Erich Ackermann (Hg.), Nordische Märchen und Sagen
„Reich und alt ist das Märchenerbe der eigentlichen skandinavischen Völker. Diese Länder sind der klassische Boden für Sagen, Märchen und Lieder, wie schon Jacob Grimm festgehalten hat. Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich diese blühende Fülle der Volksüberlieferung lebendig erhalten.“ (S. 305)
Das „Nordische Märchen und Sagen“ Buch erzählt fünfunddreißig Märchen aus Norwegen, Schweden, Dänemark und Island sowie vierzehn nordische Sagen rund um die nordische Götter- und Heldenwelt.
Was für ein Herzstich! - Als Grundschulpädagoge sollst du den Erstklässlern die Liebe zur Heimat beibringen, aber das Land ist so jung, dass es nicht einmal eine Fahne hat.
„»Guten Tag, sehr geehrter Herr Leopard!« »Guten Morgen, Rosa!« Rosa blieb vor dem Leoparden stehen. »Rigo? Wo ist unser Erstaunen hingekommen? Eigentlich müsstest du doch staunen, dass eine Maus sich zu dir ins Gehege traut. Und ich müsste darüber staunen, dass ich nicht dein Frühstück bin, sondern deine Freundin.«“ (S. 7)
„Dies ist eine wahre Geschichte. Sämtliche Tatsachen, aus denen sie sich zusammensetzt, entstammen Interviews oder Dokumenten und werden, wo immer möglich, durch weitere Quellen belegt. Wenn gesagt wird, ein Protagonist habe dies oder jenes gedacht, geschieht dies, weil er diese Gedanken dem Autor mitgeteilt oder sonstwie dokumentiert hat.“ (S. 9)
„»Wir Menschen haben die Königin-Hexe zurückgeschlagen und besiegt.« Er sprach zu sich selbst, so leise, dass ihn kein anderes Wesen, kein Vogel und kein Eichhörnchen hören konnte. »Wenn sie wirklich zurückgekehrt ist, werden sie diesmal Menschen wie ich vernichten.«“ (S. 69)
Die Größe eines Themas misst der Bibliothekar mit dem Meterband, wenn er die Regale abgeht. Zeigt das Verzeichnis lieferbare Bücher für das erste Corona-Jahr nur 217 Treffer, so sind es im zweiten Jahr vom ersten Quartal hochgerechnet bereits 600. Und natürlich ist kein Ende der Publikationen abzusehen, bei einem so großen Thema.
„Hubert Horatio Bieber Burg-Bartel war in der Tat ein Wunderkind – vermutlich der klügste Junge, dem du je begegnen wirst -, und er konnte viele Dinge außergewöhnlich gut. Die Liste ist viel zu lang, um sie alle einzeln aufzuzählen, und überhaupt sind Listen furchtbar langweilig.“ (S. 19)
Was für ein universell gekreuzter Begriff! Die Fossilien liegen in ferner Vergangenheit und vom Futur wissen wir nicht, wie lange es hält.
„»Sind wir bald da, Papa Elefant?«, fragte der kleine Elefant den großen Elefanten. »Leider noch nicht. Wir müssen noch über diesen Hügel«, antwortete der große Elefant. Also stapften sie über diesen Hügel.“
Während die einzelne Feder als etwas Edles gilt, immerhin verdanken wir dem Federkiel einen Großteil unserer Schriften, gilt der Vorgang für ihre Gewinnung als etwas Brutales. Das Federvieh entgeht dabei oft knapp einem Räuber, indem es Federn lässt. Ähnliches trägt sich in der Erziehung eines Individuums zu. In regelmäßigen Abständen muss es etwas von seiner Identität abwerfen, damit es von den Zugriffen der Gesellschaft halbwegs ungeschoren davonkommt.