Heinz Janisch, Das Weihnachtsoratorium
„Liebe Musikfreunde, Weihnachten ist eine ganz besondere Zeit … Schneeflocken fallen, der Schnee glitzert, die Straßen und Häuser sind festlich geschmückt. Und überall hört man Musik, die einen in feierliche Weihnachtsstimmung versetzt. In Konzertsälen und Kirchen ist dann auch oft »Das Weihnachtsoratorium« zu hören, eine Komposition von Johann Sebastian Bach, der vor über 300 Jahren gelebt hat.“
Heinz Janisch erzählt die Geschichte der kleinen Lena, die sich mit ihrem Vater gemeinsam auf Weihnachten vorbereitet, beim gemeinsamen Schmücken die Musik von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium anhört und viel über den Inhalt der dabei erzählten Weihnachtsgeschichte erfährt.
„In diesem Buch habe ich versucht, den Geist einer Idee herbeizurufen, und dieser Geist soll meine Leserinnen und Leser nicht verstimmen und nicht aufbringen, nicht gegeneinander, nicht sich selbst gegenüber, nicht dem Weihnachtsfest gegenüber und mir gegenüber schon gar nicht. Möge er auf freundliche Weise in ihren Häusern spuken und möge niemand ihn vertreiben wollen. Euer aller getreuer Freund und Diener, C. D. Dezember 1841“ (S. 7)
„Es war einmal eine kleine Hexe, die war erst einhundertsiebenundzwanzig Jahre alt, und das ist ja für eine Hexe noch gar kein Alter. Sie wohnte in einem Hexenhaus, das stand einsam im tiefen Wald. Weil es nur einer kleinen Hexe gehörte, war auch das Hexenhaus nicht besonders groß.“ (S. 10 f)
„Ich ging diesen Weg nur deshalb, weil mich das Auge dieser Spur folgen ließ. Ich hatte es gebeten, Lachlan zu retten. Da hatte es mir die rot schimmernde Linie gezeigt, die von Lachlans Körper durch das Gras führte. Davor hatte ich allerdings einen Handel mit dem Ding abgeschlossen. Das Auge hatte mir im Drachentempel das Leben gerettet […]. Als Gegenleistung musste ich versprechen, das Auge »holen zu kommen«, wie es sich ausdrückte. (S. 10)
„Seit Urzeiten suchen Menschen nach dem Sinn ihres Lebens und des Universums, nach grundlegenden Wahrheiten für sich und die Welt. Aus dieser Sinnsuche entstanden die Religionen. Auch die Naturwissenschaften hatten in ihren Anfängen eine sehr enge Beziehung zur Religion. Erst seit etwa 300 Jahren gehen Religion und Naturwissenschaft getrennte Wege.“ (S. 6)
„Steht schon wieder Weihnachten vor der Tür? Überall sausen Engelein durch die kalte Winterluft und sammeln fleißig all die Briefe von den Balkonen und Fensterbänken ein. Nicht nur die Kinder haben ihre Wünsche so schön aufgeschrieben und gezeichnet, auch die Tiere haben kleine Briefe vorbereitet.“
„Mitten im Dorfwald von Schönrinde und auf den Hügeln drum herum leben Tiere, die Verstand, Sprache und Humor besitzen, von eigener Pfote genähte Kleidung tragen und süßes Gebäck zaubern, dass euch davon das Wasser im Mund zusammenläuft.“ (S. 9)
„In aller Regel begannen Snöfrids Abenteuer damit, dass irgendjemand vor dem eher kleinen Heim unter dem ehre großen Stein auftauchte und ihn um Hilfe bat. Snöfrid natürlich, nicht den Stein! Und oftmals kannte Snöfrid besagten Jemand gar nicht. An diesem Tag war das anders.“ (S. 15)
„Möge die anregende Fülle des Bildmaterials und die Kürze des Textes, der sich in wenigen Stunden lesen lässt, vielen Tirolerinnen und Tirolern, geborenen oder zugewanderten, die der Geschichte nicht viel Zeit widmen können, vielleicht auch interessierten Gästen einen ersten verlässlichen Überblick über das Werden unseres Landes ermöglichen.“ (S. 11)
„Was duftet denn hier so köstlich? In der Wichtelbäckerei wird schon fleißig gearbeitet. Rezepte werden studiert und neue Plätzchen verkostet. Teig wird geknetet und ausgerollt, Plätzchen werden ausgestochen und auf Backbleche gelegt, die dann in den großen Holzofen geschoben werden.“