Annette Großbongardt (Hg.) / Johannes Saltzwedel (Hg.), Die Bibel
„Wer sich der Bibel nähert, ist bald von Superlativen überwältigt: Ewiger Bestseller, einzigartige Textsammlung der Menschheitsgeschichte, hochkomplexer Ideenspeicher monotheistischen Glaubens – und das sind nur einige Aspekte des Phänomens.“ (11)
28 Autorinnen und Autoren beleuchten in 27 Beiträgen das „mächtigste Buch der Welt“, die Bibel, aus unterschiedlichen Perspektiven. Ob ihre Entstehungsgeschichte oder ihre Bedeutung für den jüdischen und christlichen Glauben, ihre Wirkung auf die Gesellschaften im Laufe der Jahrhunderte oder die Kritik an ihren Inhalten, immer standen die Bibel und ihre Aussagen auch im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Diskurses.
„Ritter Rudi reitet los. Er reitet in den Wald, in den Drachenwald! Der Wald ist tief. Der Wald ist finster. Es ist ganz still. Da raschelt es. Da bewegt sich was! Was kann das nur sein?“ (24 – 26)
Die Meisterwerke der Spionage laufen im ersten Schritt so geheim ab, dass nicht einmal die beteiligten Personen davon wissen. Der dazu passende Agentenroman dechiffriert dann aus der Sicht der Angehörigen das scheinbar unscheinbare Leben der Helden.
Ein schweres Verbrechen dauert immer ein Leben lang, zumindest für das Opfer, wenn es unauflösbar traumatisiert ist.
„Endgame geht weiter: Unsere Zukunft ist immer noch ungeschrieben. Unsere Zukunft ist immer noch deine Zukunft. Was sein wird, wird sein. Manche von uns glauben immer noch daran, manche nicht mehr. Aber es spielt keine Rolle, was wir glauben. Das ist Endgame.“ (9)
Odysseus gilt seit Jahrtausenden als jener Held, der hinaus muss ins Unbekannte ohne Rücksicht auf Verluste. Dieses Unbekannte können geographische Gebiete, Gefühle oder politische Verfahrensweisen sein. Mitzudenken ist immer seine Frau Penelope, die sich die Umtriebe ihres Mannes in der Ferne souverän ansieht und treu die Stellung hält.
„Ich blicke den Jungen an. »Großvater?«, platzt es aus mir heraus. »Wen hast du erwartet?«, fragt er. »Die Zahnfee?« Er wirkt wie ein dreizehnjähriger Junge, aber wenn ich ihn mir genau ansehe, kann ich in ihm meinen Großvater erahnen.“ (21 f)
„Aber wem dienen wir eigentlich beim Erwerb all der Münzen, Scheine und elektronischen Ziffern auf dem Konto? Wer erzeugt das, nach dem alle streben? Und wer hat denjenigen legitimiert, diese Macht auszuüben? Darum, kurz gesagt, soll es in diesem Buch gehen.“ (10)
„König Mauzenberger fiel vor Schreck auf den Rücken und blieb stocksteif liegen. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er nach oben. Nahezu über die gesamte Decke der Schatzkammer spannte sich ein riesiges Spinnennetz.“ (35)
Gerade in Zeiten der Apps und Maps braucht es zum Entschleunigen zwischendurch diesen guten alten „Führer“, in dem man sich innen über die eigene Reise orientieren kann und an dem außen am Verschleiß die anderen beurteilen können, wie intensiv man die Reise nimmt.