.« »Was du nicht sagst!«, rief der Wassermann voller Freude. »Einen richtigen Jungen?« »Ja, einen richtigen kleinen Wassermann«, sagte die Frau.“ (S. 9 f)
„Dieses Buch hat eine Gebrauchsanweisung, weil es nicht im üblichen Sinn gelesen, sondern benutzt werden will. Es ist ein Philosophiebuch, aber keine philosophische Abhandlung. Es ist auch kein Lehrbuch, was aber nicht heißt, dass man nichts mitnehmen und lernen kann. Doch das Menü muss man sich selbst zusammenstellen. Die Menükarte ist ein Angebot zum Self-Service.“ (S. 9)
„Technik, Naturwissenschaften und Digitalisierung werden in der heutigen Zeit immer wichtiger. Daher ist es essenziell, unsere Kinder für das Thema zu sensibilisieren und sie damit vertraut zu machen. Und das ist im Vergleich zu manchem Erwachsenen sozusagen ein „Kinderspiel“. Denn Kinder sind von Natur aus neugierig und geborene Forscherinnen und Forscher.“ (S. 7)
„Du wirst mutig sein. Du wirst dein Bestes geben. Du wirst einen weiten Weg zurücklegen müssen. Doch die Reise dorthin ist kurz. Du wirst große Verluste erleiden. Deine Sterne sagen, dass du scheitern wirst. Paisly Fitzwilliam, noch vor dem Ablauf deiner vierzehnten Wende wird dein Rädchen zum Stehen kommen. Dein Weg wird enden und du wirst sterben.“ (S. 18)
„Vom Hügel zog sich kurvig ein steiler Weg ins Tal. Das sah ein Purzelsaurus – Schluck! – und wurde etwas fahl. Ein richtig GROSSES Rennen fand später nämlich statt für Dinos auf zwei Rädern, wie sie gelesen hat.“