Ben Miller, Der Tag, an dem ich in ein Märchen fiel
„Die ersten Sonnenstrahlen fielen über das noch schlafende Dorf, und am Fuß der Anhöhe, genau in der Mitte des Dorfparks, war aus einem anfangs maulwurfshügelgroßen Häuflein Erde, ein brandneuer Supermarkt geworden. Ein Lüftchen wehte und entrollte die braun-goldene Flagge an der Spitze des Fahnenmasts. Darauf stand ein einziges Wort: Grimm’s. (S. 13)
Lana ist enttäuscht, weil ihr großer Bruder Harrison, seit er das Gymnasium besucht, sich verändert hat. Anstatt sich mit ihr die lustigsten und fantasievollsten Spiele auszudenken, sitzt er nur mehr in seinem Zimmer und will beim Lernen nicht gestört werden. Ihr ist langweilig, bis sie mit ihrer Mutter einen geheimnisvollen Supermarkt besucht, der wie von Zauberhand über Nacht errichtet worden ist.
„Es heißt immer, Füchse seien flink und schlau und alles, und das stimmt ja auch. Aber wenn sie noch so klein sind, können sie genauso tollpatschig sein wie zum Beispiel kleine Bären. Oder wie Menschenkinder. Es gab sogar einmal einen kleinen Fuchs, der war dafür im ganzen Wald bekannt.“
„Die eine Mörderin sprang aus dem Fenster. Und die andere blickte ihr nach. Tali Atimba wusste nicht, wer die erste Frau gewesen war, die vor ihren Augen vom Sims hinaus in die Nacht geglitten war. Sie wusste allerdings genau, dass diese Frau gerade den Auftrag ausgeführt hatte, für den sie eigentlich selbst hergekommen war.“ (S. 19)
„1. Wie viele verschiedene Tierarten leben in Österreich?
„Willi Wölfchen liebt es, über den Weiher zu paddeln. Doch Willi ist gewachsen und sein Boot ist viel zu klein. Au Backe, das muss ein neues her! Und das baut Willi am besten selbst! Machst du mit?“
„Das Mädchen zögert. Ziemlich lange. »Eine Dusche, ich würde gerne mal duschen«, antwortet es schließlich leise. Meine Mutter überlegt. Auch ziemlich lange. »Klar, kann ich verstehen. Bei der Hitze!« Fragend schaut das Mädchen meine Mutter an. Ich auch. »Also, wenn du magst, kannst du bei uns duschen.« Mir fällt die Kinnlade runter. »Wirklich?« Das Mädchen ist genauso baff wie ich. Meine Mutter nickt.“ (S. 8)
„»Essen ist fertig! Und wasch dir die Hände!« »Nein«, erwiderte ich. »Ein Detektiv fürchtet sich nicht vor Keimen und Bakterien. Gefahr ist mein Geschäft.« »Harald! Ich zähle bis drei! Eins …« »Ich mach ja schon, Oma« »Zwei …« Ich zog den Bogen Papier aus der Schreibmaschine, knüllte ihn zusammen und warf ihn in den Papierkorb. »Drei!« »Ich komme!« Tja, ihr ahnt es wahrscheinlich längst: Ich hatte gar keine Detektei. Jedenfalls keine richtige.“ (S. 10)
„Mutig zieht Familie Maus / heut mit Sack und Pack hinaus. / Denn ihr Baumhaus ist gefällt, / darum geht es in die Welt. /Ach, nun geht’s bergauf, bergab. / Macht da etwa jemand schlapp? / Nein, man hilft sich tapfer weiter, / notfalls auch als Mäuseleiter.“
„Vom nordgriechischen Stagira kam Aristoteles direkt in das Zentrum von Athen und wurde dort Mitglied von Platons Akademie – zunächst als Schüler, später als Dozent. Insgesamt hielt er sich zwanzig Jahre lang dort auf. Ein beträchtlicher Teil seiner Schriften scheint bereits in dieser frühen Phase verfasst worden zu sein.“ (S. 5)
„Die Geschichte der Seefahrt beginnt mit einem Floß. Das wusste auch der norwegische Anthropologe und Abenteurer Thor Heyerdahl, der mit außergewöhnlichen Expeditionen erforschen wollte, wie alte Kulturen es bewerkstelligt haben, in neue Gebiete vorzudringen und sie zu entdecken.“ (S. 18)