Aktuelle Buchtipps

 

Bosko Tomasevic, Früchte der Heimsuchung

h.schoenauer - 21.06.2011

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Biblisch wie die "Früchte des Zorns" von John Steinbeck sind auch die "Früchte der Heimsuchung" von Bosko Tomasevic.

In einem Ton voller Leidenschaft, an manchen Tagen wild wie eine Prophezeiung, an anderen leidenschaftlich klar wie ein Psalm ausformuliert, durchquert ein lyrisches Ich sein eigenes Schicksal, das von Sehnsucht, Gottesfurcht und Enttäuschung gekennzeichnet ist.

Lena Avanzini, Tod in Innsbruck

h.schoenauer - 21.06.2011

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In der Krimi-Flut muss sich der Leser zunehmend öfter entscheiden, unter welche Rettungsdecke er kriecht, um nicht an der Krimitis zu ersticken.

Lena Abanzinis Krimi Tod in Innsbruck bietet allen jenen Schutz, die einen guten Titel, ein griffiges Klischee und eine groteske Überhöhung des Krimitums schätzen.

Johann Georg Lughofer (Hrsg.), Reise nach Ljubljana

h.schoenauer - 20.06.2011

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Anthologien erzählen über die einzelnen Texte hinaus immer auch von einer Idee, die mit diesen Bausteinen verwirklicht wird.

Reise nach Ljubljana versammelt Texte jener österreichischen Autorinnen und Autoren, die ständig unterwegs sind und beispielsweise auf einen Sprung oder ein Projekt in Laibach vorbeischauen, wo die Literatur gerade eine Blüte erlebt.

Nadja Spiegel, Manchmal lüge ich und manchmal nicht

h.schoenauer - 19.06.2011

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So ein Satz bringt Wahrheitsfanatiker auf die Palme. Manchmal lüge ich, manchmal nicht. Eine verschmitzte Erkenntnis, die ganze Wissenschaftszweige ad absurdum führt.

Nadja Spiegel stellt in ihren zwanzig Erzählungen jeweils Heldinnen vor, die sich in zwiespältigen Situationen lapidar zu wehren wissen. Die Situationen gleichen oft einem Münzwurf, bei dem Kopf oder Zahl, Lüge oder Wahrheit, Sein oder Nichtsein gleich wahrscheinlich auftreten.

Rut Bernardi, Lyrik und Prosa kreuz und quer

h.schoenauer - 18.06.2011

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Es gibt Literaturen, die sind so klein, dass sie fast ausschließlich sich selbst zum Inhalt haben. In der Serie Kleine Literaturen Europas stellt Rut Bernardi quasi im Alleingang das Ladinische in Lyrik und Prosa vor.

In den Texten taucht immer wieder die Frage auf, wie eine kleine Sprache überleben kann, was man auf Dauer mit dem Konzept Einweg-Übersetzungen anfängt und wie die aktuelle Gegenwart sich auf die Semantik einer archaischen Sprache auswirkt.

Jürg Amann, Das Märchen von der Welt

andreas.markt-huter - 14.06.2011

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"Kommt, ihr kleinen Krabben! - Es war einmal ein arm Kind und hatt" kein Vater und keine Mutter, war alles tot, und war niemand mehr auf der Welt."

Düster und besorgniserregend beginnt das Märchen, das die Großmutter den Kindern in Georg Büchners Dramenfragment Woyzeck erzählt. Und ebenso schrecklich wie das Märchen zu Ende geht, nimmt auch das Schicksal des einsamen und geschlagenen Woyzecks seinen bitteren tragischen Lauf.

Matze Doebele, Pauls Glück

andreas.markt-huter - 14.06.2011

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"Eigentlich könnte Paul ja glücklich sein. Aber da ist das Problem mit seinen Flügeln ..."

Paul, das ist ein Rabe, der auf einem Schornstein am Rande der Stadt aus dem Ei schlüpft. Bald schon bemerkt er jedoch, dass er anders ist als die anderen: seine Flügel sind nämlich viel kürzer als die Flügel der anderen Raben. So sehr er sich auch bemüht, es gelingt ihm einfach nicht zu fliegen.

Guido van Genechten, Das große Waldorchester

andreas.markt-huter - 14.06.2011

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Das Leben im Wald ist das fröhliche Singen seiner Vögel, die voller Freude den kommenden Tag begrüßen. "Was für eine herrliche Musik, um den Tag zu beginnen ..."

Guido von Genechten gilt in Belgien als einer der bekanntesten Illustratoren von Kinderbüchern. In seinem Bilderbuch "Das große Waldorchester" zeigt er eindrucksvoll, was seine Kunst ausmacht. Text und Bild bilden eine magische Symbiose und lassen die Nacht enden und den kommenden Tag beginnen.

Elfriede Kopf, Die schöne Seele

h.schoenauer - 14.06.2011

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In der Romantik gilt die schöne Seele als Umschreibung für einen Menschen mit besonderer Wahrnehmung. Wenn sich jemand von der Welt abschottet, wird er in ironischen Gesprächen oft als schöne Seele bezeichnet.

In Elfriede Kopfs Roman entwickelt sich ein Mädchen zu einer schönen Seele. Diese Klara kann das Unglück bei anderen Menschen vorhersehen und manchmal auch nachhelfen. So kann sie beispielweise unliebsame Geschwister in den Tod stürzen, und wer sie mobbt, dem ergeht es bald schlecht.