Linda Sturm-Becker / Dean R. Lomax, Besuch vom Dino-Forscher
„Damit ein Dino zu einem Fossil wird, muss er unter idealen Bedingungen gestorben sein. Meistens nah am Wasser. Dann wird er von Sediment bedeckt, lockerem Material, das sich ablagert. Im Laufe der Zeit bleiben nur harte Teile wie Knochen oder Zähne übrig.“ (6)
Nick und Jule sind schon ganz aufgeregt, weil Dean Robert Lomax, ein bekannter Dinosaurierforscher aus England, bei ihrem Vater zu Besuch kommt. Gleich nach Roberts Ankunft erzählt er den Kindern am Kaffeetisch wissenswertes aus der Welt der Dinosaurier.
In der Literatur gilt der Leuchtturm als der Höhepunkt der Schreibkultur. Einerseits ist so ein entlegener Turm der beste Ort zum Schreiben, andererseits nimmt die Schrift das Licht der Lampe auf und leuchtet anschließend quer über die Regale der Neuerscheinungen. Gute Literatur hat Leuchtturmfunktion, heißt es dabei etwas geschwollen formuliert.
„Wahrscheinlich hat Cal nicht die leiseste Ahnung, dass die Scharlachrote Garde und Montfort keinesfalls beabsichtigen, ihn tatsächlich irgendeinen Thron besteigen zu lassen, welchen auch immer er für sich gewinnen mag. Wahrscheinlich interessiert er sich mehr für seine Krone als dafür, was irgendein Roter denkt.“ (S. 9)
Der Ruf einer Gegend ist immer stark Kapital-abhängig. Solange die Stadt einen Stadtteil sich selbst überlässt, tut sie alles, um die Gegend schlecht zu reden, damit niemand dort Investitionen verlangt. Sobald man ein Geschäft mit der Entlegenheit wittert, redet man den Stadtteil schön und schreit insgesamt nach Olympischen Spielen. Generell lässt sich sagen, eine Gegend ist umso mieser, je weniger Politiker dort wohnen, um das Elend zu sehen.
„Spiel mit deinen Händen nach, was die Prinzessin dem Frosch verspricht: auf dem goldenen Stuhl sitzen, von dem goldenen Teller essen, aus dem goldenen Becher trinken und in dem goldenen Bett schlafen.“ (S. 10)
Von Kindheit an sind Leser Fährtensucher und Fährtenleser, Abenteuer sind nur zu bestehen, wenn man Spuren lesen kann. Und auch später gehen die Leser immer noch Fährten nach, um sich im Erlebnisdschungel der Welt jenseits aller Digitalisierung mit den eigenen Sinnesorganen zurechtzufinden.
„Dabei hat alles mit einer schlimmen Nachricht angefangen. Das ist ja manchmal so im Leben: Etwas Schreckliches passiert, aber wenn man nach Jahren zurückblickt, dann hat genau damit etwas Glückliches begonnen. Nur dass man das zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß.“ (S. 8)
„Dieses Buch richtet sich an Eltern und junge Leser und kann durchaus auch gemeinsam gelesen werden. Das Buch ist so konzipiert, dass man es mit jedem Kenntnisstand lesen kann: Es ist also für Leser mit wenig oder gar keinem Vorwissen ebenso geeignet wie für Leser, die Informatik in der Schule oder an der Uni lehren.“ (S. 10)
Wer eine Sprache lernt, obwohl er angeblich schon eine hat, kann bereits den Lernvorgang beschreiben. Bei der Erstsprache hingegen muss man alles nehmen, wie es kommt.
„Er las! Der Vater las seiner Tochter aus einem Buch vor. Seine Worte faszinierten den Wolf sofort … Zu schade, dass er den Anfang der Geschichte verpasst hatte!“