Tad Williams, Die Hexenholzkrone 1
„»Wir Menschen haben die Königin-Hexe zurückgeschlagen und besiegt.« Er sprach zu sich selbst, so leise, dass ihn kein anderes Wesen, kein Vogel und kein Eichhörnchen hören konnte. »Wenn sie wirklich zurückgekehrt ist, werden sie diesmal Menschen wie ich vernichten.«“ (S. 69)
Dreißig Jahre nach dem Sieg über die Nornenkönigin herrschen König Simon und Königin Miriamel als Hochkönige über Osten Ard. Doch der Friede im Land ist trügerisch und in den verschiedensten Teilen des Reichs wachsen die Spannungen an. Im hohen Norden, im Land der Unsterblichen erwacht die Nornenkönigin aus ihrem tiefen Schlaf, in den sie nach dem verlorenen Krieg versunken ist. Die Zeit des Friedens scheint vorbei.
„Hubert Horatio Bieber Burg-Bartel war in der Tat ein Wunderkind – vermutlich der klügste Junge, dem du je begegnen wirst -, und er konnte viele Dinge außergewöhnlich gut. Die Liste ist viel zu lang, um sie alle einzeln aufzuzählen, und überhaupt sind Listen furchtbar langweilig.“ (S. 19)
„»Sind wir bald da, Papa Elefant?«, fragte der kleine Elefant den großen Elefanten. »Leider noch nicht. Wir müssen noch über diesen Hügel«, antwortete der große Elefant. Also stapften sie über diesen Hügel.“
„Auf seinem Schiff brach Jubel aus, dann sprangen Tausende seiner Männer über Bord, um ihrem König auf persischen Boden zu folgen. Der junge Mann hieß Alexandros, was in etwa »Beschützer der Männer« bedeutet, und lebte vor über zweitausend Jahren, im vierten Jahrhundert vor Christus.“ (S. 8f)
„Als Kind war ich sehr fasziniert von Bildern aller Art. Alles Gedruckte und Gemalte hat mich stark angezogen. Ein Bild zu betrachten bedeutete in das Bild hineinzusteigen. Die Umgebung ganz zu vergessen und richtig im Bild spazieren zu gehen. Was für ein Genuss!“
„Mythen sind das Feld der poetischen Imagination und doch so viel mehr als nur Geschichten. Auch heute noch bieten Mythen Menschen auf der ganzen Welt Orientierung, denn sie handeln von den großen Geheimnissen, die uns alle faszinieren: von Geburt und Tod und der menschlichen Existenz.“ (S. 13)
„Schorsch und Holm hatten auch ein kleines, gemütliches Häuschen auf einem Hügel, in dem sie gemeinsam wohnten. Und einen kleinen Garten mit einem Tannenbaum, den sie weihnachtlich schmücken wollten. Denn bald war Weihnachten …“
„Ich fühlte mich sehr vorweihnachtlich. »Vom Himmel hoch, o Englein kommt«, sang ich. Mama setzte die Blockflöte ab und krähte fröhlich: »Eia, eia, susani, susani, susani!« Es waren nicht die Englein, die vom Himmel kamen, es war Mr Moose. Ein ohrenbetäubendes Krachen ertönte und im nächsten Augenblick stürzte er auch schon durch die Zimmerdecke.“ (S. 5 f)
„Die Botschaft von Zeichen ist unmittelbar und eindeutig interpretierbar. Ein Symbol dagegen ist ein visuelles Zeichen oder ein Bild, das für eine Idee steht und damit auf eine tiefere, universelle Wahrheit verweist.“ (S. 6)
„Im Winter halten alle Bären Winterschlaf. Alle? Nein! Isidor ist einfach nicht müde. Gerade hat er das letzte Buch aus seinem Bücherregal fertig gelesen und schläft immer noch nicht. »Pfff!«, seufzt Isidor. Obwohl der Winter gerade erst angefangen hat, kommt er ihm jetzt schon lang vor.“ (S. 6)